Magisterarbeit, 2003
84 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
1.1. Das Projekt
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Sprache und Kultur
2.1. Zur Geschichte und Kultur der Sprecher des Rumanyo
2.2. Ausgewählte Elemente des Rumanyo
2.2.1. Zuordnung und Klassifikation des Rumanyo
2.2.2. Dialektale Abweichungen
2.2.3. Phonologie, Prosodologie, Morphologie
2.3. Die Zielgruppe
2.3.1. Zur Bestimmung der Zielgruppe
2.3.2. Das Rumanyo-Wörterbuch und seine Zielgruppe
Einleitung zum Hauptteil
3. Die Datenerhebung
3.1. Zur Erhebung lexikografischer Daten
3.1.1. Informantenbefragung im Feld
3.1.2. Lexikostatistische Wortlisten
3.2. Die Erhebung der vorliegenden Daten
3.2.1. Nyangana 1965
3.2.2. 35 dunkle Jahre
3.3. Eine Bestandsaufnahme des vorliegenden Materials
4. Die Datenaufbereitung
4.1. Theorie der Datenaufbereitung
4.1.1. Schnittpunkt Datenerhebung – Datenaufbereitung – Datenanalyse
4.1.2. Eingrenzung des Arbeitsschritts der Datenaufbereitung
4.2. Probleme der Übersetzung
4.3. Computergestützte Datenaufbereitung
4.3.1. Anforderungen an eine lexikalische Datenbank
4.3.2. Computergestützte Textanalyse und Korpusauswertung
4.4. Zur Aufbereitung der Daten des Rumanyo-Wörterbuches
5. Die Datenanalyse
5.1. Geschichte und Theorie der Lexikografie der Bantusprachen
5.2. Die lexikalische Makrostruktur
5.2.1. Nomen
5.2.2. Nasalklasse
5.2.3. Verben und Adjektive
5.2.4. Erweiterte Verbformen und Verbalderivate
5.2.5. Ideophone, Interjektionen und Lehnwörter
5.3. Die lexikalische Mikrostruktur
5.3.1. Aufbau des Artikels und Reihenfolge der Elemente
5.3.2. Bestandteile des Artikels I: Wortartbezeichnungen und grammatische Formen
5.3.3. Bestandteile des Artikels II: Sachgebiete und Stilebenen
5.3.4. Bestandteile des Artikels III: Übersetzung, Kontextualisierung und Beispiele
6. Die Darstellungsform
6.1. Sortierung der Wörterbucheinträge
6.2. Zur Darstellungsform von Printwörterbüchern
6.3. Alternative Darstellungsformen
6.4. Typologie des Rumanyo-Wörterbuches
7. Kritische Zusammenfassung und Ausblick
8. Bibliografie
8.1. Literaturverzeichnis
8.2. Verzeichnis der Tabellen, Bilder und Karten
8.3. Abbreviaturenverzeichnis
Ziel der Arbeit ist es, die theoretisch-methodologischen Grundlagen für die Anlage eines modernen Schulwörterbuchs für das Rumanyo, eine Bantusprache in Namibia, zu schaffen und dabei aktuelle lexikografische Anforderungen zu berücksichtigen.
Die Datenerhebung
In einem Wörterbuch kann nach Reichmann (1990:1589) „...nur dasjenige dargeboten, interpretiert, verarbeitet usw. werden, was vorher erhoben wurde“. Bei der Datenerhebung gibt es zwei Möglichkeiten, die vielfältig kombinier- und anwendbar sind:
i) Die Erhebung primärer Daten
Primäre Daten sind nach Reichmann (ebd.) dadurch gekennzeichnet, dass sie vom Lexikografen selbst oder unter seiner Aufsicht nach von ihm selbst entwickelten oder bestimmten Verfahren speziell für ein Projekt erhoben werden.
ii) Die Erhebung und / oder Analyse sekundärer Daten
Unter sekundären Daten versteht Reichmann (ebd.) alle diejenigen, „...die für andere Zwecke erhoben und der wissenschaftlichen Benutzung in irgendeiner Form zugänglich gemacht wurden.“
Sowohl die Erhebung als auch die Verwendung primärer und sekundärer Daten oder Kombinationen aus beiden verhalten sich nicht unproblematisch. Reichmann (1990:1589ff.) und Bergenholtz et.al. (1990:1611ff.) führen diverse Vorgehensweisen auf und diskutieren Vorzüge und Probleme. Grundlegend gilt jedoch: Die Erhebung primärer Daten bleibt der Gruppe der gegenwartsbezogenen Wörterbücher vorbehalten, womit die Verwendung sekundärer Daten nicht ausgeschlossen sein muss, sofern verwertbare Daten zur Verfügung stehen oder überhaupt bereits existieren. Historische Wörterbücher können ausschließlich auf sekundären Daten basieren.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Wörterbüchern und Vorstellung des spezifischen Projekts zur Erstellung eines Schulwörterbuchs für Rumanyo.
2. Sprache und Kultur: Ethnografische Einordnung der Manyo-Sprecher und theoretische Herleitung der Zielgruppe sowie der sprachlichen Besonderheiten des Rumanyo.
3. Die Datenerhebung: Diskussion der Methoden zur lexikografischen Datenerhebung und konkrete Darstellung der Materialbeschaffung in der Region.
4. Die Datenaufbereitung: Erörterung der theoretischen Aspekte der Datenaufbereitung, Übersetzungsprobleme und Anforderungen an eine lexikalische Datenbank.
5. Die Datenanalyse: Detaillierte Untersuchung der Lexikografie der Bantusprachen, insbesondere der Makro- und Mikrostruktur für Nomen und Verben.
6. Die Darstellungsform: Evaluation von Sortiersystemen, Print-Darstellung und Potenzial elektronischer Wörterbuchsysteme wie Kirrkirr.
7. Kritische Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der erreichten Ergebnisse und Empfehlungen für zukünftige Forschungs- und Dokumentationsprojekte.
Rumanyo, Bantusprache, Lexikografie, Schulwörterbuch, Datenerhebung, Datenaufbereitung, Datenanalyse, Makrostruktur, Mikrostruktur, Namibia, Kavango-Region, Computerlexikografie, Sprachdokumentation, Zweisprachiges Wörterbuch.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und methodischen Fundierung eines modernen zweisprachigen Schulwörterbuchs für das Rumanyo, eine Bantusprache in Namibia.
Die Themenfelder umfassen die soziokulturelle Einordnung der Sprecher, die methodische Erhebung und Aufbereitung lexikografischer Daten sowie die Gestaltung der Makro- und Mikrostruktur eines Wörterbuchs.
Das Ziel ist die Erstellung einer wissenschaftlich fundierten Arbeitsgrundlage zur Anlage des Wörterbuchs, da bisher kaum beschreibende Literatur für das Rumanyo existiert.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur Bantulexikografie, Feldforschungsberichten, informantengestützten Ansätzen und computergestützter Datenmodellierung (XML-Datenbanken) verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Prozesse der Datenerhebung, die Datenaufbereitung (inklusive Übersetzung) und die Analyse des sprachlichen Materials zur Definition der Wörterbuchstruktur.
Zentrale Begriffe sind Rumanyo, Bantu-Lexikografie, Benutzerorientierung, Datenbankarchitektur und Sprachstandardisierung.
Die Arbeit entscheidet sich für die Nutzung von Rugciriku als Standardvariante, während dialektale Abweichungen des Rushambyu entsprechend dokumentiert und markiert werden.
Moderne Datenbanken nach XML-Standard bieten die notwendige Flexibilität, um große Mengen heterogener Daten zu verwalten und für spätere Druckausgaben sowie digitale Anwendungen zu strukturieren.
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