Bachelorarbeit, 2011
71 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG: DIE ROLLE DER LEITSTELLE ALS SCHNITTSTELLE ZWISCHEN ÖFFENTLICHKEIT UND PROFESSIONELLEN RETTUNGSINSTITUTIONEN
2. INSTITUTIONSANALYSE: INTEGRIERTE FEUERWEHR- UND RETTUNGSLEISTELLEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DES „FAKTORS MENSCH“ (HUMAN FACTORS)
2.1. HUMAN FACTORS IN DER LEITSTELLE
2.2. FEHLER DURCH MENSCHLICHES HANDELN
2.3 ARBEITSPLATZ LEISTELLE UND DER KERNPROZESS „NOTRUFABFRAGE“: EINE KOMPLEXE TÄTIGKEIT IN KRITISCHEN SITUATIONEN
2.4. FAKTOREN VON KOMPLEXITÄT
2.4.1. FAKTOREN VON KOMPLEXITÄT ALS SYSTEM- BZW. SITUATIONSKENNZEICHEN
2.4.2. FAKTOREN VON KOMPLEXITÄT: ANFORDERUNG AN DAS INDIVIDUUM
2.5. BESONDERHEITEN DER NOTRUFABFRAGE ALS KERNPROZESS EINER LEITSTELLE
2.5.1. DIE ANATOMIE EINER NOTRUFMELDUNG NACH DEM KOMMUNIKATIONSMODELL VON SCHULZ VON THUN
2.5.2. DIE VIER ELEMENTE DES NOTRUFGESPRÄCHES
3. SITUATIONSANALYSE
3.1. ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN AN DAS BERUFSBILD „LEITSTELLENDISPONENT“
3.2. RÜCKBLICK: NOTRUFANNAHME UND ALARMIERUNG VOR DEM JAHRE 2002 IN BAYERN: AUSBILDUNG UND QUALIFIKATION DES PERSONALS
3.2.1. FEUERWEHREINSATZZENTRALEN
3.2.2. RETTUNGSLEITSTELLEN
3.2.3. ERSTALARMIERENDE STELLEN: POLIZEIINSPEKTIONEN
3.2.4. NACHALARMIERENDE STELLEN
3.3. NOTRUFABFRAGE UND ALARMIERUNG AB 2002 DURCH INTEGRIERTE LEISTELLEN
3.4. ZUSAMMENFASSUNG
4. ZIELE
4.1. VERBESSERUNG DER GESPRÄCHSFÜHRUNG UND KOMMUNIKATION INSBESONDERE BEI DER NOTRUFABFRAGE
4.2. DIE ZWEI ASPEKTE DER KOMMUNIKATION
5. METHODEN
5.1. STANDARDISIERTE NOTRUFABFRAGEPROTOKOLLE
5.1.1. STANDARDISIERUNG UND HANDLUNGSMÖGLICHKEITEN BEI DER NOTRUFABFRAGE
5.1.2. MÖGLICHKEITEN UND ZIELE DER STANDARDISIERTEN NOTRUFABFRAGEPROTOKOLLE
5.1.3. WAS BEDEUTET QUALITÄT IM NOTRUFDIALOG?
5.1.4. DIE BISHERIGE NUTZUNG VON SNAPS IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
5.1.5. PROTOKOLLE VS. LEITLINIEN
5.1.6. AUFBAU VON (MEDIZINISCHEN) PROTOKOLLEN ZUR NOTRUFABFRAGE IM AMPDS
5.1.7. HILFEHINWEISE – „DISPATCH SUPPORT“
5.1.8. TECHNISCHE UND PERSONELLE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE NUTZUNG VON SNAPS
5.1.9. DIE ROLLE DES LEITSTELLENMITARBEITERS BEI DER NUTZUNG VON SNAPS
5.1.10. KRITISCHE BELEUCHTUNG
5.1.11. EINFÜHRUNG VON SNAPS – WAS SOLLTE BEACHTET WERDEN
5.1.12. FAZIT FÜR DIE EINFÜHRUNG STANDARDISIERTER NOTRUFABFRAGEPROTOKOLLE IN BAYERISCHEN INTEGRIERTEN LEISTELLEN
5.2. KOLLEGIALES COACHING
5.2.1. EINLEITUNG
5.2.2. ZIELE DES KOLLEGIALEN COACHINGS
5.2.3. DIE BETEILIGTEN IM KOLLEGIALEN COACHING
5.2.4. DER COACHINGBOGEN
5.2.5. ABLAUF ANHAND DER CITOC-PHASEN
5.2.6. ERFAHRUNGEN UND ERGEBNISSE AUS DEM ERSTEN COACHING IN DER RETTUNGSLEITSTELLE BAYREUTH
5.2.6.1. RAHMENBEDINGUNGEN
5.2.6.2. ERGEBNISSE, SCHWIERIGKEITEN UND ANFORDERUNGEN AN DEN COACH
5.2.7. AUSBLICK
6. ABSCHLIEßENDER ÜBERBLICK
Die Arbeit untersucht die Komplexität der Notrufannahme in bayerischen integrierten Leitstellen und analysiert, wie die Gesprächsführung von Leitstellendisponenten durch gezielte Methoden professioneller gestaltet werden kann, um eine einheitliche und qualitativ hochwertige Notrufabfrage sicherzustellen.
2.3 Arbeitsplatz Leistelle und der Kernprozess „Notrufabfrage“: Eine komplexe Tätigkeit in kritischen Situationen
Ein Notruf ist in den ersten Sekunden meist ungeordnet, muss unter Zeitdruck bearbeitet werden und bestimmte Arbeitsprozesse müssen parallel dazu abgestimmt und abgearbeitet werden. Kritische Situationen und Komplexität entstehen immer dann, wenn das menschliche Denken, Entscheiden und Handeln den weiteren Verlauf der Situation entscheidend beeinflusst (St. Pierre et all. 2005, S.4). Diese Komplexität wiederum kann die schnelle und umfassende Bewertung des Anrufs durch die Person, die Gespräche entgegennimmt, behindern. Solche und ähnliche Arbeitsbedingungen sind, wie bereits erwähnt, schon umfassend in der Luft- und Raumfahrt, in Atomkraftwerken und im klinischen Bereich untersucht worden.
Parallele Anforderungen an Leitstellenmitarbeiter wurden bereits 1993 von Garms-Homolova untersucht und haben sich bis heute kaum verändert. Sie umfassen:
• Annahme des Gespräches: Zuhören, Konzentration, verschiedene Sprachmuster erkennen, Informationen systematisieren
• Technik bedienen: Telefon, ELS (Einsatzleitsystem) mit Hilfe von Tastatur, Maus oder seit wenigen Jahren per Touchscreen
• Gesprächsführung übernehmen, um dadurch in minimaler Zeit maximale Informationen zu erhalten
• Bewertung: Kategorisierung der Informationen nach Relevanz und Zuordnung zu einer Einsatzart (in Rettungsleitstellen: Krankentransport, Notfall- oder Notarzteinsatz)
• Entscheidung für das Einsatzmittel: Weitergabe und Dokumentation relevanter Details aus dem Notrufgespräch an den Dispatcher
Beim reinen CallTaking würde der letzte Punkt nicht durchgeführt werden, da die Entscheidung für die Alarmierung an den Dispatcher weitergeleitet wird. Dennoch sind die vier oben genannten Anforderungen in kürzester Zeit und so gewissenhaft wie nur möglich parallel durchzuführen (Garms-Homolová et al. 1997: Verbesserung der Kommunikation bei der Notfallmeldung. Bergisch-Glattbach: Wirtschaftsverlag NW. S. 49 ff).
1. EINLEITUNG: DIE ROLLE DER LEITSTELLE ALS SCHNITTSTELLE ZWISCHEN ÖFFENTLICHKEIT UND PROFESSIONELLEN RETTUNGSINSTITUTIONEN: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Leitstelle als erste Anlaufstelle in der Rettungskette und betont die Notwendigkeit einer professionellen Notrufannahme.
2. INSTITUTIONSANALYSE: INTEGRIERTE FEUERWEHR- UND RETTUNGSLEISTELLEN UNTER BERÜCKSICHTIGUNG DES „FAKTORS MENSCH“ (HUMAN FACTORS): Dieses Kapitel analysiert die komplexen Faktoren der Leitstellentätigkeit sowie menschliche Fehlerpotenziale und die Struktur des Kommunikationsprozesses im Notruf.
3. SITUATIONSANALYSE: Hier wird die historische Entwicklung der bayerischen Leitstellenlandschaft und die variierende Ausbildungsqualität des Personals vor und nach 2002 kritisch dargestellt.
4. ZIELE: Dieses Kapitel definiert die Optimierung der Kommunikation und die Verbesserung der Gesprächsführung bei Notrufabfragen als zentrale Ziele zur Steigerung der Sicherheit und Qualität.
5. METHODEN: Der Hauptteil stellt zwei konkrete methodische Ansätze – standardisierte Notrufabfrageprotokolle und kollegiales Coaching – als Lösungswege für eine sicherere und professionellere Gesprächsführung vor.
6. ABSCHLIEßENDER ÜBERBLICK: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Methoden zusammen und betont die Notwendigkeit für Leitstellenbetreiber, aktiv in die Qualitätssicherung der Notrufkommunikation zu investieren.
Integrierte Leistelle, Disponentenausbildung, Gesprächsführung, Kommunikation, Komplexität in Leitstellen, Feuerwehr, Rettungsdienst, Kollegiales Coaching, Standardisierte Notrufabfrageprotokolle, Human Factors, Notruf, Qualitätssicherung, CallTaking, Einsatzdisposition, Notrufannahme.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Qualität der Gesprächsführung von Leitstellendisponenten in bayerischen integrierten Leitstellen während der Notrufannahme.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitskomplexität, der historischen Ausbildungssituation sowie der Implementierung von Methoden zur Verbesserung der Kommunikation und Professionalität im Notrufdialog.
Das Ziel ist es, Methoden zu identifizieren und vorzustellen, mit denen eine einheitliche, sichere und professionelle Gesprächsführung bei Notrufen jederzeit gewährleistet werden kann.
Die Bearbeitung erfolgt auf Basis einer Auswertung aktueller Fachliteratur, ergänzt durch Expertenmeinungen sowie Erfahrungen des Verfassers aus seinem eigenen Arbeitsfeld.
Im Hauptteil werden neben der Analyse der menschlichen Faktoren und der Leitstellen-Komplexität zwei konkrete Methoden detailliert beschrieben: standardisierte Notrufabfrageprotokolle und das Konzept des kollegialen Coachings.
Wichtige Begriffe sind Integrierte Leitstelle, Disponentenausbildung, Gesprächsführung, Notrufabfrageprotokolle, Human Factors und kollegiales Coaching.
Die 112 sorgt für eine Vereinfachung für den Bürger und die Etablierung integrierter Leitstellen, was jedoch die Anforderungen an das Personal hinsichtlich der Gesprächsführungs-Kompetenz deutlich erhöht hat.
Standardisierte Protokolle setzen auf ein regelbasiertes "Abfrageinstrument", das den Prozess stark strukturiert, während das kollegiale Coaching einen ressourcenorientierten Ansatz verfolgt, um das individuelle Gesprächsverhalten des Mitarbeiters zu reflektieren und zu erweitern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

