Forschungsarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Projektierung
2.1 Projektplanung
2.2 Projektdurchführung
2.3 Projektanalyse
3. Begriffsbestimmung
3.1 Regelkindergarten
3.2 Waldorfkindergarten
3.3 Bioprodukte
4. Beschreibung und Interpretation der Diagramme
4.1 Allgemeine Fragen
4.2 Fragen zu Bioprodukten
5. Auswertung der Thesen
5.1 Hauptthese
5.1.1 Vermutetes Ergebnis der Hauptthese
5.1.2 Ergebnis der Hauptthese
5.2 Erste Unterthese
5.2.1 Vermutetes Ergebnis der ersten Unterthese
5.2.2 Ergebnis der ersten Unterthese
5.3 Zweite Unterthese
5.3.1 Vermutetes Ergebnis der zweiten Unterthese
5.3.2 Ergebnis der zweiten Unterthese
6. Fazit
7.Reflexion
Das Hauptziel dieser Forschungsarbeit ist es, das gängige Vorurteil empirisch zu überprüfen, dass Eltern von Kindern in Waldorfkindergärten ein höheres Bewusstsein für Bioprodukte aufweisen und diese häufiger konsumieren als Eltern von Kindern in Regelkindergärten. Die Arbeit geht dabei der Forschungsfrage nach, ob sich die Annahme eines „Öko“-Images von Waldorf-Familien in tatsächlichem Kaufverhalten widerspiegelt.
3.2 Waldorfkindergarten
Die heutigen Kindergärten sind oft eigenständige Einrichtungen, in denen die Vorschulkinder nach dem anthroposophischen Erziehungsbild erzogen werden. Häufig sind an die in Deutschland über 500 Waldorfkindergärten Waldorfschulen angegliedert. Dies bietet den Kindern die Möglichkeit, nach dem gleichen pädagogischen Konzept weiterhin zu lernen und unterrichtet zu werden. Die Erziehung basiert auf dem pädagogischen Konzept von Rudolf Steiner, der als wesentliche Bestandteile das Prinzip von Vorbild und Nachahmung sowie von Rhythmus und Wiederholung für ausschlaggebend hält. Für die Waldorfpädagogik ist es zentral, dass jedes Lebensalter wichtig für die Entwicklung ist und in jeder Stufe besondere Entwicklungsschritte erreicht werden. So sind zum Beispiel die Entwicklung des Körperbaus und der Organbildung von großer Bedeutung im Kleinkindalter. Zudem lernt das Kind in dieser Zeit lebenswichtige Grundbausteine, die zum Menschsein dazugehören wie Sprechen, Gehen, Denken, die Entwicklung der Fantasie, der Kreativität der Sinne und des Gedächtnisses. Im Folgenden stellen wir die Prinzipien von Steiner genauer dar.
Bezüglich des Vorbildes und der Nachahmung ist Steiner der Auffassung, dass die unmittelbare Umgebung einen großen Einfluss auf das Kind hat. Dieses soll nicht von den Erwachsenen belehrt werden, sondern von ihnen lernen, indem das Kind das Handeln und Verhalten der Erziehenden nachahmt. Dadurch, dass das Kind zum Beispiel die Lebensfreude oder die Beziehung zu Menschen und Dingen nachahmt, erlernt es Fähigkeiten, die zu einer schnellen / großen Selbständigkeit führen. Es muss nach Steiner dementsprechend garantiert sein, dass die Erziehende oder der Erziehende eine Vorbildfunktion für das Kind einnimmt. Dies bedeutet, dass die erziehende Person sich selber immer wieder erzieht, damit sie als Vorbild fungieren kann und nichts tut, wovon das Kind negativ beeinflusst werden könnte.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, indem sie ein typisches Alltagsgespräch nutzt, um das Vorurteil gegenüber Waldorf-Familien als „Ökos“ zu verdeutlichen und die Forschungsabsicht zu formulieren.
2. Projektierung: In diesem Kapitel wird die methodische Herangehensweise, einschließlich der Bildung einer Kleingruppe, der Erstellung eines Fragebogens und der Auswahl der untersuchten Standorte, detailliert beschrieben.
3. Begriffsbestimmung: Hier werden die theoretischen Grundlagen durch Definitionen der Begriffe Regelkindergarten, Waldorfkindergarten und Bioprodukte geschaffen, um eine Basis für die Untersuchung zu bilden.
4. Beschreibung und Interpretation der Diagramme: Dieser Hauptteil präsentiert die empirischen Daten aus der Befragung anhand von Säulendiagrammen zu verschiedenen demografischen und konsumrelevanten Fragen.
5. Auswertung der Thesen: Dieses Kapitel verknüpft die empirischen Daten mit der Hauptthese und den beiden Unterthesen, um deren Bestätigung oder Widerlegung zu prüfen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Vorurteile gegenüber Waldorfeltern in Bezug auf ihren Biokonsum wissenschaftlich belegt werden konnten.
7.Reflexion: Die Reflexion beleuchtet den Verlauf des Forschungsprozesses, kritisiert die methodischen Einschränkungen und zieht eine Bilanz aus den positiven und negativen Erfahrungen.
Bioprodukte, Waldorfkindergarten, Regelkindergarten, Kaufverhalten, Ernährung, Empirische Sozialforschung, Fragebogen, Konsum, Nachhaltigkeit, Sozioökonomischer Status, Vorurteile, anthroposophisches Erziehungsbild, Umweltschutz, Familieneinkommen, Lebensqualität.
Die Arbeit untersucht, ob Eltern, deren Kinder Waldorfkindergärten besuchen, tatsächlich ein höheres Interesse an Bioprodukten haben und diese häufiger konsumieren als Eltern in Regelkindergärten, um ein bekanntes gesellschaftliches Vorurteil zu prüfen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Konsumverhalten bei Lebensmitteln und anderen Alltagsprodukten, dem Einfluss des Familieneinkommens sowie der Bedeutung des Wohnorts (Stadt vs. Land) für den Kauf von Bioprodukten.
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu belegen, ob Waldorf-Familien tatsächlich "Ökos" sind, die verstärkt auf Bioprodukte setzen, oder ob dies lediglich auf ein Vorurteil zurückzuführen ist.
Zur Datengewinnung wurde eine quantitative Befragung mittels eines schriftlichen Fragebogens durchgeführt, wobei insgesamt ca. 100 Eltern in vier verschiedenen Kindergärten befragt wurden.
Im Hauptteil werden die gewonnenen Daten durch Säulendiagramme visualisiert und interpretiert. Zudem findet eine systematische Auswertung der Hauptthese und der zwei aufgestellten Unterthesen statt.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Bioproduktkonsum, Waldorf- und Regelkindergärten, empirische Sozialforschung und sozioökonomische Faktoren beschreiben.
Da Bioprodukte oft teurer sind, vermuteten die Autoren, dass das Familieneinkommen die tatsächliche Kaufentscheidung stark beeinflusst, was in der Untersuchung als Unterthese geprüft wurde.
Die Forscher wollten herausfinden, ob Familien auf dem Land tendenziell mehr Bioprodukte kaufen als Stadtfamilien, wobei sie feststellten, dass die Wahl der Standorte für einen direkten Vergleich teilweise problematisch war.
In der Reflexion räumen sie ein, dass manche Fragen im Fragebogen missverständlich waren und die Wahl der Städte für den Vergleich zwischen Stadt und Dorf möglicherweise nicht repräsentativ genug war.
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