Diplomarbeit, 2010
185 Seiten, Note: 1,5
A. Einleitung
1. Thema und Problem
2. Aktueller Forschungsstand
3. Ziele und Fragestellungen
4. Methodisches Vorgehen
5. Aufbau der Arbeit
B. Grundlagen
6. Stadtplanung und Steuerung räumlicher Entwicklung
6.1 Zum Begriff der Stadtplanung
6.2 Einordnung in das System der räumlichen Planung
6.3 Akteure und Steuerung in der Stadtplanung
7. Geoinformatik und Geoinformation in der Stadtplanung
7.1 Geoinformatik und Geoinformation
7.2 Normen, Standards und Gesetze
7.3 Geoinformatik-Anwendungen in der Stadtplanung
7.4 Von Governance und E-Government zu geoGovernment
8. Stadtplanung im Kontext der Nachhaltigkeit
8.1 Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Stadtplanung
8.2 Geoinformation und nachhaltige Entwicklung
8.3 Ziele und Prinzipien der nachhaltigen Stadtplanung
8.4 Aufgaben und Instrumente der nachhaltigen Stadtplanung
9. Anforderungen der nachhaltigen Stadtplanung an GI-Anwendungen
9.1 Nutzer
9.2 Daten
9.3 Funktionalität
9.4 Präsentation
C. Konzeption einer erweiterten Kosten-Nutzen-Betrachtung von GI-Anwendungen
10. Kosten
10.1 Daten
10.2 Personal
10.3 Hardware und Software
10.4 Wartung und Aktualisierung
11. Nutzen
11.1 Verbesserte Entscheidungsfindung
11.2 Verbesserte Kommunikation und Kooperation
11.3 Zeit- und Kostenersparnisse
12. Methoden und Konzepte der Kosten-Nutzen-Bewertung von GI-Anwendungen
12.1 Kosten-Nutzen-Analyse (KNA/CBA)
12.2 Multikriterienanalyse (MKA/MCA)
12.3 Verbal-argumentativer Ansatz
13. Konzeption
D. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
14. Zusammenfassung
15. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine fundierte Konzeption für eine erweiterte Kosten-Nutzen-Betrachtung von Geoinformatik-Anwendungen in der nachhaltigen Stadtplanung zu entwickeln. Dabei wird analysiert, wie diese Anwendungen Entscheidungsprozesse qualitativ verbessern können und welche Bewertungsverfahren für ihre Kosten und Nutzen geeignet sind.
1. Thema und Problem
„Es wird geschätzt, dass circa 80 Prozent aller Entscheidungen im öffentlichen und privaten Leben einen räumlichen Bezug haben, daher nutzt voraussichtlich jeder regelmäßig Geoinformationen, oftmals ohne es direkt zu realisieren.“ (IMAGI 2010, S.9). Geoinformatik, Geoinformation (GI), Geodaten und ihre populären Anwendungen (z. B. Google Maps, Google Streetview, Bing Maps) oder Anwendungen öffentlicher Verwaltungen (z. B. Auskunftssysteme, digitale (interaktive) Stadtpläne, 3D Stadtmodelle, Geoportale und Geowebdienste) werden aktuell in vielen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens genutzt.
Mit der Entwicklung der Informationsgesellschaft und der zunehmenden Anzahl von Internetnutzern (in Deutschland 79,1%, weltweit 28,7% (IWS 2010)) wurden und werden Verwaltungsabläufe und die Partizipation der Bürger im Rahmen des E-Government mit der Nutzung von Geoinformatik (z. B. digitale Pläne, raumbezogene Informationssysteme und Datenbanken) von der Ebene der Europäischen Union (EU) bis hin zur lokalen Ebene weiterentwickelt und verbessert. Aufgrund dieser Entwicklung werden die Bestrebungen, einen einheitlichen Rahmen, im Sinne der Geodateninfrastrukturen (GDI) und Metadaten der verwendeten Geodaten, zu schaffen, national und international vorangetrieben. Für den Bereich der Geoinformation werden durch die GDI und das GI-Management, in denselben Ebenen, Rahmenbedingungen geschaffen um eine Interoperabilität, den Austausch und die gemeinsame Bearbeitung der Daten, Analyse und Fortführung der Geoinformationen zu gewährleisten. Ein entscheidender Schritt, um dies auf EU-Ebene zu erreichen ist dabei seit 2007 die INSPIRE-Initiative. In Deutschland werden diese Ziele durch die GDI-DE Initiative auf Bundesebene und durch die GDI-Initiativen auf Länderebene (z. B. GDI Initiative Sachsen, GDI-NRW, GDI-NI, GDI-BE/BB) umgesetzt.
A. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet das Problemfeld der fehlenden Standards zur Bewertung von GI-Anwendungen und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit.
B. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente der Stadtplanung, der Geoinformatik sowie des nachhaltigen Planens im Kontext von GDI und E-Government dargelegt.
C. Konzeption einer erweiterten Kosten-Nutzen-Betrachtung von GI-Anwendungen: Dieses Kapitel kategorisiert Kosten und Nutzen, stellt verschiedene Bewertungsmethoden gegenüber und entwirft einen Leitfaden für die Praxis.
D. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Diese Sektion rekapituliert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und bewertet den zukünftigen Bedarf für weiterführende Forschung und Standardisierung.
Stadtplanung, Geoinformatik, Nachhaltigkeit, Kosten-Nutzen-Analyse, Geodateninfrastruktur (GDI), E-Government, Nutzwertanalyse, Datenqualität, GIS, Entscheidungsfindung, Nachhaltige Entwicklung, Kommunale Planung, Interoperabilität, Geoinformation
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption einer erweiterten Kosten-Nutzen-Betrachtung für Geoinformatik-Anwendungen im Bereich der nachhaltigen Stadtplanung, da hierfür bisher keine einheitlichen Standards existieren.
Die zentralen Felder umfassen die Stadtplanung, Geoinformatik, Nachhaltigkeit sowie Methoden der betriebswirtschaftlichen Bewertung in der öffentlichen Verwaltung.
Das Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens zur Bewertung von GI-Anwendungen, der sowohl monetäre als auch nachhaltigkeitsbezogene und qualitative Kriterien einbezieht.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literatur- und Quellenrecherche, die mit einer qualitativen Inhaltsanalyse sowie der induktiven und deduktiven Kategorienbildung verknüpft wird.
Der Hauptteil analysiert die Grundlagen der Stadtplanung, Anforderungen an GI-Anwendungen (Nutzer, Daten, Funktionen) sowie die Kosten- und Nutzenkategorien und deren Bewertungsmethoden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stadtplanung, Geodateninfrastruktur (GDI), Kosten-Nutzen-Analyse, GI-Anwendungen und Nachhaltigkeit geprägt.
Da in der Stadtplanung häufig soziale, ökologische und intangible Aspekte eine zentrale Rolle spielen, erfordern diese über das rein Monetäre hinausgehende Bewertungsansätze wie die Multikriterienanalyse.
Die GDI fungiert als notwendige Infrastruktur für den interoperablen Austausch von Geodaten, was die Grundlage für effizientere Planungsprozesse und eine bessere Entscheidungsfindung bildet.
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