Wissenschaftliche Studie, 2011
59 Seiten, Note: 1.0
1 Grundlagen
2 Das Konzept
2.1 Anbringung am Fahrzeug
2.2 Batterielager und Ladestation
2.3 Wechselmechanik
2.4 Die Batterie
2.4.1 Lithium-Ionen-Batterie
2.4.2 Lithium-Metall-Polymer-Batterie
2.4.3 Zink-Luft-Batterie
2.4.4 Zebra-Batterie
3 Der Markt
3.1 Nachfrage
3.1.1 Deutschland
3.1.2 Europa
3.1.3 Welt
3.2 Angebot
3.2.1 Alternative Antriebe
3.2.2 Vorhandene Systeme
3.2.2.1 Better Place
3.2.2.2 Kitto’s E-Mobilität
3.2.2.3 Carbike
3.2.2.4 Sonstige
3.2.3 Kommende Systeme
4 Ausblick
5 Zusammenfassung
Diese Studienarbeit untersucht die technischen Komponenten und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, damit sich Batteriewechselsysteme für Elektroautos als marktfähige Lösung für Langstrecken etablieren können.
2.1 Anbringung am Fahrzeug
Während viele deutsche Hersteller sich gegen eine Standardisierung der Batteriebefestigung sträuben – VDA-Chef Wissmann sprach gar von einer „gesichtslosen Mobilitätskultur“ [9] – und Batterien lieber fest ins Fahrzeug integrieren, hat die 2007 in Kalifornien gegründete und sich in Privateigentum befindliche Firma Better Place gemeinsam mit Renault-Nissan ein System entwickelt, welches sich als wettbewerbsfähig erwiesen hat. Details zu politischen Gesichtspunkten sollen im Kapitel 3: „Der Markt“ erörtert werden, im Folgenden zunächst technische Betrachtungen.
Die Anbringung der Batterie erfolgt bei Better Place von unten. Zur Befestigung gibt die Firma keine Details preis.
Während beim Nissan Leaf – Details zur Markteinführung in Kapitel 3.2: „Markt“ – „Angebot“ – die Batterie flach am Unterboden angebracht ist, ist sie beim Renault Fluence Z.E. im Format eines Reisekoffers hinter den Rücksitzen angebracht. Sie ist etwa so groß wie zwei größere Koffer [10] und der Grund, warum die Konstrukteure das Fahrzeug um 15cm verlängert haben. Der Kofferraum büßt dadurch den größten Teil seines Volumens ein. Der Wechsel wird wie beim Nissan von unten vorgenommen [11].
Grundsätzlich ist eine Einbringung der Batterie seitlich, von hinten oder von unten denkbar. Zu beachten ist jedoch die rasche Abfertigung der Fahrzeuge – dies schließt eine Befestigung von der Hinterseite, oder gar auf Höhe von Kofferraum oder Motorhaube, von vornherein aus – und der Aspekt des Fahrzeugdesigns. Ein rund 100mm hoher Ausbruch an der Unterseite der Fahrzeugverkleidung ist weder praktisch noch ästhetisch. Die Anbringung von der Unterseite her ist demnach überlegen, und auch andere Erfinder von Batteriewechselsystemen entschieden sich für diesen Weg [12].
1 Grundlagen: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit alternativer Antriebe zur Abkehr von fossilen Brennstoffen und thematisiert die Reichweitenproblematik heutiger Elektroautos als zentrales Hindernis.
2 Das Konzept: Hier wird das technische Funktionsprinzip von Batteriewechselsystemen dargelegt, inklusive Anforderungen an Anbringung, Lagerhaltung, Ladestationen, Wechselmechanik und die verwendete Batterietechnologie.
3 Der Markt: Dieses Kapitel analysiert sowohl die globale Nachfrage und staatliche Förderpolitik als auch das bestehende und kommende Angebot an Wechselsystemen und damit verbundenen Forschungsprojekten.
4 Ausblick: Der Autor bewertet die Zukunftsperspektiven der Elektromobilität, wobei die Standardisierung als entscheidender Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Marktöffnung für neue Anbieter hervorgehoben wird.
5 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass Batteriewechselsysteme für die Langstreckentauglichkeit unverzichtbar sind, jedoch bei der Ausgestaltung Sicherheits-, Design- und Flexibilitätskriterien berücksichtigt werden müssen.
Elektromobilität, Batteriewechselsystem, Elektroauto, Lithium-Ionen-Batterie, Ladestation, Reichweite, Standardisierung, Batteriemanagement, Better Place, Förderprogramme, Infrastruktur, Energiespeicherung, Elektromotor, Marktanalyse, Fahrzeugentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der technischen und wirtschaftlichen Konzeption von Batteriewechselsystemen als Lösung für die begrenzte Reichweite von Elektroautos im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen.
Die zentralen Themen umfassen die technischen Herausforderungen bei der Integration wechselbarer Batterien, die Analyse staatlicher Subventionsmodelle weltweit sowie den Status quo der verfügbaren Technologien und zukünftiger Forschungsprojekte.
Das Ziel ist es, zu identifizieren, welche Komponenten ein Batteriewechselsystem ausmachen und welche spezifischen Parameter erfüllt sein müssen, damit sich eine solche Technologie langfristig am Markt durchsetzen kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Marktanalyse sowie einer qualitativen Untersuchung, die durch ein Experten-Interview ergänzt wird, um die Praxisrelevanz und die Hindernisse bei der Implementierung aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Konzeption (Anbringung, Mechanik, Batterietypen), die Marktanalyse (Nachfrage, politisches Umfeld in Deutschland, Europa und weltweit) sowie das Angebot (bestehende Firmenlösungen und laufende europäische Forschungsprojekte).
Wesentliche Begriffe sind Elektromobilität, Batteriewechselsystem, Standardisierung, Reichweite, Batteriemanagement und Markteinführung.
Krohn kritisiert, dass deutsche Hersteller aus Festhalten an althergebrachten Produktionsmethoden und Designkonzepten die Batterien fest verbauen, anstatt offene und flexible Wechselsysteme zu ermöglichen, was die Batteriekosten unnötig hoch hält und die Alltagstauglichkeit einschränkt.
Die Arbeit deutet darauf hin, dass die staatlichen Fördergelder häufig in ineffiziente Einzelprojekte fließen oder bei der Industrie verbleiben, ohne dass ein kohärentes, großflächiges Konzept für Infrastruktur oder Standards entsteht.
Die Standardisierung ist essenziell, um zwei unabhängige Märkte für Fahrzeuge und Batterien zu schaffen. Dies würde den Markteintritt erleichtern, den Wettbewerb anregen und die Kosten für den Endverbraucher durch Skaleneffekte senken.
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