Diplomarbeit, 2009
72 Seiten
1. Einleitung
2. Der Dokumentarfilm – Einordnung und Begriffsklärung
3. Der Umgang mit Realität in der Dokumentarfilmgeschichte
3.1. Entstehung des Genre
3.2. Robert Flahertys „non-preconception“
3.3. „Das Leben, wie es ist“ – Dziga Vertov
3.4. Die Realität formen – Die Grierson Schule
3.5. Cinema Direct und Cinéma Vérité
4. Die (Re-)Konstruktion von Wirklichkeit im Dokumentarfilm
4.1. Ebenen der Realität nach Eva Hohenberger
4.2. Wirklichkeit und Wahrnehmung
4.3. Objektivität und Subjektivität
4.4. Authentizität und Glaubwürdigkeit
4.5. Authentisierungsstrategien
4.6. Die Rezeption
5. Dokumentarische Subjektivität in Hubert Saupers „Darwin’s Nightmare“
5.1. Vorfilmische Realität
5.2. Realität Film
5.3. Filmische Realität
5.4. Analyse der filmischen Realität
5.5. Nachfilmische Realität
6. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht den Dokumentarfilm und seinen Bezug zur Wirklichkeit, wobei insbesondere analysiert wird, ob der Dokumentarfilm seinen Wirklichkeitsanspruch erfüllen kann, welche gesellschaftliche Rolle er einnimmt und wie formale sowie ästhetische Gestaltungsmittel die Rezeption steuern.
Die (Re-)Konstruktion von Wirklichkeit im Dokumentarfilm
Das folgende Kapitel soll die Zusammenhänge von Dokumentarfilm, Realität und Rezeption über einen theoretischen Zugang erschließen. Gleichzeitig soll es den Analyserahmen geben für die Auseinandersetzung mit dem Dokumentarfilm „Darwin’s Nightmare“ im Anschluss. Die Realitätsbezüge des Dokumentarfilms sind sehr viel komplexer als die Annahme, der Dokumentarfilm bilde die Realität ab. Eva Hohenbergers Modell der unterschiedlichen Realitätsebenen des Filmprozesses macht dies deutlich. Bei der Auseinandersetzung mit dem Begriff der Realität auf die sich der Dokumentarfilm beziehen soll, wird schnell klar, dass es nicht nur ‚die eine‘ Realität geben kann.
1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Relevanz von Dokumentarfilmen in Krisenzeiten und die Zielsetzung der Arbeit, den Wirklichkeitsbezug und die ästhetische Gestaltung zu untersuchen.
2. Der Dokumentarfilm – Einordnung und Begriffsklärung: Gesellschaftliche Verortung des Genres und Abgrenzung des klassischen Dokumentarfilms als Autorenfilm von hybriden TV-Formaten.
3. Der Umgang mit Realität in der Dokumentarfilmgeschichte: Historischer Abriss über die Entwicklung von Ansätzen und technischen Möglichkeiten, die das Verständnis von Realität im Dokumentarfilm geprägt haben.
4. Die (Re-)Konstruktion von Wirklichkeit im Dokumentarfilm: Theoretische Auseinandersetzung mit Realitätsebenen, Wahrnehmung, Objektivitätsansprüchen und Authentisierungsstrategien im Dokumentarfilm.
5. Dokumentarische Subjektivität in Hubert Saupers „Darwin’s Nightmare“: Exemplarische Analyse des Films in seinem Entstehungs- und Verwertungszusammenhang zur Verdeutlichung seines subjektiven Charakters.
6. Schlussfolgerungen: Zusammenführung der Erkenntnisse und Verdichtung der Ergebnisse zur Rolle des Dokumentarfilmers als Mittler zwischen Realität und Zuschauer.
Dokumentarfilm, Realität, Wirklichkeit, Authentizität, Glaubwürdigkeit, Subjektivität, Objektivität, (Re-)Konstruktion, Darwin’s Nightmare, Hubert Sauper, Rezeption, Filmgeschichte, Dokumentarische Subjektivität, Inszenierung, Authentisierungsstrategien
Die Diplomarbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Wirklichkeitsanspruch des Dokumentarfilms und seiner tatsächlichen Konstruiertheit durch formale und ästhetische Gestaltungsmittel.
Es werden die historische Entwicklung des Dokumentarfilms, die theoretischen Ebenen der Realitätsproduktion sowie die Authentisierungsstrategien von Filmemachern analysiert.
Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein objektiver Dokumentarfilm unmöglich ist und dass formale Gestaltung die Rezeption massiv beeinflusst, anhand einer Analyse von „Darwin’s Nightmare“.
Es wird ein theoretischer Rahmen zur Realitätskonstruktion (u.a. nach Eva Hohenberger) aufgestellt und dieser mittels einer exemplarischen, inhaltsanalytischen Fallstudie des Films „Darwin’s Nightmare“ konkretisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-theoretische Fundierung des Genres und eine detaillierte Analyse der subjektiven Gestaltungsmittel in Hubert Saupers Werk.
Zentrale Begriffe sind Wirklichkeit, Authentizität, Glaubwürdigkeit, Subjektivität und die (Re-)Konstruktion im Dokumentarfilm.
Authentisierung wird als die bewusste Gestaltung filmischer Strategien verstanden, die beim Zuschauer den Eindruck von Echtheit und Glaubwürdigkeit erzeugen sollen, um eine subjektive Vision als Realität zu vermitteln.
Die Montage wird als rhetorisches Mittel eingesetzt, um Fakten in einen bestimmten Zusammenhang zu bringen und so eine spezifische politische Argumentationslinie (Globalisierungskritik) zu stützen.
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