Diplomarbeit, 2003
133 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. BEGRIFFSDEFINITIONEN
2.1 Europa als Kommunikationsraum
2.1.1 Die Kommunikationsraum-These von Kleinsteuber
2.1.2 Raum, Kommunikation und Rundfunk
2.1.3 Faktoren der Raumbildung
2.2 Kultur
2.2.1 Der Kulturbegriff von Arte
2.2.2 Kritik an kulturellen Programmen
2.3 Der europäische Kanal Arte
2.3.1 Der Vorgänger Eurikon
2.3.2 Der Vorgänger Europa-TV
2.4 Fernsehen und Europäische Integration
2.4.1 Der Integrationsbegriff
2.4.2 Der Identitätsbegriff
3. ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE VON ARTE
3.1 Voraussetzungen auf europäischer Ebene
3.1.1 Grundlegende Verträge – Regelungskompetenz der EU
3.1.2 Tätigkeiten der Europäischen Institutionen
3.1.2.1 Europäisches Parlament
3.1.2.2 Ministerrat
3.1.2.3 Europäische Kommission
3.1.3 Tätigkeiten des Europarats
3.1.4 Die Richtlinie “Fernsehen ohne Grenzen” von 1989
3.1.5 Vergleich Europaratskonvention / Fernsehrichtlinie
3.2 Voraussetzungen in Deutschland und Frankreich
3.2.1 Frankreichs Weg zu Arte
3.2.1.1 Französisches Kulturfernsehen: LA SEPT
3.2.1.2 Französisches Interesse und Strategie
3.2.2 Deutschlands Weg zu Arte
3.2.2.1 Deutsches Kulturfernsehen: Dritte Programme, 3sat, 1Plus und Vox
3.2.2.2 Deutsches Interesse und Strategie
3.2.3 Gemeinsame Erklärungen und Vertrag zum Europäischen Kulturkanal
3.2.3.1 Gemeinsame Erklärungen zum Europäischen Fernsehkulturkanal
3.2.3.2 Vertrag zum Europäischen Fernsehkulturkanal
3.2.3.3 Arte-Gründungsvertrag
4. ARTE ALS KOMMUNIKATIONSRAUM-PROGRAMM
4.1 Externe Konfliktlinien
4.1.1 Politik – Zentralismus trifft auf Föderalismus
4.1.2 Recht – Rechtliche Vorgaben
4.1.3 Wirtschaft – Ökonomischer Raum
4.1.4 Technik – Technische Dimension
4.1.5 Kultur – Kulturraum trotz Differenzen
4.1.6 Zusammenfassung der Externen Konfliktlinien
4.2 Interne Konfliktlinien
4.2.1 Politik – Interne Politik des Senders
4.2.1.1 Erweiterung um neue Mitglieder
4.2.1.2 Streit um Arte-Präsidentschaftskandidaten
4.2.2 Recht – Struktur des Senders
4.2.2.1 Organisation der nationalen Pole
4.2.2.2 Gesellschaftsform und Organisation der Zentrale
4.2.3 Wirtschaft – Marktanteil, Rentabilität
4.2.3.1 Marktanteil
4.2.3.2 Rentabilität
4.2.4 Technik – Reichweiten, Empfang und technische Probleme
4.2.4.1 Reichweiten, Empfang
4.2.4.2 Technische Schwierigkeiten
4.2.5 Kultur – Interne kulturelle Differenzen
4.2.5.1 Der Arte-Journalismus
4.2.5.2 Zuschauerprofil
4.2.6 Zusammenfassung der internen Konfliktlinien
4.3 Conclusio aus der Untersuchung des Kommunikationsraums
5. EUROPÄISCHE INTEGRATION
5.1 Arte und die Europäische Integration
5.2 Anspruch und Ziele von Arte
5.3 Mittel der Integration bei Arte
5.3.1 Der regard croisé
5.3.2 Programmprofil
5.4 Medienwirkung von Arte
5.4.1 Europäische Öffentlichkeit – Arte-Publikum
5.4.2 Arte und Medienwirkungs-Konzepte
5.5 Probleme für die Integration durch Arte
5.5.1 Sprache
5.5.2 Publikum
5.5.3 Defizite im Kommunikationsraum
5.6 Zusammenfassung
6. CONCLUSIO UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Kultursender Arte als Instrument zur Förderung der europäischen Integration fungieren kann, indem Europa als ein Kommunikationsraum begriffen wird, den es durch mediale Arbeit zu gestalten und zu integrieren gilt.
3.2.1.1 Französisches Kulturfernsehen: LA SEPT
1986 wurde LA SEPT (La Société d´Edition de Programm de Télevision) gegründet. LA SEPT ist eine AG (Französisch: Société Anonyme, S. A.), an der auch heute noch France 3 (früher FR 3), mit 45 Prozent, der Staat Frankreich mit 25 Prozent, Radio France mit 15 Prozent und das Institut National de l´Audiovisuel (INA) mit 15 Prozent beteiligt sind.
LA SEPT sollte anders sein. Es hatte keine eigenen Produktionseinrichtungen, kein Studio und kein Personal für Eigenproduktkionen. Das Organisationsgefüge trennte Herstellung, Verlag und Sendeanstalt. Die Führung hatte einen Aufsichtsrat und ein Direktorium inne. Es gab drei Programmredaktionen, die nach Programmform, Programminhalt und Zielgruppe organisiert waren.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Vision eines europäischen Kulturkanals, Darstellung des Forschungsgegenstands und der methodischen Herangehensweise.
2. BEGRIFFSDEFINITIONEN: Klärung zentraler Begriffe wie Kommunikationsraum, Kultur, europäische Integration und Identität als theoretisches Fundament der Untersuchung.
3. ZUR ENTSTEHUNGSGESCHICHTE VON ARTE: Detaillierte Betrachtung der politischen Motivationen und rechtlichen Voraussetzungen auf europäischer Ebene sowie in den Gründerstaaten Deutschland und Frankreich.
4. ARTE ALS KOMMUNIKATIONSRAUM-PROGRAMM: Untersuchung externer und interner Konfliktlinien in den Bereichen Politik, Recht, Wirtschaft, Technik und Kultur, die den Sendealltag und die Struktur von Arte prägen.
5. EUROPÄISCHE INTEGRATION: Diskussion der Möglichkeiten zur Förderung einer europäischen Identität durch Programmgestaltung, spezifische journalistische Mittel wie den regard croisé sowie die Analyse der Medienwirkung.
6. CONCLUSIO UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Rolle von Arte als europäischer Sender und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hinsichtlich einer weiteren Integration.
Arte, Europäische Integration, Kommunikationsraum, Kulturkanal, Medienpolitik, Europäische Identität, Rundfunkrecht, regard croisé, Medienwirkung, Programmgestaltung, öffentlich-rechtliches Fernsehen, deutsch-französische Zusammenarbeit, europäische Öffentlichkeit, Senderstruktur, Kulturraum.
Die Arbeit analysiert, inwiefern der deutsch-französische Kulturkanal Arte als Medium zur Förderung der europäischen Integration betrachtet werden kann und welche Rolle er innerhalb des europäischen Kommunikationsraums spielt.
Zentrale Themen sind die historische Genese des Senders, die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie die Herausforderungen in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Kultur bei der Etablierung eines grenzüberschreitenden Programms.
Die Forschungsfrage untersucht, ob und wie Arte durch sein Programm einen Beitrag zur Integration des europäischen Kommunikationsraums leistet und welche Probleme sich hierbei für den Sender ergeben.
Die Arbeit nutzt einen kommunikationswissenschaftlichen Ansatz, der den Raum Europa in fünf Faktoren – Politik, Recht, Wirtschaft, Technik und Kultur – unterteilt und diese einzeln auf Arte und den umgebenden Kommunikationsraum anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Entstehungsgeschichte, die Untersuchung der externen und internen Konfliktlinien sowie die differenzierte Betrachtung von Integrationsmitteln und Medienwirkungen durch Arte.
Wichtige Begriffe sind Europäische Integration, Kommunikationsraum, Kulturkanal, Arte, regard croisé, Medienpolitik und Identitätsbildung.
Der "regard croisé" oder "überkreuzte Blick" ist ein spezifisches journalistisches Mittel von Arte, um Themen aus der Sicht des Nachbarlandes zu beleuchten und so das Verständnis für die jeweils andere Kultur zu fördern.
Die Arbeit identifiziert insbesondere die unterschiedlichen Sehgewohnheiten, Sprachbarrieren und die Schwierigkeit, ein breites Publikum außerhalb der ohnehin interessierten Schichten zu erreichen, als wesentliche Hindernisse für eine effektive Integrationsförderung.
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