Examensarbeit, 2009
95 Seiten, Note: 2,3
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1. Aufbau der Arbeit
1.2. Methodisches Vorgehen
1.3. Begriffsklärungen
1.3.1. Die „Platte“
1.3.2. Städtebauliche Projekte:
1.4. Thesen der Arbeit
2. Die Großsiedlung Marzahn
2.1. Beschreibung des Untersuchungsgebietes
2.2. Das Dorf und der Bezirk Marzahn
2.3. Rahmenbedingungen der Entstehung der Großsiedlung Marzahn
2.3.1. Bevölkerungsentwicklung in Ostberlin
2.3.2. Städte- und Wohnungsbau in der DDR
2.4. Bau der Großsiedlung Marzahn
2.5. Einflüsse der Errichtung der Großsiedlung auf Ostberlin
2.5.1. Bevölkerungsverteilung
2.5.2. Wohnungsgrößenverteilung
3. Notwendigkeit städtebaulicher Projekte nach der Wiedervereinigung
3.1. Herausstellung der Notwendigkeit städtebaulicher Projekte anhand der Analyse der Indikatoren
3.1.1. Bevölkerungsentwicklung
3.1.1.1. Ausländer
3.1.1.2. Aussiedler und Spätaussiedler
3.1.2. Altersstruktur
3.1.3. Privathaushalte
3.1.4. Bildungsstruktur
3.1.5. Arbeitslosigkeit und Sozialhilfeempfänger
3.1.6. Einkommen
3.2. Weitere Gründe für die Notwendigkeit städtebaulicher Projekte
3.2.1. Wohnbestand - und Qualität
3.2.2. Probleme von Wohnhochhäusern
3.2.3. Leerstände
3.2.4. Wohnumfeld
3.2.5. Veränderte Wohnbedürfnisse
3.2.6. Stadtentwicklungspolitik
3.3. Bewertung der Ausgangssituation
4. Städtebauliche Projekte in der Großsiedlung Marzahn im Rahmen der Förderprogramme des Bundes und der Länder
4.1. Voraussetzungen für die Planung des Förder- und Handlungsbedarfs in der Großsiedlung
4.2. Modernisierung und Instandsetzung der Wohnungen und Wohngebäude
4.3. Bund-Länder Förderprogramm: „Städtebauliche Weiterentwicklung großer Neubaugebiete in den neuen Ländern und im Ostteil Berlins“
4.4. „Stadtumbau Ost“
4.4.1. Abriss- und Teilrückbau von Gebäuden
4.4.2. Um- und Wiedernutzung von baulichen Anlagen
4.4.3. Nachnutzung oder verträgliche Zwischennutzung
5. Wirkungen städtebaulicher Projekte
5.1. Gegenwärtiger Stand städtebaulicher Projekte
5.2. Wirkungen auf die Indikatoren
5.2.1. Bevölkerungsentwicklung
5.2.2.1. Ausländer
5.2.2.2. Aussiedler und Spätaussiedler
5.2.2. Altersstruktur
5.2.3. Privathaushalte
5.2.4. Bildungsstruktur
5.2.5. Arbeitslosigkeit und Sozialhilfeempfänger
5.2.6. Einkommen
5.2.7. Zusammenfassung und Bewertung der Indikatoren
6. Grenzen städtebaulicher Projekte
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die städtebauliche Entwicklung und die Auswirkungen verschiedener Förderprogramme auf die Großsiedlung Marzahn seit der Wiedervereinigung. Ziel ist es, zu analysieren, ob und inwieweit städtebauliche Maßnahmen zur sozialen Stabilisierung und zur Zukunftsfähigkeit des Gebietes beitragen konnten, insbesondere angesichts von Bevölkerungsrückgang und Segregationsprozessen.
3.2.2. Probleme von Wohnhochhäusern
Ein nicht zu unterschätzendes Problem bei der Betrachtung der Zukunftsfähigkeit der Plattenbauten aus der ehemaligen DDR ist der Bestand und die Qualität der Hochhäuser an sich, egal ob sie sich im Stadtzentrum oder in den Randbereichen befinden.
Allein die Hausform ist sehr anfällig für jede Art von Störungen des Zusammenlebens. Die Anonymität macht es besonders schwer sich, im Falle von Beschädigungen oder sonstig störendem Verhalten, mit den Nachbarn, oder den Konfliktparteien auseinander zu setzten. Aber gerade diese Gespräche könnten zu einer stärkeren sozialen Integration führen. Es genügt meistens schon, wenn sich ein bis zwei Haushalte rücksichtslos gegenüber den Nachbarn oder dem Haus verhalten, dass eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt wird Die mobilen Mieter (meistens einkommensstärkere Familien mit Kindern) ziehen aus. Die Schäden an Häusern und Wohnungen können aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Wohnungsbaugesellschaften oft nicht schnell genug beseitigt werden, sodass in die freiwerdenden Wohnungen, häufiger einkommensschwächere Familien nachziehen.
Nach und nach ist somit eine soziale Ausgrenzung sozial schwachen Familien nicht mehr aufzuhalten. Die Architektur eines Wohnhauses entscheidet allerdings nicht allein über die Stabilität des sozialen Wohnfeldes. Es gibt genügend Beispiele von Hochhäusern, in denen ein sozialverträgliches Zusammenleben durchaus möglich ist, dennoch bieten diese Häuser enorme Angriffsflächen für das „kippen“ des sozialen Milieus (vgl. Senatserwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie 1998, S.66f).
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Großsiedlungen nach der Wiedervereinigung und die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Die Großsiedlung Marzahn: Darstellung der Entstehungsgeschichte, der Rahmenbedingungen in der DDR und der baulichen Spezifika der Großsiedlung.
3. Notwendigkeit städtebaulicher Projekte nach der Wiedervereinigung: Analyse der demografischen und sozialen Indikatoren sowie des Wohnungsbestandes zur Identifikation des Handlungsbedarfs.
4. Städtebauliche Projekte in der Großsiedlung Marzahn im Rahmen der Förderprogramme des Bundes und der Länder: Vorstellung der Förderinstrumente wie „Stadtumbau Ost“ und deren konkrete Umsetzung.
5. Wirkungen städtebaulicher Projekte: Evaluation der bisherigen städtebaulichen Maßnahmen und deren Auswirkungen auf sozio-demografische Indikatoren.
6. Grenzen städtebaulicher Projekte: Diskussion der Limitationen städtebaulicher Interventionen angesichts sozioökonomischer Pull- und Push-Faktoren.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der erreichten Stabilität und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung Marzahns.
Großsiedlung Marzahn, Stadtumbau Ost, Plattenbau, Soziale Segregation, Demografischer Wandel, Wohnumfeld, Städtebauförderung, Wohnungsleerstand, Sozialstruktur, Bevölkerungsentwicklung, Wohnzufriedenheit, Stadtentwicklungspolitik, Sanierung, Rückbau, Wohnungsmarkt.
Die Arbeit untersucht die städtebauliche und soziale Entwicklung der Großsiedlung Marzahn in Berlin nach der Wiedervereinigung und evaluiert, wie städtebauliche Förderprogramme auf diese Siedlungsstruktur gewirkt haben.
Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen von Modernisierungs-, Abriss- und Wohnumfeldmaßnahmen sowie der Umgang mit dem demografischen Wandel und sozialen Entmischungsprozessen.
Die Arbeit analysiert, inwieweit städtebauliche Projekte zur langfristigen Stabilisierung und Zukunftsfähigkeit der Großsiedlung Marzahn beitragen konnten.
Die Verfasserin nutzt eine Indikatorenanalyse, bei der soziale und demografische Daten vor und nach der Durchführung städtebaulicher Maßnahmen verglichen werden, um deren Wirkung zu bewerten.
Der Hauptteil befasst sich mit der Bestandsaufnahme der Ausgangssituation, der Erläuterung der verschiedenen Förderprogramme wie „Stadtumbau Ost“ und der detaillierten Wirkungsanalyse anhand von Indikatoren wie Arbeitslosigkeit, Einkommen und Bevölkerungsstruktur.
Typische Begriffe sind Großsiedlung, Plattenbau, Stadtumbau Ost, soziale Segregation, demografischer Wandel und Wohnumfeld.
Die Ahrensfelder Terrassen dienen als beispielhaftes Projekt für gelungene Grundrissumgestaltungen und Teilrückbaumaßnahmen, die zu einer gesteigerten Wohnzufriedenheit und Attraktivität für spezifische Zielgruppen geführt haben.
Die Autorin stellt fest, dass die städtebaulichen Projekte zwar eine schnellere soziale Verschlechterung abmildern konnten, die langfristige soziale Stabilität jedoch durch den fortwährenden Wegzug einkommensstarker Gruppen und den Zuzug einkommensschwächerer Haushalte weiterhin gefährdet bleibt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

