Fachbuch, 2011
73 Seiten
Anmerkung der Autoren
Geschichte der Zeppelin-Luftschiffe für das Reichsmarineamt
Zeppelin-Militärluftschiffe 1905 bis 1914
Bau der Luftschiffhallen in Berlin-Johannisthal
Die Geschichte des Zeppelin-Luftschiffs L2 (Baunummer LZ 18)
Die Explosionskatastrophe am 17. Oktober 1913
Das Aviatische Museum in Johannisthal
Die Absturzbilder
Die 28 Todesopfer des Luftschiffunglücks
Die Trauerfeier am 21. Oktober 1913
Die Entstehungsursache der Katastrophe
Die heutige Unglücksfläche
Das Luftschifferlied
Die vorliegende Dokumentation befasst sich mit der Aufarbeitung der Explosionskatastrophe des Zeppelin-Luftschiffes LZ 18 (L 2) am 17. Oktober 1913 über dem Flugplatz Berlin-Johannisthal. Das Hauptziel der Arbeit ist es, den Hergang des Unglücks sowie dessen unmittelbare Folgen für die Besatzung und die damalige Luftfahrtgeschichte anhand zeitgenössischer Dokumente, Augenzeugenberichte und Archivmaterialien detailliert nachzuzeichnen.
Die Explosionskatastrophe des Marine-Luftschiffes „L 2“ am 17.10.1913
Es war ein wolkenloses Flug- und Abnahmewetter. Um 8:00 Uhr wurde das Luftschiff aus der Halle gezogen und fahrbereit gemacht. Beim anschließenden Probelauf der Motoren stellte das Maschinenpersonal einen Defekt einer Zündmaschine fest. Bis zur Reparatur lag das Luftschiff für etwa zwei Stunden im Freien. Die Sonneneinstrahlung erwärmte den Schiffkörper, so dass die Gaszellen prall gefüllt waren und leicht abzugasen begannen.
Einzelne Mitglieder der Bedienungsmannschaft äußerten Bedenken gegen den Aufstieg des Luftschiffs. Schließlich kam jedoch der Motor nach Auswechseln einer Zündmaschine in der hinteren Gondel in Gang und um 10 Uhr 15 Minuten erhob sich das Luftschiff und kreuzte eine Zeitlang über das Flugfeld von Johannisthal und fuhr dann in Richtung Teltower Kanal, parallel zur heutigen Stubenrauchstraße.
Ca. 700 Meter über die Flugplatzgrenze hinaus gab es eine Expolsion und das Luftschiff stürzte ab.
Anmerkung der Autoren: Einleitung in das Thema der Dokumentation und deren Einordnung in die Reihe über den Flugplatz Johannisthal.
Geschichte der Zeppelin-Luftschiffe für das Reichsmarineamt: Überblick über die Anfänge der Zusammenarbeit zwischen dem Reichsmarineamt und Graf Zeppelin für militärische Aufklärungszwecke.
Zeppelin-Militärluftschiffe 1905 bis 1914: Eine tabellarische Aufstellung der verschiedenen Luftschiffmodelle mit Angaben zu Erstfahrt, Verwendung und Verbleib.
Bau der Luftschiffhallen in Berlin-Johannisthal: Beschreibung der Infrastruktur und des Hallenbaus für die Luftschiffe auf dem Flugplatz.
Die Geschichte des Zeppelin-Luftschiffs L2 (Baunummer LZ 18): Detaillierte technische Daten und Hintergrundinformationen zum neuen Flaggschiff der Marine.
Die Explosionskatastrophe am 17. Oktober 1913: Darstellung des Unglückstages, der Vorbereitungen und des Absturzes anhand von Berichten.
Das Aviatische Museum in Johannisthal: Vorstellung der Sammlung von Franz Tolinski, die auch Wrackteile des Luftschiffes beherbergte.
Die Absturzbilder: Bilddokumentation des Unglücksortes und der Trümmer.
Die 28 Todesopfer des Luftschiffunglücks: Gedenken an die verunglückten Besatzungsmitglieder und Gäste.
Die Trauerfeier am 21. Oktober 1913: Schilderung der offiziellen Trauerfeier in der Garnisonskirche und der Beisetzung.
Die Entstehungsursache der Katastrophe: Analyse der technischen und meteorologischen Ursachen, basierend auf zeitgenössischen Expertenmeinungen.
Die heutige Unglücksfläche: Informationen zur späteren Nutzung des Geländes und zum Abriss der Nachkriegsbauten.
Das Luftschifferlied: Wiedergabe des Liedtextes von Richard von Kehler.
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Die Arbeit dokumentiert das Unglück des Marineluftschiffes L 2 am 17. Oktober 1913 in Berlin-Johannisthal und zeichnet die Ereignisse rund um diesen tragischen Tag nach.
Die zentralen Themen sind die technische Entwicklung der Zeppelin-Luftschiffe für die Marine, der konkrete Unglücksverlauf, die mediale Resonanz und das Gedenken an die Opfer.
Ziel ist es, die historischen Ereignisse durch eine Chronologie aus Zeitungsberichten, Fotos und Archivdokumenten für die Nachwelt zu bewahren und aufzuarbeiten.
Die Autoren nutzen eine chronologische Dokumentationsmethode, gestützt auf zeitgenössische Quellen, Fotos aus Privatnachlässen und fachliche Analysen der Unglücksursachen durch Experten der damaligen Zeit.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Katastrophe, Augenzeugenberichten von Fliegern, den offiziellen Untersuchungen sowie der feierlichen Bestattung der 28 Opfer.
Die wichtigsten Schlagworte sind Zeppelin LZ 18, Johannisthal, Marineluftschiff, Katastrophe, L 2 und die historische Luftfahrtgeschichte in Deutschland.
Es wird eine Saugwirkung durch einen neuartigen Schutzschirm in der Gondel vermutet, die Gasgemische zu den Motoren leitete und dort durch einen Funken entzündete.
Das Museum des Gastwirts Franz Tolinski fungierte als Sammlungsort für Flugzeug- und Luftschiffrückstände, darunter auch Trümmerteile der L 2, und dokumentierte so die Geschichte der frühen Luftfahrt.
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