Bachelorarbeit, 2010
34 Seiten
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit dem „Historikerstreit“ der 1980er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland. Ziel der Arbeit ist es, die Hintergründe, den Verlauf und die Folgen dieses kontroversen Diskurses zu analysieren. Der Fokus liegt dabei auf den Ursachen und Motiven der Beteiligten, den zentralen Argumenten der verschiedenen Positionen und der Bedeutung des Streits für die deutsche Gesellschaft und ihr Geschichtsbild.
Der Historikerstreit, Ernst Nolte, „geistig-moralische Wende“, NS-Vergangenheit, Holocaust, Geschichtsbild, nationale Identität, politische Debatte, deutsche Geschichte, Zeitgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, öffentliche Meinung, kontroverse, Auseinandersetzung, Vergangenheitsbewältigung, Identität, nationale Identität, Selbstverständnis.
Es war eine intensive öffentliche und akademische Debatte in der Bundesrepublik Deutschland (1986/87) über die Einordnung und Einzigartigkeit der nationalsozialistischen Verbrechen.
Ernst Nolte war ein Historiker, der die NS-Verbrechen als Reaktion auf den sowjetischen „Klassengenozid“ darstellte und damit die Einzigartigkeit des Holocausts infrage stellte.
Der Philosoph Jürgen Habermas war der prominenteste Kritiker; er warf Nolte eine Verharmlosung der NS-Zeit und einen Missbrauch der Geschichte für nationale Identitätszwecke vor.
Die unter Bundeskanzler Helmut Kohl ausgerufene Wende schuf ein politisches Klima, in dem über eine Normalisierung der deutschen Geschichte und ein neues Nationalbewusstsein diskutiert wurde.
Es ging um fundamentale Fragen der deutschen Identität, der moralischen Verantwortung und darum, ob man die NS-Vergangenheit „vergleichen“ darf, ohne sie zu relativieren.
Der Streit festigte den Konsens, dass die Auseinandersetzung mit dem Holocaust zentraler Bestandteil des deutschen Selbstverständnisses bleiben muss und die NS-Zeit nicht einfach „normalisiert“ werden kann.
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