Doktorarbeit / Dissertation, 2000
151 Seiten, Note: 2
1 Einleitung und Zielstellung
2 Theorien zur Bildung von Netzknoten und Netzen der Produktion
2.1 Derzeitige Theorien und Ansätze zur Beherrschung von Komplexität
2.1.1 Systemtische Ansätze zur Bildung sozio-kultureller Syteme
2.1.1.1 Kybernetische und biokybernetische Ansätze
2.1.1.2 Chaostheoretische Ansätze
2.1.1.3 Evolutionstheoretische Ansätze
2.1.2 Fabrikorganisationsansätze zur Herausbildung von Netzknoten
2.1.3 Kooperationsansätze zur regionalen Vernetzung der Netzknoten
2.1.3.1 Vernetzungs- und Kooperationsansätze
2.1.3.2 Kompetenz-, Transaktions- und Synergieansatz
2.1.3.3 Hierarchische und hierarchielose Vernetzungsanasätze
2.1.3.4 Regionaler Vernetzungsansatz
2.1.3.5 Vertrauen und Macht in Kooperationsansätzen
2.2 Künftige Anforderungen an Netzknoten und deren Vernetzung
2.3 Vision der regionalen Kompetenzvernetzung
3 Kompetenzzellen als Netzknoten in einer Region
3.1 Beschreibungsmerkmale
3.1.1 Funktion
3.1.1.1 Kompetenz
3.1.1.2 Kompetenzentwicklung
3.1.2 Dimension
3.1.2.1 Ziele
3.1.2.2 Ressourcen
3.1.2.3 Randbedingungen
3.1.3 Struktur
3.1.3.1 Spezialisierung
3.1.3.2 Koordination
3.2 Gestaltungsmerkmale
3.2.1 Selbstkoordination
3.2.2 Selbstreferenz
3.3 Evolution und Innovation im Lebenszyklus der KPZ
3.3.1 Lebenszyklus der KPZ
3.3.1.1 Entstehung
3.3.1.2 Wachstum
3.3.1.3 Wandel und Niedergang
3.3.2 Lebensfähigkeit durch permanente Innovationsfähigkeit
3.4 Bildung von Kompetenzzellen im Maschinen- und Anlagenbau
4 Regionale Produktionsnetze aus Kompetenzzellen
4.1 Beschreibungsmerkmale
4.1.1 Funktion
4.1.1.1 Vertrauen
4.1.1.2 Macht
4.1.1.3 Synergie
4.1.2 Dimension
4.1.2.1 Ziele
4.1.2.2 Randbedingungen
4.1.3 Struktur
4.1.3.1 Produktionsnetze
4.1.3.2 Dienstleistungsnetze
4.2 Gestaltungsmerkmal Selbstähnlichkeit
4.3 Lebenszyklus eines Produktionsnetzes
4.3.1 Entstehung
4.3.2 Durchführung
4.3.3 Neuorientierung und Niedergang
4.4 Planen und Betreiben von regionalen Produktionsnetzen aus KPZ´en
5 Auswirkungen kompetenzzellenbasierter Netzwerke auf die Produktionsstättenstruktur in einer Region
5.1 Produktionsstättenstruktur
5.1.1 Die zentrale Produktionsstätte
5.1.2 Die dezentrale Produktionsstätte
5.1.3 Die mobile Produktionsstätte
5.2 Nutzen des kompetenzzellenbasierten Vernetzungsansatzes
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht systemtheoretische Erkenntnisse zur Bildung kleiner, autonomer Produktionseinheiten (Kompetenzzellen) und deren Vernetzung in regionalen Produktionsnetzwerken, um eine ganzheitliche Anleitung für effiziente, hierarchiearme Wertschöpfungsstrukturen zu entwickeln.
2.1.1.1 Kybernetische und biokybernetische Ansätze
Unter Kybernetik wird die Erkennung, Steuerung und selbsttätige Regelung ineinander greifender, vernetzter Abläufe bei minimalem Energieaufwand verstanden /BEER-73/. Wesentlichstes Prinzip der Biokybernetik im Gegensatz zur Kybernetik ist die Selbstorganisation /VEST-93/. Biokybernetik bedeutet im Gegensatz zur Kybernetik keineswegs zentrale Steuerung und detaillierte Vorprogrammierung, sondern lediglich Impulsvorgabe zur Selbstregulation, Antippen von Wechselwirkungen zwischen Individuum und Umwelt, Stabilisierung von Systemen und Organismen durch Flexibilität sowie Nutzung vorhandener Kräfte und Energien.
Übergeordnete Führungsgrößen und Richtwerte werden in kybernetischen Regelkreisen von Außen eingegeben. In letzter Konsequenz würde das zu einem absoluten Dirigismus führen, ein solcher ist aber bei lebenden Systemen nirgendwo zu beobachten, demnach also offensichtlich nicht überlebensfähig.
Führungsgrößen und Richtwerte in biokybernetischen Regelkreisen entstehen aus dem Wechselspiel der Systeme selbst also durch Informationsaustausch und Kommunikation /DÖRN-79/.
1 Einleitung und Zielstellung: Einführung in das Thema der Kooperation und Definition der Zielsetzung zur systematischen Untersuchung von Produktionsnetzen.
2 Theorien zur Bildung von Netzknoten und Netzen der Produktion: Überblick über systemtheoretische und Fabrikorganisationsansätze zur Komplexitätsbeherrschung.
3 Kompetenzzellen als Netzknoten in einer Region: Erarbeitung eines visionären Ansatzes für autonome Einheiten und deren notwendige Beschreibungs- und Gestaltungsmerkmale.
4 Regionale Produktionsnetze aus Kompetenzzellen: Detaillierte Betrachtung der Vernetzung von Kompetenzzellen zu temporären, kundenorientierten Produktionsnetzwerken.
5 Auswirkungen kompetenzzellenbasierter Netzwerke auf die Produktionsstättenstruktur in einer Region: Analyse der strukturellen Folgen auf Produktionsstätten und Betreibermodelle sowie Diskussion der Nutzenaspekte.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der entwickelten Ansätze und Einschätzung des Potenzials für zukünftige Forschung und industrielle Anwendung.
Kompetenzzelle, Produktionsnetz, Systemtheorie, Biokybernetik, Selbstorganisation, Selbstkoordination, Vernetzung, Wertschöpfungskette, Kooperation, Innovationsmanagement, Agentensysteme, regionale Produktion, Komplexität, Wandlungsfähigkeit, Kundenorientierung.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Gestaltung von regionalen Produktionsnetzwerken, die auf autonomen, kleinen Einheiten, den sogenannten Kompetenzzellen (KPZ), basieren.
Zentrale Themen sind Systemtheorie, Organisationsforschung, Kompetenzentwicklung, Innovationsstrategien und die Anwendung biokybernetischer Prinzipien auf industrielle Wertschöpfungsprozesse.
Ziel ist es, eine ganzheitliche Denkanleitung für die Bildung und Vernetzung kleiner, autonomer Produktionseinheiten zu erstellen, um deren Lebensfähigkeit in komplexen, dynamischen Marktumfeldern zu sichern.
Die Arbeit stützt sich primär auf qualitative Analysen von systemtheoretischen Ansätzen, Chaosforschung und biokybernetischen Gesetzmäßigkeiten, die auf Produktionsunternehmen übertragen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Theorien zur Bildung von Netzknoten), die Spezifikation der Kompetenzzellen, die Gestaltung regionaler Produktionsnetze und die Untersuchung deren Auswirkungen auf Produktionsstätten.
Wichtige Begriffe sind Kompetenzzelle, Selbstorganisation, hierarchielose Vernetzung, kundenorientierte Wertschöpfung und Wissensmanagement.
Im Gegensatz zu hierarchischen Strukturen zeichnet sich die Kompetenzzelle durch Autonomie, Selbstkoordination und eine auf biokybernetischen Prinzipien basierende Flexibilität aus.
Sie fungiert als das "Gehirn" des Netzwerks, in dem Informationen über Kompetenzen und Ressourcen der KPZ'en abgelegt sind, um den Datentransfer und die Partnersuche effizient zu gestalten.
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