Masterarbeit, 2011
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der AWO
2.1 Historische Entwicklung
2.2 Organisatorischer Aufbau und Besonderheiten
2.3 Die Ortsvereine
3 Notwendigkeit von Veränderungsprozessen
3.1 Umweltbedingte Impulse
3.1.1 Demografischer Wandel
3.1.2 Veränderungen in den Verhaltensweisen
3.1.3 Strukturwandel des Ehrenamtes
3.1.4 Ökonomisierung des Sozialsektors
3.2 Organisationsinterne Impulse
3.2.1 Ideelle Gründe
3.2.2 Materielle Gründe
3.3 Ortsvereinsinterne Impulse
3.4 Zusammenfassung und Auswirkungen der Veränderungen
4 Verbandsentwicklung als Reaktion auf die Impulse
5 Organisationsentwicklung in den Ortsvereinen am Beispiel des Projekts „Offen für Neues und Neue“
5.1 Rahmenbedingungen
5.2 Projektplanung
5.3 Umsetzung der Projektbausteine
5.3.1 Auftaktveranstaltungen
5.3.2 Regionalgruppen
5.3.3 Individuelle Unterstützung und Beratung
5.3.4 Serviceleistungen
6 Schlussbemerkung
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, die Herausforderungen zu identifizieren, denen AWO-Ortsvereine gegenüberstehen, und konkrete Strategien für eine zukunftsfähige Modernisierung zu entwickeln, um ihre Existenz langfristig zu sichern.
3.1.1 Demografischer Wandel
Der demografische Wandel bezeichnet die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur, deren Zukunft „... plakativ mit den Begriffen 'älter', 'bunter' und 'weniger' auf den Punkt gebracht werden ...“ könnte (Hausmann, Körner 2009, S.7). Die Entwicklung von der Pyramide zum Pilz ist in vollem Gang und wird durch die im Folgenden beschriebenen drei Faktoren hervorgerufen:
Das Geburtenverhalten (Fertilität)
Um das bestehende Verhältnis der Generationen beizubehalten, müsste eine Generation vollständig durch die nachfolgende Generation ersetzt werden. Dazu wäre eine durchschnittliche Geburtenrate von 2,1 Kindern pro Frau nötig. Bis etwa 1880 ist dies der Fall gewesen (vgl. Micheel 2005, S. 47), jedoch wurde dieser Wert in der Vergangenheit in Deutschland nicht mehr erreicht, denn die Geburtenrate ist gesunken. Sie schwankt mit einigen Ausnahmen, seit 1990 bei einem Wert um 1,4 Kindern pro Frau (vgl. Statistisches Bundesamt 2006, S. 27) und liegt damit weit unter dem wünschenswerten und angestrebten Wert, der ein Gleichgewicht der Generationen bedeuten würde. Die rückläufige Zahl der Geburten bewirkt eine Schrumpfung der deutschen Gesamtbevölkerung und eine demografische Alterung.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen in AWO-Ortsvereinen zu analysieren und eine zukunftsweisende Modernisierung zu erarbeiten.
2 Grundlagen der AWO: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, den organisatorischen Aufbau und die zentrale Bedeutung der Ortsvereine als Basis der AWO.
3 Notwendigkeit von Veränderungsprozessen: Es werden externe und interne Impulse, wie demografischer Wandel, Strukturwandel des Ehrenamts und Ökonomisierung, als Auslöser für den notwendigen Wandel untersucht.
4 Verbandsentwicklung als Reaktion auf die Impulse: Dieses Kapitel beschreibt die strategischen Reformprozesse der AWO, wie die Entflechtung von Verantwortung, um als Mitgliederorganisation zukunftsfähig zu bleiben.
5 Organisationsentwicklung in den Ortsvereinen am Beispiel des Projekts „Offen für Neues und Neue“: Hier wird das praktische Modellprojekt zur Stärkung der Ortsvereine anhand der Bausteine Netzwerke, Beratung und Serviceleistungen reflektiert.
6 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und skizziert das Idealbild eines modernen, innovativen AWO-Ortsvereins.
AWO, Ortsvereine, Ehrenamt, Bürgerschaftliches Engagement, Organisationsentwicklung, Demografischer Wandel, Zukunftsfähigkeit, Sozialmanagement, Verbandsentwicklung, Freiwillige, Mitgliederbindung, Modernisierung, Subsidiaritätsprinzip, Strukturwandel, Offen für Neues und Neue.
Die Arbeit untersucht die notwendigen Veränderungsprozesse in Ortsvereinen der Arbeiterwohlfahrt (AWO), um diese angesichts gesellschaftlicher Umbrüche modern und zukunftsfähig zu gestalten.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, der Strukturwandel des Ehrenamts, die Ökonomisierung des Sozialsektors sowie die Organisationsentwicklung als Instrument zur Stärkung von Ortsvereinen.
Das primäre Ziel ist es, Herausforderungen für die Ortsvereine zu benennen und konkrete Erkenntnisse sowie Strategien für deren operative Stärkung und Modernisierung zu gewinnen.
Es werden eine Literaturanalyse der theoretischen Grundlagen sowie eine reflexive Einzelfallstudie des Modellprojekts „Offen für Neues und Neue“ angewendet.
Der Hauptteil analysiert sowohl die externe Notwendigkeit des Wandels durch Umweltfaktoren als auch interne Gründe und beschreibt darauf aufbauend Reformansätze der Verbandsentwicklung in der Praxis.
Zu den prägenden Begriffen gehören AWO, Ehrenamt, Organisationsentwicklung, zukunftsfähige Ortsvereine und bürgerschaftliches Engagement.
Der Wandel führt zu einer Überalterung der Mitglieder und Engagierten; da das bisherige Engagement stark an traditionelle, ältere Generationen gebunden ist, gefährdet das Ausbleiben jüngerer Altersgruppen die Existenz der Ortsvereine.
Das Projekt dient als Praxisbeispiel, um zu zeigen, wie durch professionelle Beratung, Netzwerkbildung und Serviceleistungen der Transfer von theoretischem Wissen in die Ortsvereine gelingen und deren Stärkung vorangetrieben werden kann.
Die Autorin hebt die sehr heterogene Zusammensetzung der Gruppen, den Zeitdruck sowie die teils hohen, unrealistischen Erwartungen der Teilnehmer an fertige „Rettungskonzepte“ als wesentliche Herausforderungen hervor.
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