Examensarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Lesemotivation durch interessengeleiteten Literaturunterricht
2.1 Literaturunterricht in der Grundschule
2.2 Was ist Lesemotivation?
2.3 Literaturauswahl
2.3.1 Untersuchungsergebnisse zur Auswahl von Literatur für Grundschulklassen
2.3.2 Interessengeleiteter Literaturunterricht
3 Planungsgrundlagen der Unterrichtseinheit
3.1 Zur Situation der Lerngruppe und zur Lernausgangslage
3.2 Didaktische Entscheidungen
3.3 Ziele der Unterrichtseinheit
3.4 Methodische Entscheidungen
3.4.1 Beurteilungsbogen
3.4.2 Literaturauswahl
3.4.3 Lesetagebuch
3.4.4 Werbeplakat
4 Darstellung der Unterrichtseinheit
4.1 Gesamtübersicht der Unterrichtseinheit
4.2 Kurze Darstellung der Sequenzen
4.3 Ausführliche Darstellung einer Unterrichtsstunde
4.3.1 Zur Situation der Lerngruppe und zur Lernausgangslage
4.3.2 Von den Schülerinnen und Schülern ausgewählte Literatur
4.3.3 Didaktische Entscheidungen
4.3.4 Unterrichtsziele
4.3.5 Methodische Entscheidungen
4.3.6 Reflexion der Stunde
5 Gesamtreflexion
5.1 Möglichkeiten und Grenzen eines interessengeleiteten Literaturunterrichts
5.2 Lernzuwachs der Schülerinnen und Schüler
5.3 Schwierigkeiten
5.4 Schlussfolgerung im Hinblick auf die Zielsetzung und Weiterarbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob durch einen interessengeleiteten Literaturunterricht die Lesemotivation von Schülern in einer zweiten Grundschulklasse gesteigert werden kann, indem individuelle Leseinteressen durch den Einsatz von Lesetagebüchern und freier Buchwahl systematisch in den Unterricht integriert werden.
3.4.3 Lesetagebuch
Die Arbeit mit einem Lesetagebuch lässt den Schülerinnen und Schülern viel Freiraum, sich kreativ und individuell mit einer Lektüre auseinander zu setzen. Je nach Selbstständigkeit bekommen die Schülerinnen und Schüler Anregungen oder Vorgaben, wie sie ihr Lesetagebuch gestalten können bzw. sollen. Nach jeder Lesezeit dokumentieren die Schülerinnen und Schüler, was sie wann gelesen haben. Mit Aufgaben wie der Beschreibung von Figuren, Schreiben eines Briefes an eine Figur, Schreiben eines alternativen Schlusses, Malen von Figuren oder Szenen, Schreiben einer Buchkritik, etc. (Vgl. A4), soll das Lesetagebuch ein Nachdenken über das Gelesene fördern. Eine solche Metakognition wird in der Lernpsychologie als „wesentlicher Teil selbstständigen, erfolgreichen Lernens betrachtet.“ Ziel dieses produktionsorientierten Verfahrens ist die Herstellung eines intensiven Kontaktes mit dem Text. Es soll die innere Vorstellungskraft, die Fähigkeit zur Perspektivübernahme und das Fremdverstehen fördern.
Laut Kerncurriculum sollen die Schülerinnen und Schüler durch einen kommunikativen Prozess Texte verstehen, nutzen und reflektieren. Kann dies gelingen, wenn jedes Kind seine individuelle Lektüre liest? Das Lesetagebuch hat in einem individualisierten Literaturunterricht auch den Zweck des Dialoges zwischen Schülerin oder Schüler und Lehrerin oder Lehrer. So bieten die Produkte der Schülerinnen und Schüler Anlass zur Nachfrage, für weitere Anregungen oder einfach zur Kenntnisnahme und Würdigung.
Das Lesetagebuch schafft, trotz Individualität, einen gemeinsamen Rahmen, der als Gesprächsgrundlage dient. Durch das Vorstellen ihrer Produkte bzw. durch meine Rückmeldung, während der Arbeitsphasen und in schriftlicher Form (siehe unten), erleben die Schülerinnen und Schüler, „dass ihre Erfahrungen, ihre Ideen und ihre Probleme bedeutsam sind und in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation ernst genommen werden.“
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Rückgang der Lesemotivation in der Grundschule und begründet die Relevanz eines interessengeleiteten Literaturunterrichts als pädagogische Gegenmaßnahme.
2 Lesemotivation durch interessengeleiteten Literaturunterricht: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Lesemotivation und Literaturunterricht, erläutert die Bedeutung der Literaturauswahl und zeigt die Notwendigkeit auf, Schüler als eigenständige Leser zu ernst zu nehmen.
3 Planungsgrundlagen der Unterrichtseinheit: Hier werden die spezifische Lerngruppe und ihre Lernvoraussetzungen analysiert, didaktische Entscheidungen begründet sowie die Ziele und methodischen Instrumente, wie das Lesetagebuch, im Detail beschrieben.
4 Darstellung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel bietet eine Übersicht über die gesamte Unterrichtsreihe und eine detaillierte Analyse einer spezifischen Unterrichtsstunde inklusive Reflexion des Schüler- und Lehrerverhaltens.
5 Gesamtreflexion: Im Fazit werden die Möglichkeiten und Grenzen des interessengeleiteten Literaturunterrichts diskutiert, der Lernzuwachs ausgewählter Schüler bewertet und Konsequenzen für die zukünftige Unterrichtspraxis gezogen.
Lesemotivation, Literaturunterricht, Grundschule, Lesetagebuch, interessengeleiteter Unterricht, Literaturauswahl, Lesekompetenz, produktionsorientierter Literaturunterricht, Schüleraktivierung, Differenzierung, Leseförderung, Leseinteresse, Metakognition, Lesebiographien, Selbstständigkeit.
Die Arbeit untersucht, wie durch einen interessengeleiteten Literaturunterricht die Lesemotivation von Grundschülern in einer 2. Klasse gefördert werden kann.
Zentrale Themen sind die Rolle der individuellen Literaturauswahl, die Bedeutung von Lesemotivation für den Bildungserfolg und die Implementierung von Lesetagebüchern als produktionsorientierte Methode.
Das Ziel ist herauszufinden, ob durch die Berücksichtigung von Schülerinteressen eine stabile Lesemotivation sowohl bei leistungsstarken als auch bei leistungsschwachen Kindern aufgebaut werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Unterrichtseinheit, deren Planung und Durchführung dokumentiert und reflektiert wird, wobei Erkenntnisse aus empirischen Studien zur Lesemotivation und didaktische Fachliteratur einfließen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des interessengeleiteten Unterrichts, die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit sowie die praktische Analyse und Reflexion des Unterrichtsverlaufs.
Lesemotivation, Grundschule, Lesetagebuch, interessengeleiteter Unterricht und individuelle Differenzierung sind die prägenden Begriffe.
Es dient als individualisiertes Instrument, um die aktive Auseinandersetzung mit der Lektüre zu fördern, den Dialog zwischen Lehrkraft und Kind zu ermöglichen und Metakognition anzuregen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein interessengeleiteter Unterricht die Identifikation mit der Lektüre stark erhöht und bei den meisten Schülern die Lesemotivation fördert, wobei die Auswahl der Aufgaben und die Gestaltung der Reflexionsphasen entscheidend für den Erfolg sind.
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