Masterarbeit, 2011
93 Seiten, Note: 1,7
A. Einleitung
B. Hauptteil
1. „Freizeit“ – Begriff, Definitionen und Entwicklung
1.1 Begriff und Definitionen von Freizeit
1.2 Geschichte des Freizeitbegriffs
2. Veränderte Kindheit und Auswirkungen auf die Freizeit
2.1 Merkmale der veränderten Kindheit
2.2 Thesen, die sich aus der veränderten Kindheit ergeben
3. Studien zum Freizeitverhalten von Kindern
3.1 KIM Studie 2010
3.1.1 Zur Studie allgemein
3.1.2 Ausgewählte Ergebnisse der Studie
3.1.2.1 Themeninteressen der Kinder
3.1.2.2 Medienausstattung und Medienbesitz
3.1.2.3 Freizeitaktivitäten nach Häufigkeit
3.1.2.4 Medienbindung
3.1.2.5 Wo werden die verschiedenen Medien genutzt?
3.1.2.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.2 Vergleichsstudie: Stadt-Land
3.2.1 Zur Studie allgemein
3.2.2 Der Fragebogen
3.2.3 Die Schulen
3.2.4 Anmerkungen
3.2.5 Analyse der Ergebnisse
3.3 Vergleich der zwei Studien
4. Konsequenzen für Eltern und Schule
4.1 Allgemeine Konsequenzen
4.2 Konsequenzen im medialen Bereich
C. Schlussteil/Fazit
D. Literaturverzeichnis
E. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht das Freizeitverhalten von Grundschulkindern unter besonderer Berücksichtigung des Gegensatzes zwischen medialen und non-medialen Aktivitäten sowie dem Einfluss des Wohnortes (Stadt vs. Land). Ziel ist es, die Auswirkungen der "neuen Kindheit" auf die Freizeitgestaltung zu analysieren und Konsequenzen für Eltern sowie die pädagogische Arbeit in Schulen abzuleiten.
A. Einleitung
„Freizeit bedeutet für mich kein Fernsehen gucken, sondern Fahrrad fahren oder joggen und mit Freunden treffen.“
„Freizeit bedeutet für mich Fernsehen gucken und mit meinen Freunden oder meinem Bruder X-Box oder Computer spielen.“
Diese beiden Aussagen von zwei Grundschülern der vierten Klasse könnten unterschiedlicher nicht sein, sind jedoch Antwort auf ein- und dieselbe Frage, nämlich: „Was bedeutet für dich Freizeit?“.
Diese Frage ist in der Tat nicht ganz einfach und eindeutig zu beantworten und ruft bei verschiedenen Personen unterschiedliche Vorstellungen hervor, die mit dem Begriff „Freizeit“ verbunden werden können. Befragt man z.B. Lehrer nach dem Freizeitverhalten ihrer Kinder, erhält man sehr unterschiedliche Antworten. Auf der einen Seite wird häufig der Verlust von Kreativität und Eigeninitiative beklagt, andererseits verweisen aber auch viele Erwachsene auf neue Kompetenzen und Qualitäten in den Freizeitbeschäftigungen von Kindern.
Der Freizeit kommt im Aufwachsen von Kindern eine wichtige Bedeutung zu, da sie diverse Funktionen erfüllt. Neben der Bedeutung als ein Ort des informellen Lernens, bei dem Kinder „spielerisch“ und „unbewusst“ bestimmte Fähigkeiten erwerben, steht Freizeit aber vor allem für Spaß und Erholung und wirkt sich stark auf das Wohlbefinden der Kinder aus.
A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität des Freizeitbegriffs bei Kindern ein und skizziert die methodische Anlage der Arbeit, inklusive des Vergleichs zwischen städtischem und ländlichem Raum.
1. „Freizeit“ – Begriff, Definitionen und Entwicklung: Das Kapitel nähert sich dem Freizeitbegriff durch verschiedene Definitionen und einen historischen Abriss, der vom Nationalsozialismus bis hin zur heutigen medienorientierten Phase reicht.
2. Veränderte Kindheit und Auswirkungen auf die Freizeit: Hier werden Merkmale der "neuen Kindheit" wie Verhäuslichung, Verplanung, Verinselung und Kommerzialisierung analysiert und in Thesen zum kindlichen Freizeitverhalten übersetzt.
3. Studien zum Freizeitverhalten von Kindern: Dieser Hauptteil analysiert die KIM-Studie 2010 sowie die Ergebnisse der eigenen Vergleichsstudie zwischen einer städtischen und einer ländlichen Schule hinsichtlich der Mediennutzung und des Aktivitätsspektrums.
4. Konsequenzen für Eltern und Schule: Das Kapitel leitet aus den Erkenntnissen praktische pädagogische Ansätze zur Freizeiterziehung und zur Förderung einer kritischen Medienkompetenz ab.
C. Schlussteil/Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und resümiert, dass mediale und non-mediale Freizeitbeschäftigungen heute nebeneinander existieren und eine bewusste Förderung durch Eltern und Schule erfordern.
Freizeitverhalten, Grundschüler, neue Kindheit, Medienkonsum, Medienkompetenz, Verhäuslichung, Vergleichsstudie, Stadt-Land-Vergleich, KIM-Studie, Freizeiterziehung, Medienerziehung, Medienbindung, Freizeitstress, Sozialkontakte, Kindheit im Wandel.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich des Freizeitverhaltens von Grundschulkindern unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wohnumgebungen (Stadt und Land).
Im Zentrum stehen die Mediennutzung, die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen („neue Kindheit“) auf das kindliche Zeitbudget und die Rolle der Eltern sowie der Schule bei der Freizeitgestaltung.
Es soll untersucht werden, wie sich der Wohnort auf das Freizeitverhalten auswirkt und ob Kinder in städtischen Gebieten ein anderes Mediennutzungsverhalten aufweisen als Kinder in ländlichen Räumen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen sowie einer eigenen empirischen Vergleichsstudie, bei der Schülerinnen und Schüler dritter und vierter Klassen mittels Fragebögen befragt wurden.
Neben einer theoretischen Einbettung (Freizeitbegriff, veränderte Kindheit) werden die KIM-Studie 2010 analysiert und die Ergebnisse der eigenen Befragung im Stadt-Land-Vergleich detailliert ausgewertet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „neue Kindheit“, „Medienkompetenz“, „Freizeitverhalten von Grundschülern“, „Verhäuslichung“ und „Stadt-Land-Vergleich“ geprägt.
Es zeigt sich, dass beispielsweise das „Draußen spielen“ in ländlichen Räumen einen deutlich höheren Stellenwert einnimmt als bei Stadtkindern, während städtische Kinder tendenziell eine höhere Medienaffinität zeigen.
Die Arbeit betont, dass Schulen eine zentrale Rolle bei der Vermittlung von Medienkompetenz spielen und Medien aktiv als didaktisches Werkzeug in den Unterricht integrieren sollten, statt sie nur zu kritisieren.
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