Bachelorarbeit, 2010
92 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Traditionelles Mobbing
1.1 Definitionen und Formen
1.2 Charakteristik der Beteiligten
1.3 Folgen für das Opfer
1.4 Zusammenfassung
2. Cyberspace
2. 1 Online-Kommunikation
2.1.1 Definition
2.1.2 Merkmale
2.1.3 Theorien und Modelle
2.2 Internet und Handy: Dienste und Anwendungen
2.3 Internet- und Handynutzung von Jugendlichen
2.4 Medienkompetenz
2.5 Zusammenfassung
3. Cyber-Mobbing
3.1 Definition
3.2 Merkmale
3.3 Häufigkeit
3.4 Formen und Methoden
3.5 Wie und wo findet Cyber-Mobbing statt?
3. 6 Charakteristik der Beteiligten
3.7 Wahrnehmung, Reaktionen und Strategien der Opfer auf Cyber-Mobbing
3.8 Folgen
3.9 Zusammenfassung
4. Sozialpädagogische Handlungsansätze
4.1 Soziale Arbeit an Schulen
4.2 (Online-)Beratung
4.3 Öffentlichkeitsarbeit
4.4 Zusammenfassung
5. Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen Cyber-Mobbing unter Kindern und Jugendlichen, analysiert dessen spezifische Erscheinungsformen, Ursachen sowie Folgen und leitet daraus sozialpädagogische Interventions- und Präventionsstrategien ab.
Enthemmung
Es hat sich gezeigt, dass Personen wenn sie das Internet benutzen, eher dazu neigen Dinge zu erzählen, zu sagen oder zu tun, die sie im richtigen Leben nicht preisgeben, sagen oder tun würden. Man bezeichnet dieses Phänomen als Enthemmung, das sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich bringt. Es scheint als erlaubten Informationstechnologien den Nutzern eher Rechtfertigungsstrategien für unverantwortliches Onlineverhalten zu finden. Die Enthemmung begründet sich allem Anschein nach in diesem Rechtfertigungsverhalten, mit denen Personen ihr Abweichen von sozialen Standards, gesellschaftlichen Normen und Gesetzen erklären, wie z.B. „Jeder macht so etwas“ oder „im Internet besteht Meinungsfreiheit, zu sagen was man will“.
Darüber hinaus tragen die Empfindung von Unsichtbarkeit und Anonymität und das damit verbundene vermeintliche ausbleiben von Konsequenzen für die Onlinehandlungen ebenfalls zu Enthemmung bei. Auch die Tatsache, dass durch moderne Medien eine Distanz zwischen den Nutzern entsteht ist ein wichtiger Punkt. Täter erhalten keine greifbare Rückmeldung, wann das Opfer „genug hat“ und wann die „Schmerzgrenze“ überschritten ist. Sie haben die Auswirkungen ihres Handelns und die Folgen für das Opfer nicht vor Augen; die spürbare Gefahr einer handgreiflichen Auseinandersetzung oder anderer umgehender Konsequenzen, die im Face-to-Face Kontakt gegeben ist, bleibt aus.
1. Traditionelles Mobbing: Grundlagen zu traditionellem Mobbing, seiner Definition und Auswirkungen auf Opfer werden erläutert, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Cyber-Mobbing aufzuzeigen.
2. Cyberspace: Das Kapitel beleuchtet Online-Kommunikation, deren Merkmale und die Nutzung digitaler Medien durch Jugendliche als theoretische Basis für Cyber-Mobbing.
3. Cyber-Mobbing: Eine detaillierte Untersuchung des Phänomens, seiner Definition, Erscheinungsformen, Täter-Opfer-Charakteristika und der Folgen für Betroffene.
4. Sozialpädagogische Handlungsansätze: Darstellung von Präventions- und Interventionsmöglichkeiten in den Bereichen Schule, Online-Beratung und Öffentlichkeitsarbeit.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse und Ableitung des weiteren Forschungsbedarfs zur Bekämpfung von Cyber-Mobbing.
Cyber-Mobbing, Jugendliche, Online-Kommunikation, soziale Arbeit an Schulen, Prävention, Intervention, Medienkompetenz, Bullying, Online-Beratung, Anonymität, Enthemmung, Cyber-Harassment, Internetnutzung, Digitale Medien, Cyber-Opfer.
Die Bachelorarbeit behandelt das Phänomen Cyber-Mobbing bei Kindern und Jugendlichen, beleuchtet dessen Merkmale, Formen und Folgen und entwickelt darauf aufbauend sozialpädagogische Strategien zum Umgang mit dieser Problematik.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Online-Kommunikation, die Analyse von Cyber-Mobbing als spezifische Form von Gewalt im digitalen Raum sowie die Darstellung praxisnaher Handlungsansätze für Pädagogen und Eltern.
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Cyber-Mobbing zu geben und konkrete sozialpädagogische Handlungsansätze zur Prävention und Intervention für die Arbeit mit Jugendlichen zu erarbeiten.
Die Arbeit basiert auf der fundierten Auswertung aktueller deutsch- und englischsprachiger Fachliteratur sowie ergänzenden Erkenntnissen aus Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung traditionellen Mobbings, die Grundlagen der virtuellen Welt, die detaillierte Analyse von Cyber-Mobbing sowie die Ableitung von Handlungsstrategien.
Die wichtigsten Schlagworte sind Cyber-Mobbing, Soziale Arbeit an Schulen, Medienkompetenz, Prävention, Online-Kommunikation und Cyber-Bullying.
Cyber-Mobbing zeichnet sich durch Anonymität, Distanz, ein grenzenloses Viktimisierungsrisiko und erhöhte Streuungsmöglichkeiten aus, da es zeit- und ortsunabhängig stattfindet.
Die Autorin beschreibt Enthemmung als Folge der Anonymität und des fehlenden direkten Feedbacks, was Täter dazu verleitet, soziale Normen zu missachten und brutaler zu agieren als im direkten Kontakt.
Peer-Mentoring bzw. Beratung durch Gleichaltrige wird als wertvolle Ressource hervorgehoben, da Jugendliche eher den Rat von Gleichaltrigen annehmen und diese oft glaubwürdiger in Fragen der Online-Welt sind.
Medienkompetenz ist Voraussetzung für einen reflektierten Umgang mit digitalen Technologien, um sowohl die Risiken von Cyber-Mobbing zu verstehen als auch das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen.
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