Magisterarbeit, 1995
150 Seiten, Note: 1.0
Diese Magisterarbeit befasst sich mit Fichtes "Anweisung zum seligen Leben" (1806) vor dem Hintergrund der praktischen Philosophie Kants, insbesondere im Kontext der Postulatenlehre. Die Arbeit untersucht, wie Fichte Kants Moralbegründung kritisiert und eine eigene ethische Konzeption entwickelt. Dabei soll ein Verständnis für die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Philosophen, sowie für die Struktur ihres transzendentalen Fragens, gewonnen werden.
Das erste Kapitel stellt die praktische Philosophie Kants, insbesondere seine Postulatenlehre, dar. Es geht dabei um die Konzeption des höchsten Gutes und die Bedeutung der Postulate "Gott", "Freiheit" und "Unsterblichkeit der Seele". Das zweite Kapitel beleuchtet die Frage "Was kann ich wissen?" bei Kant und Fichte, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ihren methodischen Ansätzen in der theoretischen Philosophie aufzuzeigen. Das dritte Kapitel behandelt Fichtes Religionslehre, insbesondere seine "Anweisung zum seligen Leben" und die methodische Entwicklung des Absoluten in der Wissenschaftslehre von 1804. Das vierte Kapitel betrachtet die Kantischen Postulate aus der Perspektive von Fichtes Religionslehre und untersucht, wie Fichte Kants Moralbegründung in seiner eigenen ethischen Konzeption weiterentwickelt.
Die Arbeit behandelt die Themenbereiche praktische Philosophie, Moralphilosophie, Postulatenlehre, transzendentale Philosophie, Religionslehre, "Anweisung zum seligen Leben", "höchstes Gut", Freiheit, Unsterblichkeit, Gott, Kant, Fichte.
Es ist Fichtes Religionslehre, die die höchste Einheit von Sein und Denken (das Absolute) zum Ausgangspunkt hat.
Fichte kritisiert Kants Postulatenlehre und sucht einen direkteren Weg zum Absoluten, anstatt Gott und Unsterblichkeit nur als notwendige Annahmen der praktischen Vernunft zu sehen.
Die Postulate der praktischen Vernunft bei Kant sind Gott, Freiheit und die Unsterblichkeit der Seele.
Dies drückt Fichtes radikale religiöse Metaphysik aus, in der nur das Absolute (Gott) wahres Sein besitzt und alles andere nur Erscheinung ist.
Sie bildet das systematische Fundament, auf dem Fichte seine spätere Religionslehre von 1806 aufbaut.
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