Hausarbeit, 2011
24 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen
2.1 Skalen- und Verbundeffekte
2.2 Effizienz und Effektivität im Gesundheitswesen
2.3 Wirtschaftswissenschaftliche Wachstumstheorien
2.3.1 Die endogene Wachstumstheorie
3. Vor- und Nachteile von Konzentrationsprozessen im Gesundheitswesen und Bedingungen für Wachstum auf Basis endogener Wachstumstheorien
3.1 Vorteile von Konzentrationsprozessen
3.2 Nachteile von Konzentrationsprozessen
3.3 Randbedingungen für Wachstum im Gesundheitssystem auf der Basis endogener Wachstumstheorien
4. Quo vadis? – Eine prognostische Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen von Konzentrationsprozessen im Gesundheitswesen
5. Zusammenfassung
6. Literaturverzeichnis
Die Arbeit analysiert Konzentrationsprozesse im deutschen Gesundheitswesen, insbesondere bei Krankenhäusern der Maximalversorgung, und bewertet deren Auswirkungen auf die Leistungserbringer unter Berücksichtigung ökonomischer Skalen- und Verbundeffekte.
3.1 Vorteile von Konzentrationsprozessen
Ein Krankenhaus der Maximalversorgung ist bereits ein relativ großes und umfassendes Konstrukt, da sämtliche bzw. zumindest alle größeren Disziplinen vertreten sind. In der Peripherie dieser Versorgungszentren befinden sich in der Regel mehrere kleinere Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sowie Ärztezentren und niedergelassene Ärzte. Daneben gibt es weitere Disziplinen wie z. B. die Orthopädietechnik oder die Krankengymnastik, welche mit dem Krankenhaus u. U. eine vertragliche Beziehung haben. Im Umfeld des Krankenhauses existieren zudem zahlreiche kleinere Betriebe wie z. B. Frisöre, Blumenläden, Bestatter, Rehabilitationseinrichtungen, Altenheime, Zulieferer von Lebensmitteln, Medikamenten etc. oder auch Reinigungsunternehmen. Für das Krankenhaus besteht also potentiell die Möglichkeit, neben dem Zusammenschluss mit kleineren Versorgungseinrichtungen in der Peripherie (Abbildung 1), auch Geschäftsbereiche im Krankenhausumfeld einzubinden, oder aber auch ein gezieltes Outsourcing unwirtschaftlicher Bereiche, z. B. von täglichen Reinigungsleistungen im Krankenhaus, zu betreiben. Über Outsourcing ist es zudem möglich, Personalkosten, welche sich auf Basis einer Projektion aktueller Bedingungen bis 2020 um 47% erhöhen dürften, in Sachkosten umschichten zu können.
Vorteile im Zusammenschluss mit kleineren Versorgungseinheiten in der Peripherie liegen in einer Vergrößerung des räumlichen Einflusses bei gleichzeitiger Beseitigung eines Konkurrenten und damit einer Ausweitung potentieller Patientenzahlen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass in der peripheren Versorgungseinrichtung Spezialdisziplinen oder spezielles Wissen vorhanden sind, welche im Krankenhaus der Maximalversorgung nicht oder in unzureichendem Umfang vorhanden sind, d.h. eine Leistungserweiterung erreicht werden kann. Durch eine Erhöhung der Patientenzahlen können Strukturen und Geräte meist besser ausgelastet und durch die entsprechende Reduzierung der Grenzkosten Leistungen so kostengünstiger angeboten werden. Durch die aufgeführten Faktoren lassen sich also Skalen- und Verbundeffekte nutzen und so die Rentabilität des Unternehmens erhöhen.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den wachsenden Wettbewerbs- und Kostendruck im deutschen Gesundheitswesen, der zu verstärkten Konzentrationsprozessen bei Leistungserbringern führt.
2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen: Hier werden die ökonomischen Kernbegriffe der Skalen- und Verbundeffekte, Effizienz sowie die Grundlagen der endogenen Wachstumstheorie für den weiteren Kontext definiert.
3. Vor- und Nachteile von Konzentrationsprozessen im Gesundheitswesen und Bedingungen für Wachstum auf Basis endogener Wachstumstheorien: Dieses Kapitel untersucht die strategischen Vor- und Nachteile von Zusammenschlüssen im Kliniksektor und verknüpft sie mit den theoretischen Bedingungen endogener Wachstumsprozesse.
4. Quo vadis? – Eine prognostische Einschätzung der zukünftigen Entwicklungen von Konzentrationsprozessen im Gesundheitswesen: Auf Basis der ökonomischen Analyse wird eine Prognose zur weiteren Marktbereinigung und zur zukünftigen Struktur des Krankenhaussektors erstellt.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt die These auf, dass sich nach weiteren Konsolidierungen ein dynamisches Gleichgewicht zwischen wenigen großen Klinikkonzernen und spezialisierten Anbietern einstellen wird.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur.
Gesundheitswesen, Konzentrationsprozesse, Krankenhaus der Maximalversorgung, Skaleneffekte, Verbundeffekte, Endogene Wachstumstheorie, Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Effektivität, Marktbereinigung, Klinikgruppen, Gesundheitsökonomie, Wettbewerbsdruck, Leistungserbringer, Integrierte Versorgung
Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Hintergründen und Konsequenzen von Konzentrationsprozessen im deutschen stationären Gesundheitssektor.
Im Zentrum stehen die ökonomischen Mechanismen hinter Klinikzusammenschlüssen, insbesondere Skalen- und Verbundeffekte, sowie deren Bewertung mittels Wachstumstheorien.
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile einer Konzentration bei Leistungserbringern zu analysieren und eine prognostische Einschätzung zur Marktentwicklung abzugeben.
Die Autorin nutzt eine theoretische fundierte Analyse ökonomischer Konzepte und kombiniert diese mit dem aktuellen Stand der Krankenhausstatistik zur Ableitung einer Projektion.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der Auswirkungen von Konzentration auf Krankenhäuser der Maximalversorgung und eine prognostische Einschätzung zukünftiger Marktveränderungen.
Klinische Konzentrationsprozesse, Skalen- und Verbundeffekte, Ökonomisierung, Krankenhausmarkt und endogene Wachstumstheorie.
Ihnen fehlt oft die kritische Größe, um durch Skalen- und Verbundeffekte Kostenvorteile zu realisieren oder die notwendigen Investitionen in Technologie und Humankapital zu stemmen.
Die Arbeit prognostiziert eine fortschreitende Marktbereinigung, die in einem dynamischen Gleichgewicht zwischen wenigen großen, privaten Klinikkonzernen und spezialisierten kleineren Anbietern mündet.
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