Diplomarbeit, 2010
171 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Die Beweggründe der Arbeit
1.2 Der Gang der Arbeit
2 Die grundlegenden Begriffe und Sachverhalte
2.1 Das mittelständische Unternehmen
2.1.1 Die Definition des Unternehmens
2.1.2 Die Beschreibung und Größenordnung des Mittelstandes
2.2 Die GmbH und ihre Besteuerung
2.2.1 Die Charakteristik der GmbH
2.2.2 Die Besteuerung der GmbH
2.2.2.1 Die Ebene der GmbH
2.2.2.2 Die Ebene der Gesellschafter
2.3 Die Unternehmenskrise als Vorstufe der Sanierung
2.3.1 Der Begriff der Unternehmenskrise
2.3.2 Die Krisenursachen und der Krisenverlauf
2.3.3 Die Insolvenz als mögliche Strategie der Krisenbewältigung
2.3.3.1 Der Insolvenzbegriff
2.3.3.2 Der Insolvenzverlauf und das Insolvenzverfahren
2.4 Die Unternehmenssanierung im Überblick
2.4.1 Die begriffliche Abgrenzung der Unternehmenssanierung
2.4.2 Die Sanierungsprüfung
2.4.2.1 Die Ermittlung der Sanierungsbedürftigkeit
2.4.2.2 Die Beurteilung der Sanierungsfähigkeit
2.4.2.3 Die Beurteilung der Sanierungswürdigkeit
2.4.2.4 Die Sanierungschance als mögliches Ergebnis der Sanierungsprüfung
2.4.3 Die Abgrenzung einzelner Sanierungsarten vor und während der Insolvenz
2.4.3.1 Ein Überblick
2.4.3.2 Die außergerichtliche Sanierung
2.4.3.3 Die gerichtliche Sanierung
2.4.3.4 Die Vor- und Nachteile der (außer-)gerichtlichen Sanierung
2.4.3.5 Die übertragende Sanierung
3 Die grundsätzlichen ertragsteuerlichen Auswirkungen der Unternehmenssanierung
3.1 Der Sanierungsgewinn
3.2 Die Verlustnutzung und die Mindestbesteuerung nach § 10d EStG
3.3 Der Verlustabzug nach § 8c KStG
3.4 Die Veräußerungsgewinne oder -verluste nach § 17 EStG
4 Die außergerichtliche Sanierung der GmbH
4.1 Der Forderungsverzicht der Gesellschafter
4.1.1 Ohne Besserungsschein
4.1.1.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
4.1.1.2 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
4.1.1.2.1 Die zu prüfenden Prinzipien
4.1.1.2.2 Die Ebene der GmbH
4.1.1.2.3 Die Ebene der Gesellschafter
4.1.2 Mit Besserungsschein
4.1.2.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
4.1.2.2 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
4.1.2.2.1 Die zu prüfenden Prinzipien
4.1.2.2.2 Die Ebene der GmbH
4.1.2.2.3 Die Ebene der Gesellschafter
4.2 Der Forderungsverzicht der Gläubiger
4.2.1 Mit Besserungsschein
4.2.1.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
4.2.1.2 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
4.2.1.2.1 Die zu prüfenden Prinzipien
4.2.1.2.2 Die Ebene der GmbH
4.2.1.2.3 Die Ebene des Gläubigers
4.3 Der Rangrücktritt
4.3.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
4.3.2 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
4.3.2.1 Die zu prüfenden Prinzipien
4.3.2.2 Die Ebene der GmbH
4.3.2.3 Die Ebene der Gesellschafter und Gläubiger
4.4 Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der außergerichtlichen Sanierung
5 Die gerichtliche Sanierung der GmbH
5.1 Die Sanierung mittels des Insolvenzplans
5.1.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
5.1.2 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
5.2 Die Liquidation nach Scheitern der Sanierung
5.2.1 Die Auflösungstatbestände und Rechtsfolgen der Liquidation
5.2.2 Die Liquidationsbesteuerung der GmbH
5.2.3 Die ertragsteuerlichen Konsequenzen für den Anteilseigner
5.3 Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der gerichtlichen Sanierung
6 Die übertragende Sanierung
6.1 Der Anteilsverkauf eines Gesellschafters
6.1.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
6.1.2 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
6.1.2.1 Die zu prüfenden Prinzipien
6.1.2.2 Die Ebene der GmbH
6.1.2.3 Die Ebene der Gesellschafter
6.2 Der Unternehmensverkauf der Gesellschaft
6.2.1 Die Merkmale und Rechtsfolgen
6.2.2 Die ertrag- und verkehrsteuerlichen Auswirkungen für die GmbH und den Erwerber
6.2.2.1 Die ertragsteuerlichen Auswirkungen
6.2.2.2 Die verkehrsteuerlichen Auswirkungen
6.3 Die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der übertragenden Sanierung
7 Fazit
Die Arbeit analysiert die betriebswirtschaftlichen und steuerrechtlichen Auswirkungen verschiedener Sanierungsmaßnahmen bei mittelständischen Unternehmen in der Rechtsform der GmbH. Ziel ist es, die steuerliche Belastungssituation bei den verschiedenen Sanierungswegen kritisch zu hinterfragen und die steuerlichen Konsequenzen für Unternehmen, Gesellschafter und Gläubiger aufzuzeigen.
2.4.1 Die begriffliche Abgrenzung der Unternehmenssanierung
Das Wort Sanierung stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Heilung, somit sind darunter allgemein und (steuer-) rechtlich alle Maßnahmen zu verstehen, die die finanzielle Gesundung eines in die Krise geratenen Unternehmens zur Folge haben. In der BWL wird Sanierung als Sammelbegriff für alle Maßnahmen finanz- und leistungswirtschaftlicher, unternehmenspolitischer, führungstechnischer und organisatorischer Art verwendet, die der Wiederherstellung existenzerhaltender und zukünftig Gewinn versprechender Grundlagen des Unternehmens dienen. Der Sanierungsbegriff wird in der Literatur jedoch differenzierter betrachtet, indem eine enge und weite Begriffsauffassung dargestellt wird.
Der Ausdruck der “engen Sanierung“ beinhaltet lediglich operative finanzwirtschaftliche Maßnahmen, um die finanziellen Lebensgrundlagen des Unternehmens wiederherzustellen und zu sichern. Das Unternehmen befindet sich somit in einem Krisenstadium, in welchem die Existenz ernsthaft gefährdet ist und nur noch wenige liquide Mittel im Unternehmen vorhanden sind. Beispiele für Sanierungsmaßnahmen im Zuge neuer Kapitaleinlagen sind die Auflösung von Rücklagen, der Forderungsverzicht von Gesellschaftern, der Verkauf von Vermögensbestandteilen oder die Aufnahme von neuem Fremdkapital. Somit ist innerhalb der finanzwirtschaftlichen Sanierung zwischen der Verlustrealisierung der Eigenkapitalgeber, den Zugeständnissen von Gläubigern und der Beschaffung neuer Finanzmittel zu unterscheiden.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz der Untersuchung von Unternehmenssanierungen bei mittelständischen GmbHs und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.
2 Die grundlegenden Begriffe und Sachverhalte: Hier werden Definitionen für mittelständische Unternehmen sowie die Besteuerungsgrundlagen der GmbH erläutert und die Krisenphänomene (inkl. Insolvenz) sowie die Sanierungsprüfung (Sanierungsbedürftigkeit, -fähigkeit, -würdigkeit) systematisch dargelegt.
3 Die grundsätzlichen ertragsteuerlichen Auswirkungen der Unternehmenssanierung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über zentrale ertragsteuerliche Aspekte wie den Sanierungsgewinn, die Verlustnutzung (§ 10d EStG) sowie Beschränkungen des Verlustabzugs (§ 8c KStG) und Veräußerungsgewinne.
4 Die außergerichtliche Sanierung der GmbH: Der Fokus liegt auf Forderungsverzichten (durch Gesellschafter oder Gläubiger, jeweils mit oder ohne Besserungsschein) sowie dem Rangrücktritt und deren steuerlichen Auswirkungen auf GmbH, Gesellschafter und Gläubiger.
5 Die gerichtliche Sanierung der GmbH: Es wird die Sanierung via Insolvenzplan sowie das Szenario einer Liquidation nach gescheiterter Sanierung und die damit verbundene steuerliche Behandlung thematisiert.
6 Die übertragende Sanierung: Dieses Kapitel befasst sich mit dem Anteilsverkauf eines Gesellschafters sowie dem Unternehmensverkauf (Asset Deal), inklusive der ertrags- und verkehrsteuerlichen Folgen.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht den gesetzgeberischen Handlungsbedarf hinsichtlich der steuerlichen Rechtssicherheit bei Sanierungsmaßnahmen.
Unternehmenssanierung, GmbH, Mittelstand, Insolvenzrecht, Sanierungsgewinn, Forderungsverzicht, Besserungsschein, Rangrücktritt, Verlustabzug, Mindestbesteuerung, Steuern, Ertragsteuer, Gesellschafterdarlehen, Insolvenzplan, übertragende Sanierung.
Die Arbeit untersucht die betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Auswirkungen von Sanierungsmaßnahmen bei mittelständischen GmbHs, um aufzuzeigen, wie kriselnde Unternehmen erfolgreich saniert werden können und welche steuerlichen Konsequenzen dabei für alle Beteiligten entstehen.
Die Arbeit deckt sowohl außergerichtliche Maßnahmen (wie Forderungsverzichte der Gesellschafter/Gläubiger und Rangrücktritte) als auch gerichtliche Maßnahmen (Insolvenzplan) sowie die übertragende Sanierung (Asset Deal) ab.
Die Arbeit nennt ein dreistufiges Prüfmodell, welches aus der Prüfung der Sanierungsbedürftigkeit, der Sanierungsfähigkeit und der Sanierungswürdigkeit besteht.
Zentrale Themen sind die ertragsteuerliche Behandlung von Sanierungsgewinnen, die Problematik der Mindestbesteuerung (§ 10d EStG) und die Auswirkungen von Verlustabzugsbeschränkungen (§ 8c KStG) bei Beteiligungswechseln.
Die Arbeit liefert eine kritische Analyse aktueller steuerrechtlicher Rahmenbedingungen und ergänzt diese durch beispielhafte Darstellungen von Sanierungsszenarien.
Gesellschafterdarlehen dienen oft als Finanzierungsquelle in der Krise. Der Verzicht darauf (mit oder ohne Besserungsschein) ist eine zentrale bilanzielle Sanierungsmaßnahme, die jedoch komplexe steuerliche Folgen (z.B. verdeckte Einlage) nach sich zieht.
Ein Besserungsschein führt dazu, dass der Forderungsverzicht unter einer auflösenden Bedingung steht. Dies wirkt sich steuerlich so aus, dass beim Besserungseintritt die ursprüngliche steuerliche Behandlung (z.B. bei der GmbH oder beim Gesellschafter) korrigiert werden muss.
Nein, die übertragende Sanierung (insbesondere beim Asset Deal) erfordert eine detaillierte Einzelbewertung der Wirtschaftsgüter und kann zu komplexen Fragen der Umsatz- und Grunderwerbsteuer führen.
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