Fachbuch, 2011
48 Seiten
Anmerkungen der Autoren
Zur Person Gustav Raschke
Flugplatzlage 1912
Flugzeugführererlaubnis Nr. 802 am 29. Juni 1914
Die „Föhn-Flugzeugwerke“ und der Italiener Albert Colombo
Das Jahr 1914-1918: Die Militärzeit von Gustav Raschke 1914-1918
Das Jahr 1920 - Gustav Raschke fliegt für Filmaufnahmen der JOFA
Gustav Raschke mit Hans Albers bei Filmaufnahmen
Fliegergaststätte Franz Tolinski in Johannisthal
Restaurant „Einsiedler“ und die Resolution 1927
Das Jahr 1930 - Treffen der „Alten Adler“ und der Fliegergedenkstein
Das Jahr 1933 – 180 Jahrfeier und Flugtage in Johannisthal
Über die Familie von Gustav Raschke und Walli Knape
Das Haus der Familien Knape und Raschke
Die Grabstelle von Gustav Raschke
Heinz und Hildegard Raschke
Anlage 1 – Kurzdarstellung der Familie Knape
Die vorliegende Arbeit dokumentiert das Leben und Wirken von Gustav Raschke (1885–1949), einem Holzhändler, Konstrukteur und Flugpionier aus Berlin-Johannisthal, um seine Bedeutung im Kontext der frühen deutschen Luftfahrtgeschichte und des historischen Flugplatzes Johannisthal zu würdigen.
Flugzeugführererlaubnis Nr. 802
Schließlich war der Eigenbau-Eindecker fertig. Dann kamen Rollversuche und erste Flugversuche. Ständige Reparaturen am Gitterrumpf, Rohrstücke, die immer wieder brachen, wurden herausgeschweißt und durch ein Stück von stärkerem Durchmesser ersetzt. So lange, bis bei Landungen nichts mehr riss. Nach einem halben Jahr war die Eigenbaukonstruktion flugtüchtig.
Als er erst am 29. Juni 1914 die Flugzeugführererlaubnis Nr. 802 auf seinem selbstgebauten Eindecker erwarb, wies sein Fluggerät etwa 3000 (!) Schweißstellen auf. In verschiedenen Luftfahrthistorischen Arbeiten zurückliegender Jahre wurden der Johannisthaler Holzhändler Raschke und sein Partner Zieske aus Niederschöneweide, als Gründer der „Flugzeugwerke Föhn“ (z. B. bei Peter Supf) oder als Erbauer des „Föhn-Eindeckers“ (z. bei Bruno Lange) angegeben. Beides ist nach Darstellung von Günter Schmitt unrichtig.
Er schrieb dazu:
„Ein Zusammenhang besteht lediglich darin, dass die „Föhn-Werkstatt“ und „Raschke & Zieske“ dieselbe Schuppenabteilung gemietet hatten. Und zwar nacheinander. Die „Flugzeugwerke Föhn GmbH“ wurde im Jahre 1912 gegründet und mietete sich in die Abteilung C des „Großen viereckigen Schuppens“ ein. Hinter diesem großen Fabriknamen verbargen sich zwei Konstrukteure, von denen vermutlich wenigstens einer Föhn hieß. Sie bauten einen Eindecker üblicher Bauart.“ Die Föhn-Werkstatt wurde nach Sorau (heute Lausitz/BL Brandenburg) verlegt.
Anmerkungen der Autoren: Einleitende Betrachtung zum historischen Flugplatz Johannisthal und die Motivation hinter der biografischen Aufarbeitung zu Gustav Raschke.
Zur Person Gustav Raschke: Vorstellung des Lebenslaufs und der beruflichen Meilensteine von Gustav Raschke als Holzhändler und Flugpionier.
Flugplatzlage 1912: Übersicht zur infrastrukturellen Situation des Flugplatzes Johannisthal zu Beginn der Pionierzeit.
Flugzeugführererlaubnis Nr. 802 am 29. Juni 1914: Details zur Konstruktion seines Flugzeugs und zum Erwerb der offiziellen Lizenz.
Die „Föhn-Flugzeugwerke“ und der Italiener Albert Colombo: Klärung der Zusammenhänge zwischen den Flugzeugbaufirmen und dem Mitwirken von Albert Colombo.
Das Jahr 1914-1918: Die Militärzeit von Gustav Raschke 1914-1918: Beschreibung seiner Dienstzeit bei der Marine Land-Fliegerabteilung und Auszeichnung mit dem Goldenen Militärverdienstkreuz.
Das Jahr 1920 - Gustav Raschke fliegt für Filmaufnahmen der JOFA: Tätigkeiten im Bereich der Filmindustrie als Pilot für Fliegerszenen.
Gustav Raschke mit Hans Albers bei Filmaufnahmen: Einblick in die Zusammenarbeit mit berühmten Schauspielern während der Dreharbeiten in Johannisthal.
Fliegergaststätte Franz Tolinski in Johannisthal: Vorstellung des Treffpunkts der Fliegerpioniere und des dortigen Aviatischen Museums.
Restaurant „Einsiedler“ und die Resolution 1927: Beschreibung der Rolle des Restaurants als Treffpunkt und der politischen Proteste gegen die Verlegung von Einrichtungen des Flugplatzes.
Das Jahr 1930 - Treffen der „Alten Adler“ und der Fliegergedenkstein: Dokumentation der Traditionsveranstaltungen und der Einweihung des Gedenksteins für Flugpioniere.
Das Jahr 1933 – 180 Jahrfeier und Flugtage in Johannisthal: Beteiligung von Raschke an der Organisation von Flugveranstaltungen während des Jubiläums.
Über die Familie von Gustav Raschke und Walli Knape: Darstellung der familiären Entwicklung und des Lebens von Heinz Raschke.
Das Haus der Familien Knape und Raschke: Geschichte und architektonische Bedeutung der Wohn- und Betriebsstätte in der Friedrichstraße.
Die Grabstelle von Gustav Raschke: Informationen zum Ableben und zur letzten Ruhestätte des Flugpioniers.
Heinz und Hildegard Raschke: Rückblick auf die Nachkriegszeit und die Erinnerungskultur durch Hildegard Raschke.
Anlage 1 – Kurzdarstellung der Familie Knape: Detaillierte genealogische Daten zur Familie Knape als Partnerunternehmen.
Gustav Raschke, Johannisthal, Flugplatz, Flugpionier, Luftfahrtgeschichte, Holzhändler, Filmaufnahmen, Alte Adler, Hans Albers, Knape & Raschke, Fliegergedenkstein, Luftfahrt, Berliner Geschichte, Flugzeugbau, Familiengeschichte.
Die Arbeit dokumentiert das Leben von Gustav Raschke, einem der frühen Flugpioniere aus Johannisthal, und seine Verbindung zur lokalen Luftfahrtgeschichte sowie zur Holzhandlungsfirma Knape & Raschke.
Zentrale Themen sind die Entwicklung des Flugplatzes Johannisthal, der Bau eigener Flugapparate, die Verflechtung mit der Filmindustrie, der Erhalt des historischen Standorts sowie die Genealogie der Familie Knape.
Das Ziel ist die Bewahrung der Geschichte eines „Alten Adlers“ und die Würdigung der Leistungen von Gustav Raschke als Konstrukteur und Pilot für nachfolgende Generationen.
Die Autoren nutzten eine Kombination aus historischen Recherchen, der Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Bildmaterial und persönlichen Zeitzeugenberichten der Familie.
Der Hauptteil befasst sich mit der Entwicklung der Luftfahrt vor Ort, militärischen Verdiensten, beruflichen Aktivitäten bei der JOFA, dem sozialen Leben in Fliegergaststätten sowie der Familiengeschichte.
Besonders prägend sind Johannisthal, Flugplatz, Flugpionier, Gustav Raschke, Luftfahrtgeschichte und Familiengeschichte.
Sein Spitzname „Papa Raschke“ leitete sich von seiner väterlichen Art und seiner prägenden Rolle unter den Pionieren der Luftfahrtgeschichte in Johannisthal ab.
Gustav Raschke fungierte dabei als Pilot, was seine fliegerische Kompetenz und die Nutzung des Johannisthaler Flugplatzes als Kulisse für moderne Filmproduktionen der 1930er Jahre unterstreicht.
Der Betrieb wurde 1955 verstaatlicht und in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) und später in eine Produktionsgenossenschaft des Handwerks (PGH) umgewandelt.
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