Bachelorarbeit, 2011
108 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
2 Grundlagen und Hintergründe
2.1 Finanzkrise
2.2 TBTF-Diskussion
2.3 Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensektors
2.3.1 Stresstests
2.3.2 Eigenkapitalanforderungen
2.3.2.1 Anforderungen durch Basel III
2.3.2.1.1 Verbesserung der regulatorischen Eigenkapitalbasis
2.3.2.1.2 Aufschlag für SIFIs
2.3.2.1.3 Leverage Ratio
2.3.2.1.4 Kritik an Basel III
2.3.2.2 Eigenkapitalvorschriften für Schweizer Banken
2.3.2.2.1 Eigenkapitalanforderungen
2.3.2.2.2 Vergleich mit Basel III
2.3.2.3 Kosten durch höhere Eigenkapitalanforderungen
3 Das Instrument der CoCo-Bonds
3.1 Funktionsweise von CoCo-Bonds
3.1.1 Abgrenzung
3.1.2 Beispiel einer Wandlung
3.2 Definition des Wandlungsauslösers
3.2.1 Institutsspezifische Trigger
3.2.1.1 Marktpreise als Trigger
3.2.1.1.1 Möglichkeiten der Manipulation
3.2.1.1.2 Kombination zweier marktbasierter Trigger
3.2.1.2 Kernkapitalquote und Bilanzkennzahlen als Auslöser
3.2.1.3 Regulatorischer Trigger
3.2.2 Systembedingter Trigger
3.2.3 Binärer Trigger
3.2.4 Beurteilung
3.3 Ausmaß der Wandlung
3.4 Umwandlungsverhältnis
3.4.1 Fixes Wandlungsverhältnis
3.4.2 Variables Wandlungsverhältnis
3.4.3 Potentielle Risiken
3.4.4 Beurteilung
3.5 Laufzeit
3.6 Gesetzliche Grundlage für CoCo-Bonds in Deutschland
3.7 Kritik und potentielle Gefahren von CoCo-Bonds
4 Bewertungsmodelle für CoCo-Bonds
4.1 Vergleich zur Wandelanleihe
4.2 Modell zur Bewertung basierend auf Optionen
4.2.1 Bewertung eines Zero CoCo-Bond
4.2.2 Bewertung eines CoCo-Bonds mit Kupons
4.2.3 Beispiel einer Bewertung
5 Potentielle Marktgröße und Markfähigkeit
5.1 Szenario für einen potentiellen CoCo-Bonds Markt in Europa
5.2 Marktfähigkeit von CoCo-Bonds
5.2.1 Ratingagenturen
5.2.2 Investoren
5.2.3 Banken als Emittenten
5.2.4 Mitarbeiter
5.2.5 Beurteilung der Marktfähigkeit
5.3 Bisherige bedeutende Emissionen
6 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob sogenannte Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) ein geeignetes Instrument zur Krisenprävention im Bankensektor darstellen, um die Kapitalausstattung bei Krisenereignissen automatisch zu verbessern und staatliche Rettungsmaßnahmen zu vermeiden.
3.1 Funktionsweise von CoCo-Bonds
Die Finanzkrise hat gezeigt, dass die Kapitalausstattung vieler Finanzinstitute nicht ausreichend war und viele Eigenkapitalbestandteile ihre angedachte Funktion nicht erfüllen konnten. Zunehmend werden daher Contingent Convertible Bonds als Möglichkeit zur Verbesserung der Kapitalbasis – und somit zur Vermeidung von staatlichen Rettungsmaßnahmen – gesehen.108
Man versteht unter Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds)109 eine spezielle Anleiheform, die bei Eintreffen eines vorher definierten Ereignisses zu einem bestimmten Wandlungsverhältnis in Eigenkapital gewandelt wird.110 Der Investor eines CoCo-Bonds erhält also im Fall der Wandlung Aktien des betreffenden Kreditinstitutes. Erfolgt während der Laufzeit keine Wandlung, werden die CoCo-Bonds, wie gewöhnliche Bonds, am Ende der Laufzeit getilgt. Bei CoCo-Bonds handelt es sich wie bei klassischen Wandelanleihen um ein hybrides Finanzierungsinstrument.111
Entgegen einer herkömmlichen Wandelanleihe, bei welcher der Inhaber und somit Anleihegläubiger das Recht hat, gemäß festgelegten Bedingungen die Anleihen in Aktien des Emittenten umzuwandeln, erfolgt die Wandlung eines CoCo-Bonds automatisch durch ein vorher festgelegtes Ereignis. Der Investor muss also ggf. einen Umtausch bzw. Debt-Equity-Swap hinnehmen.112 Dies hat zur Folge, dass auch die Gläubiger im Falle einer Schieflage der Bank zur Verantwortung gezogen werden können und abhängig von der konkreten Ausgestaltung Verluste erleiden.
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Problematik der Finanzkrise und die Rolle der Eigenkapitalausstattung sowie Zielsetzung der Untersuchung von CoCo-Bonds.
2 Grundlagen und Hintergründe: Analyse der Finanzkrise, der TBTF-Problematik sowie regulatorischer Maßnahmen wie Basel III und nationaler Anforderungen.
3 Das Instrument der CoCo-Bonds: Detaillierte Betrachtung der Funktionsweise, der verschiedenen Wandlungsauslöser (Trigger), des Wandlungsausmaßes und der rechtlichen Rahmenbedingungen.
4 Bewertungsmodelle für CoCo-Bonds: Darstellung theoretischer Ansätze zur Bepreisung dieser hybriden Instrumente basierend auf Optionen und Kreditderivaten.
5 Potentielle Marktgröße und Markfähigkeit: Abschätzung des europäischen Marktpotenzials und Analyse der Akzeptanz bei Ratingagenturen, Investoren und Emittenten.
6 Resümee und Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Eignung der CoCo-Bonds als Krisenpräventionsinstrument und Ausblick auf künftige Entwicklungen.
CoCo-Bonds, Finanzkrise, Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapital, Wandlungsauslöser, Trigger, Krisenprävention, Systemrelevanz, TBTF, Wandelanleihen, Kapitalausstattung, Finanzmarkt, Bewertungsmodell, Risikomanagement
Die Arbeit untersucht das Instrument der sogenannten Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds) hinsichtlich ihrer Eignung als Instrument zur Krisenprävention in der Bankenbranche.
Die Arbeit behandelt die Funktionsweise der CoCo-Bonds, deren regulatorische Einbettung, mathematische Bewertungsmodelle sowie die praktische Marktfähigkeit für Investoren und Emittenten.
Ziel ist es zu klären, ob CoCo-Bonds die Kapitalbasis von Banken in Krisenzeiten tatsächlich effektiv stärken können, um staatliche Rettungsmaßnahmen (Bail-outs) zu verhindern.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen mit einem quantitativen Bewertungsmodell, das auf Finanzoptionen und mathematischen Modellen (Black & Scholes) basiert.
Der Hauptteil analysiert intensiv die Gestaltung von Wandlungsauslösern (Trigger), das Wandlungsverhältnis, die rechtlichen Grundlagen (speziell in Deutschland) sowie die Risiken und Bewertungsmodelle für diese Anleiheform.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie CoCo-Bonds, Bankenregulierung, Krisenprävention, Basel III, Systemrelevanz (TBTF) und Eigenkapitalanforderungen definieren.
Der entscheidende Unterschied ist, dass die Wandlung bei einem CoCo-Bond automatisch bei Eintreffen eines vordefinierten, meist kritischen Ereignisses (Trigger) erfolgt, während bei der klassischen Wandelanleihe der Gläubiger das Wandlungsrecht aktiv ausübt.
Kritiker führen das Risiko der sogenannten "Death Spirals" an, bei denen die Ankündigung einer bevorstehenden Wandlung zu Kursverlusten bei den Aktien führt, was wiederum Vertrauen entzieht und die Krise des Instituts weiter verschärfen könnte.
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