Examensarbeit, 2011
97 Seiten, Note: 1,7
1) Einleitung
2) Das Phänomen „Harry Potter“: Die Kultfigur einer siebenbändigen Romanreihe.
Exkurs: Harry Potter und die Religion: Ausgewählte religiöse Implikationen und archaisch-mythologischer Elemente
Darstellung des für die Forschung relevanten Bandes „Harry Potter und der Feuerkelch“ mit detaillierter Schilderung des Drachenkampfes
3) Harry Potter, Drachenkampf, Mythologie und Bibel
Ursprung des „Drachenkampfes“
Deutung des Drachens und des „Drachenkampfes“
Naturerscheinung – Psychologische Erscheinung – Positive Konnotation; Schwerpunkt: ostasiatischer Raum – Zusammenschau
Deutung des „Mythos“ vom Drachenkampf mit Verweisen auf Harry Potter
Mesopotamische Ursprünge des Drachenmythos – Sumer – Akkad – Babylon – Assyrien – Hethiter – Ugarit – Griechenland – Zusammenschau – Endzeitlicher Kampf
Drachenkampf in ausgewählten Teilen der Bibel
4) Harry Potters Kampf mit dem Ungarischen Hornschwanz – eine zufällige Erscheinung oder doch basierend auf archaischen Vorstellungen?
5) Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass der „Drachenkampf“ in den „Harry Potter“-Romanen kein zufälliges Element darstellt, sondern tief in archaischen und mythischen Traditionen verwurzelt ist. Dabei wird untersucht, inwiefern die Darstellung von Drachen und deren Bekämpfung in Joanne K. Rowlings Werk als moderne Rezeption antiker und biblischer Mythen interpretiert werden kann, um ein tieferes Verständnis für die symbolische Bedeutung dieser Szene im Kontext der Heptalogie zu gewinnen.
Die erste Aufgabe
In der ersten Aufgabe steht Harry dann der „Kampf“ mit einem Drachen bevor, genauer gesagt muss jeder Champion an einem brütenden Weibchen vorbeikommen, um aus dem Gelege das goldene Ei zu holen. In der Welt der Zauberer gelten Drachen als höchst gefährlich und unzähmbar, weswegen die private Haltung und Nachzucht seit fast drei Jahrhunderten verboten ist. Die Haut der Drachen ist mit magischen Kräften durchdrungen, so dass die meisten Zauber abprallen, manche Drachen haben gar einen giftigen Biss und fast alle können Feuer speien.
Als Harry seinem Drachen gegenübertritt, macht sich für einen Moment große Panik in ihm breit. Nur bewaffnet mit seinem Zauberstab steht er einem fünfzehn Meter großen Ungarischen Hornschwanz gegenüber, der am anderen Ende der Koppel auf ihn wartet, „die Flügel halb eingezogen, die bösartigen gelben Augen auf ihn gerichtet – eine monströse, schuppige schwarze Echse, die mit ihrem dornenbesetzten Schwanz auf den Boden peitschte und meterlange Furchen in die Erde schlug“.
Unter Verwendung eines Aufrufezaubers ruft Harry seinen Besen, den Feuerblitz, herbei und als er ihn besteigt und den Boden weit unter sich lässt, ist seine Angst wie weggeblasen. Er befindet sich in seinem Element und kann so tun, als ob es sich um ein Quidditch-Spiel handelt. Er beginnt sein Ablenkungsmanöver mit einem senkrechten Sturzflug, aus dem er sich gerade rechtzeitig reißt, als der Hornschwanz Feuer speit.
1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob die „Harry Potter“-Romane als moderne Adaptionen alter Mythen verstanden werden können und hinterfragt dabei die Rezeptionsweise in der heutigen Zeit.
2) Das Phänomen „Harry Potter“: Die Kultfigur einer siebenbändigen Romanreihe.: Hier wird die Heptalogie von J.K. Rowling vorgestellt, der Handlungsrahmen sowie die Rolle Harry Potters erläutert und der für die Forschung zentrale vierte Band detailliert beschrieben.
3) Harry Potter, Drachenkampf, Mythologie und Bibel: Dieses Kapitel liefert eine tiefgehende Untersuchung über den Ursprung und die Deutung von Drachen und Drachenkämpfen im altorientalischen Raum sowie in ausgewählten biblischen Texten.
4) Harry Potters Kampf mit dem Ungarischen Hornschwanz – eine zufällige Erscheinung oder doch basierend auf archaischen Vorstellungen?: Dieses Kapitel zieht das Resümee aus der Analyse und begründet, warum die Szene des Drachenkampfes als bewusste oder unbewusste Aufnahme archaischer Muster innerhalb des Fantasy-Genres gewertet werden kann.
5) Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass die Kluft zwischen archaischen Mythen und moderner Literatur durch eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Tradierungen und kulturellen Kontexten überbrückt werden kann.
Harry Potter, Drachenkampf, Mythologie, Bibel, Fantasy, Archaische Mythen, Symbolik, Literaturwissenschaft, Religionspädagogik, Joanne K. Rowling, Urkampf, Endzeitlicher Kampf, Archetypen, Psychologie, Kulturvergleich.
Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen antiken Mythen und der modernen Fantasy-Romanreihe „Harry Potter“ von J.K. Rowling, wobei der Fokus insbesondere auf der Motivik des Drachenkampfes liegt.
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Drachenmythologie im altorientalischen Raum, die biblische Rezeption dieser Mythen sowie die psychologische Deutung des Drachenmotivs als archetypisches Symbol.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass der Kampf Harry Potters gegen den Ungarischen Hornschwanz keine zufällige Szene ist, sondern in einem langen, kulturübergreifenden Tradierungsprozess mythischer Vorstellungen steht.
Die Autorin wendet eine literaturwissenschaftliche Analyse an, die insbesondere kulturvergleichende und rezeptionsgeschichtliche Ansätze nutzt, um Parallelen zwischen alten Texten und der modernen Heptalogie aufzudecken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Harry-Potter-Romane, die mythologische Deutung des Drachens, die mesopotamische und biblische Tradition des Drachenkampfes sowie die abschließende Einordnung der Potter-Szene in dieses mythische Geflecht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Drachenkampf“, „Mythologie“, „archaische Traditionen“, „Fantasy“ und „psychologische Archetypen“ bestimmt.
Während der Drache im westlichen Kulturkreis oft als negative, bekämpfenswerte Bedrohung und Personifikation der Finsternis wahrgenommen wird, gilt er im ostasiatischen Raum häufig als Symbol für Glück, Fruchtbarkeit und kaiserliche Macht.
Die Bibel dient als wichtiges Bindeglied, in dem Motive aus dem altorientalischen Mythos übernommen, aber heilsgeschichtlich aktualisiert und in einen neuen religiösen Kontext eingebettet werden.
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