Masterarbeit, 2024
53 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Definition der VUCA-Welt
3.2 Stressdefinition, Stresstheorien und Stressursachen
3.2.1 Stressbegriff
3.2.2 Grundlegendes Stressmodell nach Hans Selye
3.2.3 Modell der Gratifikationskrisen nach Johann Siegrist
3.2.4 Belastungs-Beanspruchungs-Modell nach Rohmert und Rautenfranz
3.2.5 Belastungs-Beanspruchungs-Konzept in der Arbeitswelt
3.2.6 Transaktionales Modell nach Richard Lazarus
3.3 Biologische Mechanismen und gesundheitliche Folgen von Stress
3.3.1 Stressmechanismen im menschlichen Körper
3.3.2 Kurzfristige Folgen von Stress auf den Menschen
3.3.3 Langfristige gesundheitliche Folgen
3.4 Folgen von Stress auf Arbeitsfähigkeit
3.5 BGM als möglicher Lösungsansatz
3.6 Multimodales Stressmanagement
4 METHODIK
4.1 Forschungsfrage
4.2 Konzeptvorstellung Onlinekurs
4.3 Ablauf der Teilnahme
4.4 PSQ-20 Fragebogen
4.5 Wilcoxon Test
5 ERGEBNISSE
5.1 Auswertung der Befragung
5.2 Durchführung und Ergebnisse des Wilcoxon-Tests
5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 DISKUSSION
7 ZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATURVERZEICHNIS
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob die Durchführung eines 12-wöchigen Onlinekurses zum multimodalen Stressmanagement eine signifikante Verbesserung des subjektiven Stressempfindens von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland bewirken kann. Die zentrale Forschungsfrage widmet sich der Überprüfung, inwiefern ein solches digitales Interventionsformat dazu beiträgt, Stresssymptome zu reduzieren und die Bewältigungskompetenzen der Teilnehmenden zu stärken.
3.2.1 Stressbegriff
Nach Prof. Dr. Gert Kaluza (Psychotherapeut) besteht Stress aus drei Teilen, den Stresstrias. Dazu gehören die Stressoren, die persönlichen Stressverstärker und die (körperliche) Stressreaktion. Die Stressoren sind äußere Einflüsse, die Stress auslösen. Zu den Stressverstärkern gehören persönliche Motive, Einstellungen und Haltungen. Sie stellen das Bindeglied zwischen Stressoren und der Stressreaktion dar und entscheiden maßgeblich über die Stärke und Art der Stressreaktion. Die Stressreaktionen sind die physischen und psychischen Antworten des Körpers. Zu diesen zählen beispielsweise schwitzige Hände, Herzklopfen oder Kopfschmerzen (Kaluza, 2012, S. 6f.). Nach Kaluza (Kaluza, 2012, S. 53ff.) bringt der Wandel in der Arbeitswelt, zu den bestehenden Stressoren wie beispielsweise Lärm, Zugluft und Staub, zusätzliche Stressoren wie Termindruck, örtliche Mobilität und zeitliche Flexibilität mit sich. Hinzu kommt die Angst vor Arbeitsplatzverlust und dem technischen Fortschritt (ständige Weiterbildungen sind notwendig).
Das Stressmodell von Hans Selye, eines der bedeutendsten Theorien zur Stressforschung, beschreibt die physiologischen Reaktionen des Körpers auf Stressoren und basiert auf der Annahme, dass der menschliche Körper auf Stress immer in ähnlicher Weise reagiert. Selye führte den Begriff des "Allgemeinen Anpassungssyndroms" (General Adaptation Syndrome, GAS) ein, um diese stressbedingten Reaktionen in den folgenden drei Phasen zu erklären (Selye, 1974):
1. Alarmreaktion: Die erste Phase ist die Alarmreaktion, in der der Körper auf den Stressor reagiert. Diese Phase umfasst wiederum zwei Stadien: Die Schockphase, hierbei reagiert der Organismus auf den Stressor mit einem plötzlichen Abfall des Blutdrucks und des Muskeltonus. Der Körper wird vorübergehend schwächt. Sowie die Gegenschockphase, wobei der Körper durch die Ausschüttung von Stresshormonen (z. B. Adrenalin, Cortisol) seine Ressourcen mobilisiert, um auf die Herausforderung zu reagieren. In diesem Stadium wird das sympathische Nervensystem aktiviert, und der "Kampf-oder-Flucht"-Mechanismus tritt in Kraft, was zu einer Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdrucks und der Muskelspannung führt.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die steigende Stressbelastung in der modernen Arbeitswelt anhand aktueller Studien und leitet daraus die Relevanz digitaler Stressmanagement-Maßnahmen ab.
2 ZIELSETZUNG: Es wird das konkrete Vorhaben beschrieben, einen zertifizierten Online-Präventionskurs zur Bewältigung des subjektiven Stressempfindens zu entwickeln und zu evaluieren.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Dieses Kapitel widmet sich der fundierten Definition der VUCA-Welt, klassischen Stresstheorien, biologischen Mechanismen sowie den gesundheitlichen und ökonomischen Folgen von Stress.
4 METHODIK: Hier werden die Forschungsfragen, Hypothesen, der Aufbau des Onlinekurses, die Auswahl der Stichprobe sowie die eingesetzten Messinstrumente (PSQ-20 und Wilcoxon-Test) erläutert.
5 ERGEBNISSE: Die empirischen Daten der Erst- und Schlussbefragung werden statistisch aufbereitet, grafisch dargestellt und im Rahmen des Wilcoxon-Tests ausgewertet.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mit bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen abgeglichen und hinsichtlich praktischer Implikationen für Unternehmen bewertet.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Master-Thesis kompakt zusammen und zieht ein Fazit über den Erfolg des Online-Stressmanagementkurses.
8 LITERATURVERZEICHNIS: Das Verzeichnis listet sämtliche in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Fachbücher und Online-Publikationen vollständig auf.
Multimodales Stressmanagement, Digitaler Präventionskurs, Subjektives Stressempfinden, VUCA-Welt, Transaktionales Stressmodell, HPA-Achse, Arbeitsbelastung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, PSQ-20, Wilcoxon-Test, Arbeitnehmergesundheit, Online-Intervention
Die Arbeit untersucht den Einfluss eines zwölfwöchigen digitalen Onlinekurses zum multimodalen Stressmanagement auf das subjektive Stressempfinden von Beschäftigten in Deutschland.
Im Mittelpunkt stehen die psychischen und physischen Belastungen in der modernen Arbeitswelt (VUCA-Welt), gängige Stresstheorien, die biologischen Stressmechanismen sowie Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Das Hauptziel ist herauszufinden, ob ein orts- und zeitunabhängiger Online-Präventionskurs das subjektive Stressempfinden der Teilnehmenden signifikant verringern und ihre Bewältigungskompetenzen stärken kann.
Es wurde ein quantitativer, empirischer Ansatz gewählt. Die Datenerhebung erfolgte per Online-Befragung unter Verwendung des standardisierten Perceived Stress Questionnaire (PSQ-20) zu zwei Messzeitpunkten.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert den Begriff der VUCA-Welt, Stressdefinitionen nach Selye und Lazarus, das Gratifikationskrisenmodell nach Siegrist, physiologische Stressreaktionen (SAM- und HPA-Achse) sowie die ökonomischen Folgen von Stress.
Wichtige Keywords sind unter anderem Multimodales Stressmanagement, Subjektives Stressempfinden, VUCA-Welt, Betriebliches Gesundheitsmanagement, PSQ-20 und Wilcoxon-Test.
Der Kurs basierte auf einem zertifizierten Präventionskonzept (§ 20 SGB V), lief über zwölf Wochen und vermittelte wöchentlich über Videomaterial und Handouts Inhalte zu instrumentellen, mental-kognitiven und palliativ-regenerativen Bewältigungsmethoden.
Der Wilcoxon-Test bestätigte eine statistisch signifikante Reduktion des subjektiven Stressempfindens nach Kursende; insbesondere Faktoren wie Anforderungen und Anspannung sanken deutlich, während die empfundene Freude zunahm.
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