Bachelorarbeit, 2011
63 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Ankerstudie
1.2 Entscheidungen mit Blick auf die Recherche ergänzender Studien
2 Die ausgewählten Studien im Überblick
2.1 Gemeinsames und Spezifisches in den Problem- bzw. Zielstellungen
2.2 Der theoretische Kontext der Studien
2.3 Design – Methoden - Instrumente
2.4 Die Ergebnisse
2.5 Diskussion und Vorschläge
3 Integrative Betrachtung der Ergebnisse und kritische Würdigung der Studien
4 Schlussbetrachtungen und Ausblick
Die Arbeit untersucht kritisch die wissenschaftliche Evidenz für die Hypothese, dass Kaugummikauen die kognitive Leistungsfähigkeit steigert. Dabei werden eine Ankerstudie sowie zwei ergänzende Studien analysiert, um methodische Schwächen aufzudecken und die Validität der postulierten Lern- und Konzentrationseffekte zu prüfen.
1.1 Problemstellung der Ankerstudie
Wer trinkt nicht Kaffee, raucht eine Zigarette oder verwendet andere Hilfsmittel, um beim Lernen seine Aufmerksamkeit zu stärken bzw. um sich wach zu halten? Solche gängigen Aufputschmittel, um die kognitive Leistungsfähigkeit zu steigern, werden oft verwendet (vgl. Herrmann, Raybeck & Gruneberg, 2002, S. 62). Gerade der zunehmende Leistungsdruck, welcher bereits in den ersten Schuljahren auftritt und sich in der Ausbildung oder dem Studium fortsetzt, sowie die „raschen Veränderungen von Inhaltswissen“ und die zunehmende Überforderung im Beruf (Herrmann u. a., 2002, S. 4; Wiegand, 2004, S. 9) lassen die nachfolgenden Generationen, die der neuen Herausforderung einer immer größeren Informationsmenge und Berufsanforderungen gegenüberstehen, anfällig werden für Produkte bzw. Strategien, um die „best physical and mental condition“ zu erhalten, die der kognitiven Leistungsfähigkeit zugutekommen sollen (vgl. Artel & Moschner, 2005, S. 7; Herrmann u. a., 2002, S. 3 - 5).
Somit kam es in den letzten Jahren zu einer steigenden Anzahl von Ratgebern und Produkten, die dazu dienen sollten, diesen „rapiden Wissenswandel zu bewältigen“ (Artel & Moschner, 2005, S. 7). Als ein Bsp. ist hier der so genannte „Mozart-Effekt“ zu nennen, welchem die Annahme zugrunde liegt, „dass das Hören einer Mozart-Sonate die räumliche Intelligenz […] verbessert“ (Jansen-Osmann, 2006, S. 1 - 2), worüber zahlreiche Bücher und CDs im Internet zu finden sind. Diese „plötzliche(n) Popularität eines Effektes“ (Jansen-Osmann, 2006, S. 2) basiert meist auf mangelhaften empirischen Studien, an deren methodischen Kritikpunkten viele weitere Studien ansetzen (vgl. Artel & Moschner, 2005, S. 7). Eines dieser aufgegriffenen und diskutierten Themen bzw. einer der postulierten Effekte ist die aktuell in der Ernährungswissenschaft (s. Zeitschrift „Appetite“) immer wieder in Studien untersuchte Wirkungshypothese kognitiver Leistungsförderung durch Kaugummikauen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der kognitiven Leistungssteigerung durch Hilfsmittel ein und stellt die Problemstellung der Ankerstudie in Bezug auf die Wirkungshypothese von Kaugummikauen dar.
2 Die ausgewählten Studien im Überblick: Dieses Kapitel vergleicht die Zielstellungen, theoretischen Hintergründe, Designs und Ergebnisse der drei untersuchten Studien.
3 Integrative Betrachtung der Ergebnisse und kritische Würdigung der Studien: Das Kapitel bietet eine übergreifende Diskussion der Studienqualität und bewertet die Einhaltung wissenschaftlicher Standards.
4 Schlussbetrachtungen und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Notwendigkeit methodisch fundierter Forschung für die bildungspolitische Praxis betont.
Kaugummikauen, kognitive Leistungsfähigkeit, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Konzentration, Lernleistung, Studienanalyse, methodische Qualität, empirische Forschung, within-subjects Design, between-subjects Design, kontextabhängige Gedächtniseffekte, Replikation, Pädagogische Psychologie, Intelligenz.
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich, ob Kaugummikauen tatsächlich die kognitive Leistungsfähigkeit, wie Konzentration oder Gedächtnisleistung, steigern kann.
Zentrale Themen sind die kognitive Psychologie, die Gedächtnisforschung, die Wirksamkeit von Lernhilfen und die kritische Evaluation empirischer Studien.
Das Ziel ist eine Darstellung und kritische Beurteilung aktueller Studien, um zu prüfen, ob der populäre Glaube an kognitionsfördernde Effekte durch Kaugummikauen wissenschaftlich haltbar ist.
Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die verschiedene empirische Studien hinsichtlich ihrer methodischen Vorgehensweise und Aussagekraft gegenüberstellt.
Im Hauptteil werden die theoretischen Kontexte, das Studiendesign, die angewandten Methoden sowie die Ergebnisse der Ankerstudie und der ergänzenden Studien detailliert analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kaugummikauen, kognitive Leistungsfähigkeit, empirische Forschung, methodische Qualität und Gedächtniseffekte charakterisiert.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass derzeit kein eindeutiger wissenschaftlicher Nachweis für eine signifikante Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit durch Kaugummikauen vorliegt.
Replikationen sind notwendig, um Zufallsergebnisse auszuschließen und die Replizierbarkeit von Effekten zu sichern, da statistische Signifikanz allein nicht die Validität einer Hypothese garantiert.
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