Diplomarbeit, 2003
125 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Enterprise Application Integration
2.1 Definition und Motivation von EAI
2.2 Aufbau von EAI-Anwendungen
2.3 EAI auf Basis von XML
3 Komponentenbasierte Softwareentwicklung
3.1 Notwendigkeit für komponentenbasierte Software
3.2 Strukturierung von Systemen
4 Technologien zur komponentenbasierten Softwareentwicklung
4.1 Enterprise JavaBeans
4.1.1 Einführung in Enterprise JavaBeans
4.1.2 Architektur und Funktionsweise von Enterprise JavaBeans
4.1.3 Bestandteile einer Enterprise-Bean
4.1.4 Arten von Enterprise JavaBeans
4.1.4.1 Session Beans
4.1.4.1.1 Grundlagen von Session Beans
4.1.4.1.2 Aufbau einer Stateful Session Bean am Beispiel eines Währungsumrechnungstools
4.1.4.2 Entity Beans
4.1.4.2.1 Grundlagen von Entity Beans
4.1.4.2.2 Aufbau einer Entity-Bean
4.1.4.2.3 Steuerung des Lebenszyklus
4.1.4.2.4 Container-Managed-Persistence (CMP)
4.1.4.2.5 CMP am Bespiel eines Counters
4.1.4.2.6 Bean-Managed-Persistence (BMP)
4.1.4.3 Message Driven Beans
4.1.4.3.1 Grundlagen von Message Driven Beans
4.1.4.3.2 Aufbau von Message-Driven-Beans
4.2 CORBA
4.2.1 Einführung in CORBA
4.2.2 Funktionsweise von CORBA
4.2.3 OMG-Interface Definition Language
4.2.4 CORBA Beispielanwendung
4.3 WebServices
4.3.1 Einführung in Web Services
4.3.2 Architektur und Funktionsweise von Web Services
4.4 (Distributed)COM
4.5 Bewertung und Auswahl einer Technologie für die Serverkomponenten
5 Anforderungen an einen Prototypen für XML-basiertes EAI
5.1 Beschreibung des Vorgehensmodells
5.2 Zielstellung und Rahmenbedingungen
5.2.1 Ausgangsituation
5.2.2 Verwendete Tools und Programme
5.2.3 Zielstellung der Implementierung
6 Entwurf des Prototypen
6.1 Grundlegende Architektur der Anwendung
6.2 Übersicht der Funktionalitäten
6.3 Entwurf der Klassenhierarchie
6.4 Modellierung der Datenbankstruktur
7 Darstellung ausgewählter Implementierungsaspekte
7.1 Komponentenübergreifende Realisierungsaspekte
7.1.1 Das Connection-Object als Bindeglied zwischen Datenbank und Komponenten
7.1.2 Verwaltung fortlaufender Primärschlüsselwerte
7.1.3 Kommunikation zwischen JSP und Servlets
7.2 Implementierung der User-, Anwendungs- und Rechteverwaltung
7.3 Die Anwendung zum Erstellen von Stylesheets
7.4 Die Durchführung von Transformationen
7.5 Einführung und Test sowie Ergebnisse
8 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Prototypen für die XML-basierte Integration von Unternehmensanwendungen (EAI) in der Qualitätssicherung der Automobilindustrie zu entwickeln. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, wie mittels wiederverwendbarer Komponenten und XSLT-Transformationen ein effizienter Datenaustausch zwischen heterogenen Systemen realisiert werden kann, um Arbeitsabläufe in der Qualitätssicherung zu rationalisieren.
Die Nachteile einer solchen Vorgehensweise liegen auf der Hand:
Mit Anstieg der Anwendungen steigt die Anzahl der Schnittstellen exponentiell an (Anzahl Schnittstellen = n*(n-1)/2 wobei n=Anzahl der Anwendungen)
Wird sehr schnell unübersichtlich
Erhöhter Aufwand bei Updates und Neueinführungen von Systemen
Wartung ist zeitaufwendig und kostenintensiv
Ein anderer Ansatz, die Kommunikation zwischen Anwendungen zu ermöglichen, ist die Integration einer sogenannten Middleware. Dabei wird die Middleware zwischen die beteiligten Anwendungen geschaltet. (siehe Abb 2.2)
Middleware-Produkte ermöglichen den Datenaustausch zwischen Anwendungen verschiedener Hersteller auch über Plattform- und Unternehmensgrenzen hinweg [WR00]. Dieser Ansatz ist einer der Kernpunkte des Vorgehens, welches heute weitläufig unter dem Begriff Enterprise Application Integration (EAI, dt. Integration von Unternehmensanwendungen) bekannt ist.
Da der Begriff des EAI etwas schwammig ist und unterschiedliche Ausprägungen und Definitionen existieren, soll im Folgenden der Versuch einer Kurzdefinition unternommen werden. Hauptanwendungsziel einer jeden EAI-Lösung ist das Bemühen, Anwendungen, die nicht für eine Zusammenarbeit entworfen worden sind, dazu zu bringen, in Geschäftsprozessen zu interagieren. Eine sehr treffende Definition ist die folgende:
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der komponentenbasierten Softwareentwicklung sowie die Motivation für EAI-Lösungen im Kontext eines Automobilherstellers.
2 Enterprise Application Integration: Definiert EAI und erläutert die verschiedenen Integrationsebenen (Daten-, Objekt- und Prozessebene) sowie die zentrale Rolle von XML für den Datenaustausch.
3 Komponentenbasierte Softwareentwicklung: Behandelt die theoretischen Grundlagen, Vorteile und Herausforderungen der komponentenorientierten Entwicklung sowie die Strukturierung von Systemen in Multi-Tier-Architekturen.
4 Technologien zur komponentenbasierten Softwareentwicklung: Vergleicht verschiedene Technologien wie EJB, CORBA, Web Services und DCOM anhand festgelegter Kriterien, um die Eignung für den Prototypen zu evaluieren.
5 Anforderungen an einen Prototypen für XML-basiertes EAI: Beschreibt das Vorgehensmodell nach dem Rational Unified Process und definiert die Zielstellung sowie die Rahmenbedingungen für die praktische Umsetzung.
6 Entwurf des Prototypen: Detailliert die grundlegende Architektur der Anwendung, die modellierten Use-Cases, die Klassenhierarchie und die Struktur der Datenbank.
7 Darstellung ausgewählter Implementierungsaspekte: Erläutert die konkrete technische Umsetzung, inklusive Datenbankanbindung (JDBC), User- und Rechteverwaltung sowie der Transformationslogik für XML-Dokumente und Grafiken.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Projektergebnisse und zeigt potenzielle zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten des entwickelten Systems auf.
Enterprise Application Integration, EAI, Komponentenbasierte Softwareentwicklung, XML, EJB, Enterprise JavaBeans, Middleware, Softwarearchitektur, Qualitätssicherung, Transformation, XSLT, Web Services, Datenaustausch, Datenbankmodellierung, Automobilindustrie.
Die Diplomarbeit untersucht die Möglichkeiten einer XML-basierten Integration von Unternehmensanwendungen (EAI) und implementiert einen Prototypen, der dies am Beispiel der Qualitätssicherung in der Automobilindustrie demonstriert.
Die Arbeit behandelt die komponentenbasierte Softwareentwicklung, die verschiedenen Integrationsschichten in Unternehmensanwendungen, den Vergleich verschiedener Middleware-Technologien sowie die praktische Umsetzung einer Integrationslösung für Grafikdaten.
Das primäre Ziel ist der Entwurf und die prototypische Implementierung einer wiederverwendbaren Softwarelösung, die es ermöglicht, Grafikdaten zwischen Anwendungen auszutauschen, indem XML als plattformunabhängige Basis genutzt wird.
Der Autor folgt für die Softwareentwicklung dem Rational Unified Process (RUP) und strukturiert die Arbeit in Konzept-, Entwurfs-, Konstruktions- und Übergabephasen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse und dem Vergleich von Technologien wie EJB, CORBA und Web Services sowie der konkreten Architektur und Implementierung des EAI-Prototypen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Enterprise Application Integration (EAI), XML, Enterprise JavaBeans (EJB), Software-Komponenten und XSLT-Transformation charakterisiert.
Die Arbeit setzt auf relationale Datenbankmanagementsysteme, wobei der Zugriff und die Verwaltung der Daten innerhalb der EJB-Komponenten (unter Nutzung von Entity Beans mit CMP oder BMP) via JDBC erfolgt.
Das System nutzt die in Java integrierten Exception-Mechanismen, um Fehlerzustände zu definieren und zu behandeln, wobei diese Schnittstellen über Home- und Remote-Interfaces nach außen hin deklariert werden.
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