Bachelorarbeit, 2018
45 Seiten, Note: n.a.
Einleitung
1 Begriffsklärung „Medien“
2 Entwicklung der Forschungsfrage
3 Was ist das Internet?
3.1 Geschichtlicher Hintergrund
3.2 Dienste des Internets
3.3 Das Für und Wider des Internets
4 Ergebnisse ausgewählter Studien
4.1 Internetausstattung
4.1.1 Deutsche Bildungseinrichtungen
4.1.2 Deutsche Privathaushalte
4.2 Das Interesse von Kindern am Internet
4.2.1 Das Interesse der Sechs- bis Dreizehnjährigen
4.2.2 Das Interesse der Zwei- bis Fünfjährigen
4.3 Internetnutzung
4.3.1 Die Nutzung der Sechs- bis Dreizehnjährigen
4.3.2 Die Nutzung der Zwei- bis Fünfjährigen
4.3.3 Nutzung von Sicherheitsmaßnahmen
5 Kompetenzanforderungen
5.1 Anforderungen an pädagogische Fachkräfte
5.2 Anforderungen an die Kinder
6 Einsatzmöglichkeiten des Internets in der Grundschule
6.1 Grundsätze zum praktischen Einsatz
6.2 Didaktische Einsatzfelder
6.3 Das Internetseepferdchen
6.4 Anlaufstellen für Lehrkräfte und Eltern
Fazit
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Nutzung internetfähiger Medien im Primar- und Elementarbereich, mit dem übergeordneten Ziel, die Bedeutung des Internets für die kindliche Entwicklung und die schulische sowie elementarpädagogische Praxis zu bewerten und konkrete Handlungsbedarfe abzuleiten.
3 Was ist das Internet?
Das Internet ist eine Verbindung aus dezentral organisierten und weltweit zusammengeschlossenen Computer-Netzwerken und kann definiert werden als „die Summe aller über die weltweite Computervernetzung verfügbaren Dienste bzw. Nutzungsmöglichkeiten“ (Wöckel 2002, S. 19). Das Internet kann als ein öffentliches, für theoretisch jeden zugängliches Medium verstanden werden, welches weder von einer Institution geleitet wird, noch eine Eigentümerin/einen Eigentümer hat (vgl. Grigoleit 1999, S. 24ff.).
Grundlegende Ideen zu dem Aspekt der Vernetzung wurden bereits in den 40er-Jahren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelt. Allerdings wird meistens der „Sputnik Schock“ als Auslöser für die Computernetzwerkkonzipierung angesehen (vgl. Eibl/Podehl 2005, S.171). Gegen Ende der 1960er Jahre war das US-Verteidigungsministerium auf der Suche nach der Möglichkeit eines Computernetzes ohne Zentralrechner, um den Informationsfluss zwischen den militärischen Kommandostrukturen im Falle eines Krieges sicherzustellen. Ferner sollten sich die Daten fortan einen eigenständigen Weg durch das Netz suchen, um an den Empfänger gesendet zu werden, anstatt über einen im Voraus festgelegten Weg.
Das Ministerium beauftragte die ihm unterstellte Advanced Research Projects Agency (APRA), ein derartiges Netzwerk zu entwickeln, was ihr im Jahr 1969 gelang. Zu Beginn war die Nutzung auf den militärischen Bereich beschränkt. Nach dem Krieg profitierten dann auch Forschungseinrichtungen und Universitäten vom sogenannten Advanced Research Projects Agency Network (APRANET) (vgl. Wöckel 2002, S. 11ff.).
1983 rückte die militärische Anwendung in den Hintergrund, sodass das APRANET bis zur Auflösung dessen im Jahr 1989 nur noch zu wissenschaftlichen Zwecken verwendet wurde. Zukünftig sollte das in den 80er Jahren entwickelte National Science Foundation Network (NSF-Net) der Wissenschaft und Forschung dienen. Bei der NSF handelt es sich um eine Behörde der US-Regierung. Da das NSF-Net aufgrund der Nutzungskosten und der Entfernung zu den NSF-Zentren nur sehr wenig genutzt wurde, reagierte die NSF mit einem Ausbau regionaler Netzwerke, wodurch auch die Hochschulen untereinander vernetzt wurden. Im Laufe der Zeit diente das NSF-Net den Hochschulmitgliedern immer mehr zu Kommunikationszwecken und zunehmend wählten sich Außenstehende in das Netz ein.
Einleitung: Die Einleitung führt in den gesellschaftlichen Wandel zur Wissensgesellschaft ein, begründet die Relevanz von Medienbildung im Sachunterricht und stellt die zentrale Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit vor.
1 Begriffsklärung „Medien“: Es wird eine begriffliche Differenzierung zwischen klassischen und neuen Medien vorgenommen, wobei letztere als digitale, hypermediale Quartärmedien definiert werden.
2 Entwicklung der Forschungsfrage: Aus persönlichen Praxiserfahrungen und Beobachtungen im Elementar- und Primarbereich wird die Motivation hergeleitet, die konkrete Forschungsfrage zur Bedeutung des Internets zu formulieren.
3 Was ist das Internet?: Dieses Kapitel beleuchtet den geschichtlichen Hintergrund, die zentralen Dienste des Internets sowie die kontroverse gesellschaftliche Diskussion über Vor- und Nachteile.
4 Ergebnisse ausgewählter Studien: Anhand empirischer Daten aus Studien wie KIM und miniKIM werden die technische Ausstattung von Bildungseinrichtungen und Privathaushalten sowie das Interesse und Nutzungsverhalten von Kindern analysiert.
5 Kompetenzanforderungen: Es werden die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte sowie die notwendigen Medien- und Nutzerkompetenzen für Kinder im Elementar- und Primarbereich aufgezeigt.
6 Einsatzmöglichkeiten des Internets in der Grundschule: Das Kapitel liefert praktische Grundsätze, didaktische Einsatzfelder, Maßnahmen zum Jugendschutz sowie konkrete Anlaufstellen für den unterrichtlichen Einsatz.
Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, differenziert den Handlungsbedarf zwischen Elementar- und Primarbereich und betont die Notwendigkeit einer kompetenzorientierten Integration des Internets in die Grundschule.
Internet, Medienbildung, Grundschule, Elementarbereich, Medienkompetenz, Internetnutzung, Digitalisierung, Sachunterricht, KIM-Studie, Internetseepferdchen, Jugendschutz, Pädagogische Fachkräfte
Die Arbeit befasst sich mit der Relevanz und Nutzung internetfähiger Medien im Primar- und Elementarbereich und untersucht, welche Bedeutung dem Internet für die kindliche Entwicklung und den Bildungsalltag zukommt.
Zu den Schwerpunkten gehören die begriffliche Definition digitaler Medien, die technische Ausstattung von Schulen und Haushalten, empirische Ergebnisse zum Nutzungsverhalten von Kindern sowie pädagogische Kompetenzanforderungen.
Die Arbeit geht der zentralen Frage nach, welche Bedeutung dem Internet und der Vermittlung von Internetkompetenzen im Primar- und Elementarbereich zugesprochen werden kann.
Es wurde eine fundierte Literaturarbeit durchgeführt, die auf fachspezifischer Fachliteratur, bildungspolitischen Rahmenplänen sowie großen repräsentativen empirischen Studien wie der KIM- und miniKIM-Studie basiert.
Der Hauptteil widmet sich der Definition des Internets, der Auswertung von Ausstattungs- und Nutzungsstudien, den Herausforderungen für Lehrkräfte und Erzieher sowie konkreten didaktischen Konzepten für den Unterricht.
Zentrale Begriffe sind Internet, Medienbildung, Grundschule, Elementarbereich, Medienkompetenz, Digitalisierung, Sachunterricht und Jugendschutz.
Der Sachunterricht gilt als das prädestinierte Fach in der Grundschule, um komplexe Sachverhalte und Medienkompetenzen handlungsorientiert und multimedial zu vermitteln.
Obwohl vollständiger Jugendschutz im offenen Internet nicht möglich ist, bieten Filterprogramme und Schutzmaßnahmen in Kombination mit elterlicher und schulischer Begleitung einen wichtigen Schutz vor ungeeigneten Inhalten.
Empfohlen werden unter anderem der Einsatz von kindgerechten Suchportalen wie der „Blinden Kuh“ sowie der Erwerb eines „Internetseepferdchens“ als Portfolio-Nachweis für grundlegende Internetkompetenzen.
Während im Elementarbereich (Kitas) ein akuter Handlungsbedarf aufgrund von Vorurteilen und Überforderung als gering eingestuft wird, ist die Integration des Internets und die Vermittlung von Basiskompetenzen im Alltag deutscher Grundschulen unabdingbar.
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