Diplomarbeit, 2010
73 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Distressed M&A
2.1 Kriseninvestments
2.1.1 Eigenkapitalnachfrage durch Krisenunternehmen
2.1.2 Eigenkapitalangebot durch Investoren
2.1.3 Ökonomische Betrachtung von Sanierungsinvestitionen
2.2 Insolvenzverfahren
2.2.1 Insolvenz
2.2.2 Das Insolvenzplanverfahren
2.2.3 Das Regelinsolvenzverfahren (Übertragende Sanierung)
2.2.4 Die Rolle von Distressed Investments im Insolvenzverfahren
3 Der Debt-Equity-Swap
3.1 Finanztheoretische Erklärungen des Debt-Equity-Swap
3.1.1 Optimale Kapitalstruktur und Insolvenzkosten
3.1.2 Kapitalstruktur und Agency-Kosten
3.2 Die Anwendung des Debt-Equity-Swaps
3.2.1 Der klassische Ablauf in der Praxis
3.2.2 Rechtliche und steuerliche Fallstricke
3.2.3 Alternative Ablaufszenarien
3.3 Schlüsselrolle Forderungsbewertung
3.3.1 Der (Sekundär-) Markt für notleidende Forderungen
3.3.2 Forderungsbewertung in Krisen
3.3.3 Bewertungsalternative Recovery Rates
3.4 Kritische Würdigung des Debt-Equity-Swap
4 Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Restrukturierungsinstrument des Debt-Equity-Swap. Ziel ist es, dieses Instrument umfassend vorzustellen, sowohl finanztheoretisch zu erklären als auch dessen Durchführung in der Praxis unter Berücksichtigung rechtlicher und steuerlicher Aspekte zu erläutern und kritisch zu würdigen.
3.1.1 Optimale Kapitalstruktur und Insolvenzkosten
Im vorherigen Kapitel wurden Verwertungslösungen im Rahmen einer Insolvenz diskutiert und damit in erster Linie die Phase der Post-Insolvenz betrachtet. Der Debt-Equity-Swap wird jedoch vorrangig zur Bilanzsanierung vor Eintritt in die Insolvenz eingesetzt, um eine Überschuldung zu vermeiden. Diese Tatsache sowie weitere Aspekte der Pre-Insolvenz werden nun im Hauptteil dieser Arbeit behandelt. Für den Debt-Equity-Swap als Finanzierungsquelle in der Krise wird im Folgenden eine finanztheoretische Untersuchung vorgenommen und Möglichkeiten einer kostenoptimalen Aufteilung von Fremd- und Eigenkapital diskutiert.
Bei verschiedenen Ansätzen zur Bestimmung der optimalen Kapitalstruktur von Unternehmen ist die Frage relevant, ob bei gegebenem Kapitalvolumen etwa durch Veränderung des Verschuldungsgrades die gewichteten Gesamtkapitalkapitalkosten (WACC) verringert und damit ceteris paribus der Marktwert des Unternehmens erhöht werden kann. Eng damit verbunden ist der Gedanke, ob Finanzierungsentscheidungen, die das Kapitalvolumen verändern, derart getroffen werden können, dass sich die Kapitalkosten insgesamt verringern und der Unternehmenswert gesteigert werden kann. In einer vielbeachteten Arbeit zeigen Modigliani und Miller (1958) mit Hilfe eines Arbitrage-Arguments, dass die Wahl der Kapitalstruktur keinen Einfluss auf den Marktwert eines Unternehmens hat, und eine Steigerung des Unternehmenswertes nur durch Dispositionen im leistungswirtschaftlichen Bereich erfolgen kann. Allerdings lässt sich diese Irrelevanz der Kapitalstruktur nur unter den sehr restriktiven Annahmen eines vollkommenen Kapitalmarktes ableiten.
Vor diesem Hintergrund hat sich die sog. statische Trade-Off-Theorie der Kapitalstruktur entwickelt, welche zusätzlich Marktunvollkommenheiten modelliert. In der Literatur häufig thematisierte Einflussgrößen sind zusätzliche Auszahlungen an Dritte wie z.B. Steuerzahlungen auf Unternehmens- (Modigliani und Miller, 1963) und Investorenebene (Miller (1977); De Angelo/ Masulis (1980)), Insolvenzkosten (Scott (1976)) oder Transaktionskosten (Fischer/ Heinkel/ Zechner (1989)). Im Hinblick auf die Durchführung des Debt-Equity-Swaps werden an dieser Stelle die Steuereffekte zwar angeschnitten, jedoch der Fokus auf die Untersuchung von Insolvenzkosten gelegt.
1 Problemstellung: Einleitung in die Thematik der Unternehmenskrisen und Einführung des Debt-Equity-Swap als Instrument zur Bilanzsanierung.
2 Distressed M&A: Analyse der Phasen von Unternehmenskrisen, der Rolle von Sanierungsinvestoren sowie der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Insolvenzrecht.
3 Der Debt-Equity-Swap: Untersuchung der finanztheoretischen Grundlagen, der praktischen Anwendung, der Bewertungsfragen bei Forderungen sowie der kritischen Würdigung des Instruments.
4 Thesenförmige Zusammenfassung: Kompakte Darstellung der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit in thesenartiger Form.
Debt-Equity-Swap, Restrukturierung, Distressed M&A, Insolvenzverfahren, Kapitalstruktur, Insolvenzkosten, Forderungsbewertung, Recovery Rates, Eigenkapital, Sanierung, Agency-Kosten, Trade-Off-Theorie, Bilanzsanierung, Unternehmenskrise, Turnaround.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz des Debt-Equity-Swap als Sanierungsinstrument für Unternehmen in Krisensituationen, insbesondere zur Vermeidung einer Insolvenz.
Die zentralen Themen sind Unternehmenskrisen, das deutsche Insolvenzrecht, finanztheoretische Modelle zur Kapitalstruktur sowie die praktische Durchführung und Bewertung von Debt-Equity-Swap-Transaktionen.
Ziel ist es, den Debt-Equity-Swap fundiert vorzustellen, dessen finanztheoretische sowie rechtliche Komponenten zu analysieren und dessen Beitrag zur Sanierung kritisch zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender finanzwirtschaftlicher Theorien, empirischer Studien und der relevanten gesetzlichen Regelungen sowie Rechtsprechung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Erklärungen des Debt-Equity-Swap, die praktische Anwendung inklusive rechtlicher und steuerlicher Fallstricke sowie die Analyse der für das Instrument zentralen Forderungsbewertung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Debt-Equity-Swap, Restrukturierung, Distressed M&A, Kapitalstruktur und Forderungsbewertung charakterisiert.
Zweckgesellschaften bieten einen alternativen Weg zur Durchführung, um Haftungsrisiken bei der Einbringung von Forderungen zu verringern und die Komplexität der Kapitalmaßnahmen zu reduzieren.
Da Forderungen in der Krise notleidend sind, ist ihre korrekte Bewertung (Fair Value) essenziell für die Sacheinlage, um rechtliche Haftungsrisiken für den Investor zu vermeiden.
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