Examensarbeit, 2010
145 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
1.1 Zielstellung und Aufbau der Arbeit
1.2 Methodik
2 Die Identität
2.1 Die Grundbedeutung der Identität
2.2 Die raumbezogene Identität
2.2.1 Die raumbezogene Identität als interdisziplinäres Phänomen
2.2.2 Forschungsansätze zur raumbezogenen Identität
2.3 Kultur, kulturelle Identität und die Bedeutung von Heimat
2.3.1 Die Heimat
2.3.2 Die Neubelebung von Heimat und raumbezogener Identität
2.4 Der Nutzen der raumbezogenen Identität
3 Der Ostseeraum
3.1 Eine Region stellt sich vor
3.1.1 Definition und topographische Abgrenzung des Raums
3.1.2 Die Ostseeregion als Naturraum
3.2 Die Entstehung und Entwicklung des Ostseeraums
3.2.1 Das Region-Building im Ostseeraum
3.2.2 Die Entwicklung des Ostseeraums zu einer Plattform der Kooperation
3.2.3 EU-Regionalpolitik: Die Ostseestrategie und das Ostseeprogramm
4 Die Identität des Ostseeraums
4.1 Ostseeraum – einheitlicher Raum?
4.2 Gibt es eine Ostseeidentität?
4.3 Ostseeraum versus Mittelmeerraum
4.4 Exemplarische Untersuchung verschiedener Ansätze einer Ostseeidentität
4.4.1 Eine gemeinsame Währung
4.4.2 Die Ostsee
4.4.3 Baltischer Bernstein
4.4.4 Eine gemeinsame Vergangenheit
4.4.5 Kunst und Baukunst
4.4.6 Die Sprache
4.4.7 Der Ostseeraum als Wissensgesellschaft
4.5 Untersuchungen des Images und der Identität der Ostseeregion
4.5.1 Branding the Baltic Sea Region
4.5.2 Visit and Invest
4.5.3 Wahrnehmungen über die Ostseeregion in ausgewählten Anrainerstaaten
4.6 Untersuchungen des Images und der Identität der Ostseeanrainer
4.6.1 Der Anholt-GfK Roper Nation Brands Index (NBI)
4.6.2 Das Image des Nordens
4.7 Die Medienpräsens der Ostseeanrainer und der Ostseeregion
5 Auswertung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen von Identität und raumbezogener Identität, um zu analysieren, ob der Ostseeraum nach seiner jüngeren Entwicklungsgeschichte seit 1990 ein Identitätspotential besitzt und ob die Region als Einheit wahrgenommen wird.
4.4.2 Die Ostsee
Die Meinungen der Experten über die Ostsee als verbindendes Merkmal der Ostseeanrainerstatten gehen auseinander. Fakt ist, dass die Ostsee der Region erst ihren Namen gibt und sich die Anrainer die Ostseeküste teilen. Das Meer ist, rein symbolisch betrachtet, als Bindeglied zwischen den Anrainern zu bezeichnen und gibt dem Raum Wesensmerkmale, die diese Bindekraft noch verstärken. Die Merkmale liegen z. B. in der Geologie begründet, deren natürliche Gesteinsformationen zum einen ein typisches, wenn auch vielfältiges Landschaftsbild hervorrufen und zum anderen, findet sich das vorhandene Gesteinsmaterial aber auch in den Bauwerken wieder, die das Gesamtbild prägen (EICHINGER 2006: 22). Das Meer habe einen verbindenden Charakter, denn über dieses wird gehandelt und ausgetauscht – nicht nur Güter, sondern auch Kulturen. „The waterways have always connected people and cultures, being the way in which goods, ideas and influences have reached people and places (EHRSTRÖM 2003: 103).”
Ein Gipfel der Regierungschefs, der 1996 in Visby abgehalten wurde, fand unter dem Leitspruch „Die Ostsee als Mare Nostrum“ statt, bei dem die Ostsee als „unser Meer“ bezeichnet wurde. Angelehnt war dieses Motto an den zuvor abgehaltenen Barcelona-Kongress, bei dem die Förderpolitik des Mittelmeerraums debattiert wurde. Dieser Leitspruch impliziert, dass es ein Wir-Bewusstsein geben muss, weil von „unserem Meer“ die Rede ist (PAPENFUß 2002: 75-76).
1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz der Identitätsforschung im Ostseeraum und definiert die Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2 Die Identität: Dieses Kapitel legt das theoretische Fundament zu den Begriffen Identität, raumbezogene Identität und Kultur als Grundlage für die nachfolgende Analyse.
3 Der Ostseeraum: Hier wird der Untersuchungsraum geographisch abgegrenzt und die jüngere politische sowie wirtschaftliche Entwicklungsgeschichte seit 1989 dargestellt.
4 Die Identität des Ostseeraums: Im Hauptteil wird der Forschungsstand zur Ostseeidentität kritisch analysiert, ergänzt durch die Auswertung verschiedener Images, Medienspiegel und Expertenmeinungen.
5 Auswertung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung einer möglichen regionalen Identität.
Ostseeraum, Identität, raumbezogene Identität, Ostseeidentität, Region-Building, Identifikationsprozesse, Image, Nation Branding, NBI, kulturelle Identität, Hanse, Ostseekooperation, Makroregion, Ostseestrategie, Wahrnehmung
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob der Ostseeraum eine gemeinsame Identität besitzt oder ob es lediglich ein geographisch durch das Meer definierter Raum ist.
Die Schwerpunkte liegen auf Identitätstheorien, dem Prozess des „Region-Building“, dem Einfluss der Geschichte, der Bedeutung von Branding für Regionen sowie der empirischen Untersuchung von Images durch Studien und Medienanalysen.
Ziel ist es zu klären, ob ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Anrainern erkennbar ist und ob der Ostseeraum regional und international als einheitliche Entität wahrgenommen wird.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse von Expertenmeinungen, Auswertung quantitativer Studien (z.B. Nation Brands Index) sowie Internet- und Medienanalysen.
Im Zentrum steht die Untersuchung von Identitätsansätzen wie der gemeinsamen Währung, dem kulturellen Erbe (Hanse, Bernstein), der Sprache und dem Status als Wissensgesellschaft, ergänzt durch Imageanalysen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie raumbezogene Identität, Ostseeidentität, Nation Branding, Makroregion und Kooperationsnetzwerke.
Die Hanse dient als historisches Referenzbeispiel, das heute als identitätsstiftendes Raumerlebnis (Backsteingotik, Städtebündnisse) reaktiviert wird, um ein kohärentes Regionalbild zu schaffen.
Die Studie zeigt anhand von Umfragedaten und Reiseführeranalysen, dass baltische Staaten international oft ein negatives oder unscharfes Image haben, was die Identifikation mit der Makroregion erschwert.
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