Diplomarbeit, 2003
98 Seiten, Note: 3,0
1. Überblick über die betrachteten Rechnungslegungssysteme
1.1 Zielsetzung und Adressaten der Rechnungslegung in Deutschland
1.1.1 Handelsgesetzbuch (HGB) und Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung (GoB)
1.1.2 Deutsche Rechnungslegungs Standard (DRS)
1.2 Zielsetzung und Adressaten der Rechnungslegung nach International Accounting Standards (IAS)
2. Vergleich der Bilanzierungskonzeptionen nach HGB, IAS und DRS
2.1 HGB
2.1.1 Generalnorm
2.1.2 Rahmengrundsätze
2.1.3 Kapitalerhaltungsgrundsätze
2.1.4 Sonstige relevante Grundsätze
2.2 IAS
2.2.1 Generalnorm
2.2.2 Grundlegende Annahmen (underlying assumptions)
2.2.3 Qualitative Merkmale (qualitative characteristics)
2.3 DRS
2.3.1 Generalnorm
2.3.2 Informationsgrundsätze
2.3.3 Gewinnermittlungsgrundsätze
2.4 Beurteilung der unterschiedlichen Gewichtung der der Bilanzierung zugrunde liegenden Prinzipien
3. Vergleich der Ansatz- und Bewertungskonzeption nach HGB, IAS und DRS am Beispiel der Aktiv-seite
3.1 HGB
3.1.1 Vermögensgegenstände, Bilanzierungshilfen, RAP
3.1.2 Erstbewertung
3.1.2.1 Anschaffungskosten
3.1.2.2 Herstellungskosten
3.1.3 Folgebewertung
3.1.3.1 Planmäßige Abschreibungen
3.1.3.2 Außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen
3.2 IAS
3.2.1 Vermögenswerte (assets)
3.2.2 Erstbewertung
3.2.2.1 Anschaffungskosten (costs of purchase)
3.2.2.2 Herstellungskosten (costs of conversion)
3.2.3 Folgebewertung
3.2.3.1 Bevorzugte Methode (benchmark treatment)
3.2.3.2 Alternativ zulässige Methode (allowed alternative treatment)
3.2.3.3 Außerplanmäßige Abschreibung
3.3 DRS
3.3.1 Vermögenswerte
3.3.2 Erstbewertung
3.3.2.1 Anschaffungskosten
3.3.2.2 Herstellungskosten
3.3.3 Folgebewertung
3.3.3.1 Planmäßige Abschreibungen
3.3.3.2 Neubewertung
3.3.3.3 Außerplanmäßige Abschreibung
3.4 Beurteilung des Wertansatzes nach HGB, IAS und DRS
4. Auswirkungen auf die Besteuerung bei Anwendung der untersuchten Rechnungslegungsvorschriften im Einzelabschluss
4.1 Funktionen im Einzelabschluss
4.1.1 HGB
4.1.1.1 Informations- und Ausschüttungsbemessungsfunktion
4.1.1.2 Einfluss auf die Besteuerung über das Maßgeblichkeitsprinzip
4.1.2 IAS
4.1.2.1 Informationsfunktion
4.1.2.2 Maßgeblichkeit auf Basis der IAS? – Mögliche Lösungsansätze
4.1.3 DRS
4.1.3.1 Informationsfunktion
4.1.3.2 Maßgeblichkeit auf Basis der DRS?
4.1.4 Beurteilung der Anwendbarkeit von IAS/DRS im Einzelabschluss
Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht kritisch den Entwurf des DRSC-Rahmenkonzepts zur Rechnungslegung und vergleicht ihn mit bestehenden HGB- und IAS-Regelungen, insbesondere hinsichtlich der Anwendbarkeit im deutschen Einzelabschluss unter Berücksichtigung steuerlicher Auswirkungen.
2.4 Beurteilung der unterschiedlichen Gewichtung der der Bilanzierung zugrunde liegenden Prinzipien
Die Rechnungslegungsgrundsätze nach HGB, IAS und DRS stimmen weitgehend überein, allerdings ist die Gewichtung der Grundsätze unterschiedlich. Dabei ist eine starke Orientierung der DRS an den IAS zuerkennen und auch gewollt.
Auffallend ist die in IAS und DRS untergeordnete Stellung des Vorsichtsprinzips. Sie verdeutlich die Abkehr vom Gläubigerschutz- und Kapitalerhaltungsgedanken des HGB, was durch die Ausweitung des Realisationsprinzip auf den Ausweis unrealisierter Gewinne noch verstärkt wird. Die Abkehr vom Vorsichtsprinzip ist kritisch zu betrachten. Einerseits erlaubt sie es, realistischere Angaben über den aktuellen Stand der Unternehmenslage zu machen und somit den Investor besser zu informieren. Andererseits wird die Stellung der Gläubiger eindeutig geschwächt. Ein höherer Gewinnausweis, der sich unzweifelhaft durch die Bilanzierung nach IAS ergibt birgt, das Risiko, dass dieser auch mit einer höheren Ausschüttung und dadurch mit einem Abfluss von Haftungskapital verbunden ist. Dies kann auch nicht im Sinne eines Investors sein. Denn durch eine Investition wird auch er zum Gläubiger. So mag im zwar daran gelegen sein, möglichst hohe Dividenden oder andere Gewinnbeteiligungen zu erhalten, gleichzeitig sollte aber auch für ihn die Erhaltung des Unternehmens mitsamt einer gesunden Kapitalstruktur im Vordergrund stehen.
1. Überblick über die betrachteten Rechnungslegungssysteme: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Entwicklung und Ziele des HGB, der DRS und der IAS im Kontext internationaler Kapitalmärkte.
2. Vergleich der Bilanzierungskonzeptionen nach HGB, IAS und DRS: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen und Bilanzierungskonzeptionen der drei Systeme gegenübergestellt.
3. Vergleich der Ansatz- und Bewertungskonzeption nach HGB, IAS und DRS am Beispiel der Aktiv-seite: Dieses Kapitel vertieft den Vergleich anhand konkreter Bilanzierungsbeispiele auf der Aktivseite, insbesondere Erst- und Folgebewertung.
4. Auswirkungen auf die Besteuerung bei Anwendung der untersuchten Rechnungslegungsvorschriften im Einzelabschluss: Der Hauptteil analysiert die steuerlichen Konsequenzen und die Problematik der Maßgeblichkeit bei einer möglichen Öffnung des Einzelabschlusses für IAS oder DRS.
Rechnungslegung, HGB, IAS, DRS, Rahmenkonzept, Bilanzierung, Bewertung, Maßgeblichkeitsprinzip, Gläubigerschutz, Vorsichtsprinzip, Einzelabschluss, Konzernabschluss, Kapitalerhaltung, Steuerbilanz, Handelsbilanz.
Die Arbeit analysiert den Entwurf des DRSC-Rahmenkonzepts und bewertet dessen Eignung im Vergleich zu etablierten HGB- und IAS-Vorschriften.
Im Zentrum stehen die Bilanzierungs- und Bewertungskonzepte für den Einzelabschluss sowie die Auswirkungen einer Internationalisierung auf die deutsche Besteuerung.
Das Ziel ist eine kritische Würdigung der geplanten Standards des DRSC und die Analyse der Auswirkungen auf das deutsche Maßgeblichkeitsprinzip.
Es erfolgt ein rechtsvergleichender Ansatz sowie eine systematische Analyse der Prinzipien und Regelungen in HGB, IAS und dem Entwurf des DRSC.
Der Hauptteil gliedert sich in den methodischen Vergleich der Bilanzierungskonzepte und die kritische Diskussion über die Auswirkungen auf die Besteuerung bei Anwendung internationaler Vorschriften im Einzelabschluss.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Rechnungslegungssysteme, Maßgeblichkeit, Kapitalerhaltung, Gläubigerschutz und Internationalisierung.
Der Autor hinterfragt die Anwendbarkeit des DRSC-Rahmenkonzepts im Einzelabschluss, da es primär auf Informationszwecke ausgerichtet ist, während im Einzelabschluss auch die Ausschüttungsbemessung eine entscheidende Rolle spielt.
Der Autor sieht in der Abkehr vom Vorsichtsprinzip, wie sie in den IAS und teilweise im DRS-Entwurf vollzogen wird, eine Schwächung des Gläubigerschutzes, die kritisch zu hinterfragen ist.
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