Masterarbeit, 2026
144 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
1.2 Forschungsstand
1.3 Forschungsinteresse
1.4 Bandgeschichte
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Die Situationsanalyse nach Adele E. Clarke
2.2 Die Artefaktanalyse nach Froschauer, Lueger
2.3 Diskurstheoretische Perspektiven auf Black Metal
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Methodenkombination von Situationsanalyseanalyse und Artefaktanalyse
3.2 Erhebung und Auswertung des Interviewmaterials
3.3 Auswahl und Analyse von Fanzines, Musikstück und Artwork
3.4 Methodenkritik und Reflexion der Vorgehensweise
4. Analytischer Teil
4.1 Analyse der Interviews: Wahrnehmung der Band
4.2. Untersuchung der Fanzines: Diskursive Entwicklung und Veränderung im Verlauf
4.3 Analyse des Musikstücks „The Claws Of Time“: Ästhetische und inhaltliche Veränderung im Zeitverlauf
4.4. Betrachtung des Artworks: Visuelle Repräsentationen und Imagewandel der Band
4.5 Der mediale Diskurs
5. Diskussion und Schlussfolgerungen
5.1 Zusammenführung der Ergebnisse
Das Hauptziel dieser Masterarbeit besteht darin, die diskursiven Verschiebungen und Transformationen des Images der norwegischen Black-Metal-Band Darkthrone über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten zu untersuchen und zu rekonstruieren. Die leitende Forschungsfrage widmet sich der Frage, welche diskursiven Veränderungen im öffentlichen und szenespezifischen Narrativ um Darkthrone seit den 1990er-Jahren stattgefunden haben und wie diese Zuschreibungen das Image der Band im Feld des Extreme Metal geprägt haben.
2.3 Diskurstheoretische Perspektiven auf Black Metal
Die Black-Metal-Szene bildet einen zentralen Bezugsrahmen dieser Arbeit, da sie als sozialer und diskursiver Raum agiert, in dem das Image von Bands nicht nur aktiv gestaltet, sondern auch durch die, teils unbewusste, Rezeption und Zuschreibung durch Szeneakteur*innen hervorgebracht und verhandelt wird. Sie kann als ein Spielfeld verstanden werden, auf dem Bedeutungen, Zugehörigkeiten und Zuschreibungen kontinuierlich hergestellt, bestätigt oder infrage gestellt werden.
Black Metal wird in dieser Arbeit nicht als klar abgegrenzte Musikrichtung verstanden, sondern als ein diskursiv hervorgebrachtes Phänomen, das in einer untrennbaren Verbindung von sozialen Sachverhalten, Handlungen und Lebenswelt steht. Soziale Phänomene realisieren sich dabei erst in konkreten Handlungen, während Identität durch intersubjektiv gültige Verankerungen in ebendiesen Handlungen entsteht (vgl. Balog, 2006, S. 49).
In Anlehnung an Balog (2006) versteht sich die Black-Metal-Szene als soziales Phänomen, dessen Identität nicht unabhängig von individuellen Akteur*innen existiert, sondern sich über einen wiederkehrenden Bestand konkreter Handlungen, Deutungen und Praktiken herstellt. Die Szene bleibt dabei als solche identifizierbar, obwohl sich ihre konkreten Erscheinungsformen im Zeitverlauf verändern können, sofern der Kern dieser Handlungszusammenhänge intersubjektiv anerkannt und reproduziert wird (vgl. Balog, 2006, S. 49-53). Dies wird am Beispiel der historisch wahrgenommenen und ständig reproduzierten „Wellen“ erklärbar. Diese konstituieren sich nicht nur anhand eingrenzbaren Zeiträumen, sondern auch durch stilprägenden Bands.
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Forschungsinteresse, den aktuellen Forschungsstand und die Bandgeschichte von Darkthrone ein und skizziert den formalen Aufbau der Untersuchung.
2. Theoretischer Rahmen: Hier werden die methodischen und theoretischen Grundpfeiler wie die Situationsanalyse nach Adele E. Clarke, die Artefaktanalyse sowie diskurstheoretische Perspektiven auf das Black-Metal-Genre erarbeitet.
3. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel begründet die Methodenkombination, erläutert das Sampling und die Durchführung der qualitativen Interviews, die Fanzine- und Materialrecherche sowie eine methodenkritische Reflexion.
4. Analytischer Teil: Im empirischen Kern werden die Interviews, Fanzines, das ausgewählte Musikstück, Artworks und digitale Medienformate detailliert analysiert und die historische Entwicklung in drei Phasen unterteilt.
5. Diskussion und Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, im Lichte der Artefaktzirkulation und Bedeutungsproduktion diskutiert und auf ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit reflektiert.
Darkthrone, Black Metal, Diskurstheorie, Situationsanalyse, Artefaktanalyse, Subkultur, Authentizität, Imagekonstruktion, Musiksoziologie, Jugendkultur, Soziale Arbeit, Medienanalyse
Die Arbeit untersucht die langfristigen diskursiven Verschiebungen, Image-Transformationen und medialen Repräsentationen der norwegischen Black-Metal-Band Darkthrone über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten.
Im Zentrum stehen die Wechselwirkungen zwischen musikalischer Ästhetik, visueller Inszenierung, subkulturellen Normen, Authentizitätsdebatten und den veränderten Rezeptionsmustern durch Fans und Medien.
Es soll rekonstruiert werden, wie sich das Image von Darkthrone seit den 1990er-Jahren durch spezifische symbolische und mediale Praktiken gewandelt hat und welche diskursiven Zuschreibungen die Band im Feld des Extreme Metal prägen.
Die Autorin kombiniert die Situationsanalyse nach Adele E. Clarke und die Artefaktanalyse nach Froschauer und Lueger mit qualitativen Leitfadeninterviews, Positionsmaps und einer historischen Diskursanalyse.
Der Hauptteil analysiert ausführlich das Interviewmaterial, historische Fanzines (wie Ablaze), Online-Foren, das Musikstück „The Claws of Time“ sowie Cover-Artworks und unterteilt die Bandgeschichte in drei prägende Phasen.
Wichtige Schlagwörter sind unter anderem Darkthrone, Black Metal, Diskurstheorie, Authentizität, Imagekonstruktion, Subkulturforschung und Soziale Arbeit.
Die Untersuchung zeigt, dass der Kultstatus von Darkthrone auf einer selektiven Erinnerungspraxis beruht, bei der frühe Alben als ikonische Marker dienen, während spätere stilistische Öffnungen kontrovers rezipiert werden.
Da subkulturelle Szenen zentrale Sozialisationsinstanzen und Ressourcen zur Identitätsbildung darstellen, plädiert die Arbeit für eine kultursensible Soziale Arbeit, die musikalische Praktiken von Klient*innen ernst nimmt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

