Bachelorarbeit, 2011
70 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffserklärungen
2.1 Mobilität und Mobilitätsmanagement
2.2 Partizipation
3 Mobilitätsmanagement an Schulen
3.1 Die Entwicklung der Verkehrserziehung in Deutschland
3.2 Kinder im Straßenverkehr
3.3 Unfälle
4 Mobilitätserziehung in der Praxis
4.1 Schulwege früher und heute
4.2 Mental Maps – Auswirkungen des Mobilitätsverhaltens
4.3 Beispielkampagne ‚FahrRad in Aachen‘
5 Die Rolle der Kinderbeteiligung in der Mobilitätserziehung
5.1 Voraussetzungen und gesetzliche Rahmenbedingungen
5.2 Formen der Kinderbeteiligung
5.3 Ziele der Kinderbeteiligung
6 Kinderleben in der Stadt
6.1 Lebenswelten
6.2 Warum Kinderstadtpläne?
7 Stadtpläne von Kindern für Kinder
7.1 Projektverlauf
7.2 Kinderbeteiligung bei der Planerstellung
7.3 formelle Kriterien
8 Kinderstadtpläne als geeignetes Werkzeug der Kinderbeteiligung?
8.1 Empirische Datenerhebung – methodisches Vorgehen
8.2 Sichtweisen – Kinder, Eltern, Experten
9 Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit Kinderstadtpläne als pädagogisches Instrument der Kinderbeteiligung im Rahmen des schulischen Mobilitätsmanagements geeignet sind, um die Verkehrssicherheit und die eigenständige Mobilität von Kindern im Grundschulalter zu fördern.
Die Rolle der Kinderbeteiligung in der Mobilitätserziehung
Kinderbeteiligung wird auf unterschiedlichen Ebenen rechtlich geregelt und auf verschiedenste Art und Weise umgesetzt. Wie dies im Detail aussieht und wie wichtig die Beteiligung von Kindern in der Mobilitätserziehung beziehungsweise bei kommunalen Mobilitätsprojekten ist, wird im Folgenden näher erläutert.
In einer demokratischen Gesellschaft muss die Kinderbeteiligung zunächst einige Voraussetzungen erfüllen. Beteiligungsrechte müssen gegeben sein, wobei das Partizipationsrecht von Kindern auch mit bestimmten Pflichten einhergeht. Es ist sich vor Augen zu führen, dass die Einflussnahme junger Menschen auch die Übernahme von Verantwortung für die entsprechenden, positiven oder negativen, Folgen mit sich bringt. Zudem setzt eine aktive Beteiligung auch Kinder voraus, die gewillt sind sich für gemeinschaftliche Anliegen zu engagieren. Bei schulischer Mobilitätserziehung muss ebenso auch das Lehrpersonal hinter der Entscheidung stehen die Kinder zu beteiligen und diese tatkräftig zu unterstützen, um die Arbeit erfolgreich durchführen zu können.
Rechtlich gesehen, spannt die UN-Konvention den Bogen über die Rechte der Kinder. In der UN-Kinderrechtskonvention machen die Partizipationsrechte neben Überlebens-, Entwicklungs- und Schutzrechten einen eigenen Rechtsbereich aus. Artikel 12 ist besonders wichtig und besagt: „Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife“.
1 Einleitung: Hinführung zum Thema Mobilitätsverhalten von Kindern, die Bedeutung der Mobilitätserziehung und die Forschungsfrage zu Kinderstadtplänen als Werkzeug der Partizipation.
2 Begriffserklärungen: Definition der zentralen Begriffe Mobilität, Mobilitätsmanagement und Partizipation im Kontext der Arbeit.
3 Mobilitätsmanagement an Schulen: Analyse der historischen Entwicklung der Verkehrserziehung in Deutschland sowie Untersuchung von Kinderunfällen und Faktoren der kindlichen Verkehrssicherheit.
4 Mobilitätserziehung in der Praxis: Betrachtung heutiger Schulwege im Vergleich zu früher, Einordnung von Mental Maps und Vorstellung der Kampagne ‚FahrRad in Aachen‘.
5 Die Rolle der Kinderbeteiligung in der Mobilitätserziehung: Erörterung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Kinderbeteiligung und Klassifizierung verschiedener Formen sowie Ziele der Partizipation.
6 Kinderleben in der Stadt: Beschreibung der veränderten Lebenswelten von Kindern in modernen Städten und die Notwendigkeit von Kinderstadtplänen.
7 Stadtpläne von Kindern für Kinder: Detaillierter Leitfaden zum Projektverlauf, zur Einbindung der Kinder bei der Planerstellung und Darstellung formeller Kriterien für die Inhalte.
8 Kinderstadtpläne als geeignetes Werkzeug der Kinderbeteiligung?: Durchführung und Auswertung einer empirischen Studie mit Kindern, Eltern und Experten zur Akzeptanz und Nützlichkeit des Instruments.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung des Nutzens von Kinderstadtplänen als Instrument der Mobilitätserziehung und Stadtplanung.
Mobilitätsmanagement, Mobilitätserziehung, Kinderbeteiligung, Kinderstadtplan, Partizipation, Verkehrssicherheit, Schulweg, empirische Untersuchung, Stadtplanung, Grundschule, Verkehrserziehung, Kinderunfälle, Lebenswelt, Mental Maps, Partizipationsleiter.
Die Arbeit untersucht das Konzept des schulischen Mobilitätsmanagements und die Rolle, die Kinderstadtpläne als partizipatives Werkzeug einnehmen können, um Kindern ein sichereres und eigenständigeres Bewegen im Straßenverkehr zu ermöglichen.
Die zentralen Felder sind die historische und moderne Verkehrserziehung, rechtliche Grundlagen der Kinderbeteiligung, die methodische Erstellung von Kinderstadtplänen sowie die empirische Analyse von Sichtweisen betroffener Kinder, Eltern und Experten.
Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob Kinderstadtpläne ein geeignetes Werkzeug der Kinderbeteiligung darstellen, um Verkehrsplanung kinderfreundlicher zu gestalten und das Sicherheitsbewusstsein der Kinder zu stärken.
Die Autorin wählte einen kombinierten methodischen Ansatz (Querschnittstudie): Qualitative Experteninterviews wurden mit quantitativen Fragebogenauswertungen von Kindern und Eltern an Aachener Grundschulen verknüpft.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der theoretischen Einbettung von Mobilitätskonzepten, der Entwicklung von Schulwegen, der Bedeutung von Partizipation nach Roger Hart und der konkreten, praxisnahen Anleitung zur Entwicklung von Kinderstadtplänen.
Mobilitätsmanagement, Kinderbeteiligung, Kinderstadtplan, Partizipation, Verkehrssicherheit und empirische Forschung.
Die empirische Analyse zeigt, dass Kinder in der Regel deutlich positiver gegenüber Kinderstadtplänen eingestellt sind als Eltern, während Eltern primär die Sicherheitsaspekte und die Eignung ihres Kindes zur eigenständigen Orientierung kritisch hinterfragen.
Experten heben hervor, dass Kinder eine Expertenrolle für ihre eigene Lebenswelt einnehmen und wertvolle, für Erwachsene oft unsichtbare Hinweise auf Gefahrenstellen und Potenziale im öffentlichen Raum liefern können.
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