Bachelorarbeit, 2010
36 Seiten, Note: 2,3
1. Abgrenzung der Thematik und Aufbau der Arbeit
2. Produktbegleitende Dienstleistungen
2.1 Grundlagen produktbegleitender Dienstleistungen
2.1.1 Bedeutung von produktbegleitenden Dienstleistungen im Wettbewerb
2.1.2 Integrierung von produktbegleitenden Dienstleistungen in das Geschäftskonzept
2.2 Die Problematik produktbegleitender Dienstleistungen
3. Geschäftsmodelle als Lösungsansatz
3.1 Definitionen Geschäftsmodell
3.2 Serviceorientierte Geschäftsmodelle
3.2.1 Grundlagen serviceorientierter Geschäftsmodelle
3.2.2 Betreibermodelle als Beispiel für serviceorientierte Geschäftsmodelle
3.3 Chancen und Risiken serviceorientierter Geschäftsmodelle
3.3.1 Perspektive der Anbieter
3.3.2 Perspektive der Nachfrager
4. Fazit und Forschungsausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den strategischen Wandel von produzierenden Unternehmen vom reinen Sachleister zum Dienstleister. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch serviceorientierte Geschäftsmodelle und die Integration hybrider Leistungsbündel Wettbewerbsvorteile generiert werden können, um sich in einem intensiven Preiswettbewerb zu differenzieren.
3.2.1. Grundlagen serviceorientierter Geschäftsmodelle
Die Grundlage für innovative Geschäftsmodelle bildet die Integration von Dienst- und Sachleistungen zu einem hybriden Leistungsbündel (vgl. Meier et al (2006), veröffentlicht im Internet [S. 429, Stand 01.12.2010]). Zu einem besseren Verständnis von hybriden Leistungsbündeln trägt die 2009 durchgeführte Umfrage zur Modernisierung der Produktion des Frauenhofer ISI bei. Hiernach konnten sich in der Praxis fünf solcher Produkt-Dienstleistungs-Bündel etablieren.
Dabei handelt es sich um Verfügbarkeitsgarantien, garantierte Lebenszykluskosten, Verträge über laufende Optimierung, Pay-on-Production und Chemikalienmanagement/-leasing. Bei dem Konzept der garantierten Lebenszykluskosten werden dem Kunden bestimmte Lebenszykluskosten während der Nutzungsdauer einer Maschine garantiert. Falls es zu einer Überschreitung dieser Kosten kommen sollte, wird eine Vertragsstrafe fällig.
Hingegen wird dem Kunden, bei einem Vertrag über laufende Optimierung, eine optimale Nutzung des Produktes gewährleistet. Bei dem Konzept des Chemikalienmanagement/-leasing, erwirbt der Kunde nicht länger die Chemikalie, sondern dessen Nutzung (vgl. Schröter et. al. (2010), veröffentlicht im Internet [S. 2 Stand 02.12.10]). Auf Verfügbarkeitsgarantien und Pay-on-Production wird später näher eingegangen.
Generell hängt die Zusammenstellung der Leistungsbündel von der Orientierung des Geschäftsmodells ab. Diese können funktions-, verfügbarkeits- oder ergebnisorientiert sein. Funktionsorientierte Geschäftsmodelle können durch den Verkauf einer Maschine und den zusätzlichen Abschluss eines Wartungsvertrages realisiert werden, wohingegen verfügbarkeitsorientierte Geschäftsmodelle den Abschluss einer Garantie beinhalten, die eine bestimmte Nutzungszeit verspricht. Hierzu gehören auch die erwähnten Verfügbarkeitsgarantien. Die letzte Ausprägung bilden die ergebnisorientierten Geschäftsmodelle, bei denen die Maschine vom Lieferanten selbst betrieben und die Produktionsleistung verkauft wird, was dem Konzept des Pay-on-Production entspricht.
1. Abgrenzung der Thematik und Aufbau der Arbeit: Das Kapitel führt in den steigenden Wettbewerbsdruck für Unternehmen ein und stellt die Notwendigkeit dar, durch produktbegleitende Dienstleistungen und neue Geschäftsmodelle zu innovativen Problemlösungen zu gelangen.
2. Produktbegleitende Dienstleistungen: Es werden die Grundlagen produktbegleitender Dienstleistungen definiert und deren wachsende Bedeutung im Wettbewerb sowie die organisatorische Herausforderung ihrer Integration in das Geschäftskonzept erörtert.
3. Geschäftsmodelle als Lösungsansatz: Dieser Hauptteil analysiert verschiedene Definitionen von Geschäftsmodellen, erarbeitet serviceorientierte Konzepte wie Betreibermodelle und stellt die jeweiligen Chancen und Risiken für Anbieter und Nachfrager gegenüber.
4. Fazit und Forschungsausblick: Das Fazit fasst die Entwicklung vom reinen Produktgeschäft zum Lösungsgeschäft zusammen und identifiziert die Notwendigkeit weiterer empirischer Forschung zur Profitabilität serviceorientierter Modelle.
Produktbegleitende Dienstleistungen, Serviceorientierte Geschäftsmodelle, Hybride Leistungsbündel, Betreibermodelle, Pay-on-Production, Wettbewerbsvorteil, Kundenbindung, Investitionsgüterindustrie, Produkt-Dienstleistungs-System, Differenzierung, Risikomanagement, Wertschöpfung, Problemlösung, Preiswettbewerb, Geschäftsmodellinnovation
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation produzierender Unternehmen, die zunehmend Dienstleistungen in ihr Angebot integrieren, um sich vom reinen Sachleister zum Problemlöser zu entwickeln.
Zentrale Themen sind produktbegleitende Dienstleistungen, der Aufbau hybrider Leistungsbündel, die Definition von Geschäftsmodellen sowie eine kritische Analyse von Chancen und Risiken für beteiligte Akteure.
Das Ziel besteht darin, innovative Geschäftsmodelle aufzuzeigen, bei denen das Hauptaugenmerk auf Dienstleistungen liegt, um Unternehmen Wege zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen jenseits des reinen Produktpreises aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Definitionsansätze und Konzepte sowie der Auswertung empirischer Erhebungen, wie etwa der ISI-Produktionsinnovationserhebungen.
Im Hauptteil werden der Begriff „Geschäftsmodell“ definiert, serviceorientierte Ansätze wie Betreibermodelle im Detail analysiert und die Vor- und Nachteile aus der Sicht von Anbietern und Nachfragern kritisch gegenübergestellt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere hybride Leistungsbündel, Betreibermodelle, Pay-on-Production, Wettbewerbsvorteil, Produkt-Dienstleistungs-System und Kundenbindung.
Der wesentliche Unterschied liegt im Eigentumstransfer: Beim Build-Operate-Own-Modell (BOO) verbleibt der Hersteller Eigentümer der Anlage, während beim Build-Operate-Transfer-Modell (BOT) ein Eigentumsübergang stattfindet.
Die Zurückhaltung resultiert häufig aus den wahrgenommenen Risiken, wie etwa Schwierigkeiten bei der Kostenabschätzung, dem Risiko der Abhängigkeit vom Anbieter oder der Sorge vor organisatorischen Veränderungen im eigenen Betrieb.
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