Magisterarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Ausbildung und Disziplinierung eines preußischen Soldaten im 18. Jahrhundert, insbesondere während der Herrschaft Friedrich II., zu untersuchen. Dabei steht die gemeine Infanterie im Fokus, um die Herausforderungen und Besonderheiten des Militärlebens in dieser Zeit zu beleuchten.
Die Einleitung gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der preußischen Armee und stellt den Kontext des absolutistischen Staates im 18. Jahrhundert dar. Kapitel 1 untersucht die Entstehung der preußischen Armee im Kontext des Dreißigjährigen Krieges und die Reformen Friedrich Wilhelms I. und Friedrich II.
Kapitel 2 beleuchtet das „Reglement vor die Königl. Preußische Infanterie“ als zentrale Quelle für die Ausbildungs- und Disziplinierungsmethoden in der preußischen Armee. Es werden die wichtigsten Elemente des Exerzierens und der Handgriffe sowie die Strafen und Disziplinierungsmaßnahmen, die im Reglement festgelegt sind, detailliert dargestellt.
Kapitel 3 analysiert die „Kriegsartikel“ als Strafgrundgesetzbuch der preußischen Armee und führt einen Exkurs über die zeitgenössischen Strafen durch.
Preußische Armee, Friedrich II., Absolutismus, Militärwesen, Ausbildung, Exerzieren, Disziplinierung, Strafen, Reglement, Kriegsartikel, Zeitgenössische Schilderungen, Ullrich Bräker, Soldatenbriefe.
Die Disziplinierung erfolgte durch unermüdliches Exerzieren, strikte Einhaltung des „Reglements“ und drakonische Strafen bei kleinsten Verfehlungen, um die Soldaten zu „Automaten“ des Herrscherwillens zu formen.
Der Schwerpunkt lag auf der Linieninfanterie. Ziel war die Perfektionierung der „Handgriffe“ und der Ladegeschwindigkeit der Gewehre, um im Gefecht eine überlegene Feuergeschwindigkeit zu erreichen.
Die Kriegsartikel bildeten das Strafgesetzbuch der Armee. Sie legten fest, welche Vergehen (z. B. Desertion oder Ungehorsam) mit dem Tod oder barbarischen körperlichen Strafen wie dem Spießrutenlaufen geahndet wurden.
Ullrich Bräker, bekannt als der „arme Mann im Tockenburg“, hinterließ authentische Schilderungen des harten Soldatenlebens und der Grausamkeit des preußischen Drills aus der Sicht eines einfachen Soldaten.
Trotz der Unterdrückung der Soldaten war die Armee aufgrund ihrer Akkuratesse, Effizienz und der militärischen Erfolge Friedrichs II. im Siebenjährigen Krieg technisch und organisatorisch wegweisend.
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