Masterarbeit, 2011
223 Seiten, Note: 2,5
1. Einführung
1.1 Aktueller Anlass und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2. Der Mittelstand in Deutschland
2.1 Abgrenzung KMU
2.2 Merkmale des Mittelstandes in Deutschland
2.3 Finanzwirtschaftliche Situation
2.3.1 Leistungsindikatoren
2.3.1.1 Ertragslage
2.3.1.2 Umsatzrendite
2.3.1.3 Eigenkapitalsituation
2.3.1.4 Bonität
2.3.1.5 Investitionsverhalten
2.3.1.6 Insolvenzentwicklung
2.3.2 Finanzierung
2.3.2.1 Finanzierungsinstrumente
2.3.2.2 Bankkredit
2.3.3 Fazit über die finanzwirtschaftliche Situation des Mittelstandes
3. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
3.1 Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
3.1.1 Entstehung und Ziele
3.1.2 Mitglieder und Struktur
3.1.3 Motive und Ziele
3.2 Basel I
3.2.1 Eigenkapitalunterlegung nach Basel I
3.2.2 Anwendung von Basel I
3.2.3 Eigenmittel der Banken
3.2.3.1 Definition der Eigenmittel
3.2.3.2 Zusammensetzung der Eigenmittel
3.2.3.2.1 Kernkapital
3.2.3.2.2 Ergänzungskapital
3.2.3.2.3 Abzugsposten
3.2.3.2.4 Drittrangmittel
3.2.4 Motive für die Novellierung von Basel I
3.3 Basel II
3.3.1 Der Weg von Basel I zu Basel II
3.3.2 Inhaltliche Kernpunkte - Das Drei-Säulen-Konzept
3.3.2.1 Mindesteigenkapitalanforderungen (Säule 1)
3.3.2.1.1 Der Standardansatz (externes Rating)
3.3.2.1.2 IRB-Ansatz (Internes Rating)
3.3.2.1.3 Internes versus externes Rating
3.3.2.1.3.1 Risikogewichte
3.3.2.1.3.2 Sicherheiten zur Minderung des Risikos
3.3.2.2 Aufsichtliches Überprüfungsverfahren (Säule 2)
3.3.2.3 Offenlegungsanforderungen (Säule 3)
4. Mittelstand und Basel II
4.1 Mittelstandsrating nach Basel II
4.1.1 Begriffliche Einordnung
4.1.2 Elemente im Ratingprozess
4.1.2.1 Quantitative Faktoren
4.1.2.1.1 Vermögenslage
4.1.2.1.1.1 Vermögensstrukturanalyse
4.1.2.1.1.2 Kapitalstrukturanalyse
4.1.2.1.2 Finanzlage
4.1.2.1.3 Ertragslage
4.1.2.2 Qualitative Faktoren
4.1.2.3 Warnsignale
4.1.2.4 Haftungsverbünde
4.2 Auswirkungen von Basel II auf die Finanzierung von KMU
4.2.1 Eigenkapitalunterlegung für Kredite an den Mittelstand
4.2.1.1 Retail-Portfolio
4.2.1.2 KMU-Portfolio
4.2.1.3 Langfristige Kredite
4.2.1.4 Auswirkungen auf die Eigenkapitalunterlegung
4.2.1.5 Fazit über die Sonderregelungen für Kredite an KMU
4.2.2 Auswirkungen von Basel II auf die Kreditkonditionen
4.2.3 Fazit über die Auswirkungen von Basel II auf KMU
5. Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung Basel III
5.1 Motive für die Novellierung von Basel II - Die Subprime-Krise
5.2 Zielsetzung von Basel III
5.3 Inhaltliche Kernpunkte
5.3.1 Eigenkapitalanforderungen
5.3.1.1 Gesamtkapitalquote und Neudefinition der Eigenmittel
5.3.1.2 Verschuldungsobergrenze
5.3.2 Liquiditätsanforderungen
5.3.2.1 Liquidity Coverage Ratio
5.3.2.2 Net Stable Funding Ratio
5.4 Auswirkungen von Basel III auf das deutsche Bankensystem
5.4.1 Eigenkapitalanforderungen
5.4.1.1 Gesamtkapitalquote und Neudefinition der Eigenmittel
5.4.1.2 Leverage Ratio
5.4.2 Liquiditätsanforderungen
5.5 Mögliche Auswirkungen von Basel III auf den deutschen Mittelstand
5.5.1 Gesamtkapitalquote und Neudefinition der Eigenmittel
5.5.1.1 Mögliche Auswirkungen auf die Kreditvergabe
5.5.1.2 Mögliche Auswirkungen auf die Kreditkonditionen
5.5.2 Leverage Ratio
5.5.3 Liquiditätsanforderungen
5.5.4 Bankenumfrage zu Basel III
6. Handlungsmöglichkeiten für den deutschen Mittelstand
6.1 Ausgesuchte Maßnahmen zur Verbesserung des Ratings
6.1.1 Vorbereitung auf das Rating
6.1.2 Ratingstrategie
6.1.2.1 Transparenz und Kommunikation
6.1.2.2 Optimierung der Finanzierung
6.1.2.3 Chancen und Risikomanagement
6.1.2.4 Nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes
6.2 Ausgesuchte alternative Finanzierungsinstrumente
6.2.1 Beteiligungsfinanzierung
6.2.2 Mezzanine-Finanzierung
6.2.3 Leasing
6.2.4 Factoring
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis untersucht die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften (Basel III) auf die Finanzierungssituation kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Deutschland. Das Ziel ist es, zu analysieren, ob durch diese regulatorischen Änderungen mit einer verteuerten Kreditvergabe oder einer Kreditklemme für den Mittelstand zu rechnen ist und welche strategischen Gegenmaßnahmen Unternehmen ergreifen können, um ihre Finanzierung nachhaltig zu sichern.
3.1.3 Motive und Ziele
Die sog. Eigenkapitalvereinbarung „Basel I“ von 1988 war das erste Regelwerk des Basler Ausschusses mit Eigenmittelempfehlungen. Anlass für seine Entstehung stellte die Besorgnis der damaligen Zentralbankpräsidenten der G10-Länder dar, dass das Eigenkapital der weltweit wichtigsten Banken durch ihren anhaltenden Verdrängungskampf und in Kombination mit dem Auftritt zunehmender Insolvenzen von Kreditnehmern auf ein gefährliches Niveau gefallen war. Da Kreditausfälle die Sicherheit der Einlagen und die Existenz einer Bank in Gefahr bringen können, verlangte Basel I, dass international tätige Banken einen bestimmten Kapitalbeitrag zur Unterlegung der eingegangen Risiken vorhalten mussten (sog. regulatorisches Kapital).Ziel dieser Vorschriften war somit die Förderung und Sicherung eines funktionierenden Bankwesens, um das Insolvenzrisiko der Banken und mögliche Kosten für die Einleger beim Konkurs der Bank zu verringern. Basel I zielte somit auf die Sicherung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung und die Schaffung einheitlicher internationaler Wettbewerbsbedingungen ab.
1. Einführung: Dieses Kapitel erläutert den aktuellen Anlass der Untersuchung, die Relevanz für den deutschen Mittelstand sowie den Aufbau und die Vorgehensweise der Masterthesis.
2. Der Mittelstand in Deutschland: Es wird die Definition von KMU dargelegt, die Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Volkswirtschaft aufgezeigt und die finanzwirtschaftliche Situation anhand von Leistungsindikatoren und Finanzierungsstrukturen analysiert.
3. Die Baseler Eigenkapitalvereinbarungen: Das Kapitel bietet eine historische Darstellung des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht und analysiert die Entwicklung der Eigenkapitalvereinbarungen von Basel I bis Basel II.
4. Mittelstand und Basel II: Hier wird der Ratingprozess nach Basel II im Detail untersucht, wobei quantitative und qualitative Faktoren erläutert und die Auswirkungen auf die Finanzierung von KMU bewertet werden.
5. Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung Basel III: Der Fokus liegt auf der Analyse der neuen Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen unter Basel III, deren Auswirkungen auf das deutsche Bankensystem und deren potenzielle Konsequenzen für den deutschen Mittelstand.
6. Handlungsmöglichkeiten für den deutschen Mittelstand: Es werden praxisorientierte Maßnahmen zur Ratingoptimierung sowie alternative Finanzierungsinstrumente wie Beteiligungsfinanzierung, Mezzanine-Kapital, Leasing und Factoring als strategische Handlungsoptionen vorgestellt.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der regulatorischen Änderungen auf die Finanzierungsperspektiven des deutschen Mittelstands in einem stabilen Wirtschaftsumfeld.
Basel III, Mittelstand, KMU, Kreditfinanzierung, Eigenkapitalquote, Rating, Bankkredit, Liquidität, Risikomanagement, Finanzierungsinstrumente, Kreditkonditionen, Basel II, Bonität, Solvenz, Investitionsverhalten.
Die Arbeit analysiert die potenziellen Auswirkungen der internationalen Bankenregulierung, insbesondere des Basel III-Abkommens, auf die Finanzierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Baseler Eigenkapitalvereinbarungen, das Ratingverfahren für den Mittelstand, Auswirkungen auf Kreditkonditionen sowie alternative Finanzierungsmöglichkeiten für KMU.
Das Ziel ist es zu klären, ob die neuen, verschärften Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften zu einer Kreditklemme oder verteuerten Konditionen führen und wie der deutsche Mittelstand darauf reagieren kann.
Die Arbeit basiert auf einer inhaltlichen Analyse der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie einer Auswertung finanzwirtschaftlicher Kennzahlen und Studien. Zudem wird eine eigene Bankenumfrage durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Regulierungsgeschichte, die Analyse der Auswirkungen von Basel II auf den Mittelstand und die detaillierte inhaltliche Durchdringung der neuen Basel III-Anforderungen hinsichtlich Eigenkapital und Liquidität.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Basel III, Mittelstand, Eigenkapitalquote, Rating, Kreditkonditionen und Finanzierungsinstrumente charakterisieren.
Sie gewinnt massiv an Bedeutung, da Kreditinstitute unter Basel III risikoadäquate Eigenkapitalanforderungen stellen, bei denen eine solide Eigenkapitalausstattung die Bonität verbessert und somit die Kreditkosten maßgeblich beeinflusst.
Die Arbeit empfiehlt, eine systematische Ratingstrategie zu verfolgen, das Finanz-Controlling zu stärken sowie alternative Finanzierungsinstrumente wie Mezzanine-Kapital, Leasing oder Factoring in Erwägung zu ziehen, um die Bilanzstruktur zu verbessern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

