Examensarbeit, 2003
79 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Leistung
2.1 Definition von Leistung (allgemein)
2.2 Definition von Leistung im Sport
2.3 Sportliche Leistungsbewertung
2.3.1 Messen von Leistung
2.3.2 Bewerten bzw. Feststellen von Leistung
3. Motivation
3.1 Definition des Begriffs Motiv
3.1.1 Definition des Begriffs Leistungsmotiv
3.2 Definition von Motivation
3.2.1 Motivationstheorien
3.3 Eigene Stellungnahme zu den Motivationstheorien
4. Leistungsmotivation
4.1 Verknüpfung des Leistungsbegriffs mit dem Motivationsbegriff
4.2 Eigene Definition von Leistungsmotivation
4.3 Wirkung von Erfolg und Misserfolg auf die Leistung
4.4.1 Theorie der Leistungsmotivation nach Atkinson
4.4.2 Kausalattribuierung nach Weiner
4.4.3 Bezug zwischen Leistungsmotivation und Kausalattribuierung
5. Zum Leistungsproblem im Basketball
6. Leistungsmotivation in einer Basketballtrainingsgruppe
6.1 Vorstellen der Basketballtrainingsgruppe
6.2 Vorstellen (darstellen) des Fragebogenaufbaus
6.3 Durchführung
6.4 Ergebnisse
7. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Motivation auf die Leistungssteigerung im Sport am Beispiel einer Jugend-Basketballtrainingsgruppe. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten zu identifizieren, wie Kinder und Jugendliche im Sportumfeld motiviert werden können, um individuelle Leistungsfortschritte zu erzielen, und dabei psychologische Motivationstheorien mit sportpraktischen Anwendungen zu verknüpfen.
4.4.2 Kausalattribuierung nach Weiner
Im Folgenden soll nun die Person selber, die solche Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse macht, näher betrachtet werden. Dabei beziehen sich die Aussagen, wenn nicht anders gekennzeichnet, auf Bernard Weiner, Walter Edelmann und Rudolf Kretschmann und Maria-Anna Rose. Auf was führt eine Person ihr Ergebnis nach einer Leistungsbewertung zurück?
Was macht sie für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich? Menschen haben von Natur aus das Bedürfnis Phänomene wie Erfolg und Misserfolg nicht nur zu registrieren, sondern auf bestimmte Ursachen zurückzuführen. Diese Bewusstseinsprozesse und Erlebnisinhalte werden als Kognitionen bezeichnet. Eine besondere Art der Kognition sind so genannte Kausalattribuierungen. Sie beeinflussen das Leistungsverhalten und vermitteln Verhaltensauswirkungen von Erfolgs- und Misserfolgserfahrungen.
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch persönliche Erfahrungen im Basketballsport und thematisiert den allgemeinen Bewegungsmangel sowie Leistungsdruck bei Kindern.
2. Leistung: Es erfolgt eine definitorische Auseinandersetzung mit dem Leistungsbegriff aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven und dessen Bedeutung im Sport.
3. Motivation: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie Motiv und Motivation und stellt verschiedene Motivationstheorien zur Steigerung der Leistung vor.
4. Leistungsmotivation: Die Arbeit verknüpft Leistungs- und Motivationsbegriffe und analysiert die Wirkung von Erfolg und Misserfolg sowie Attributionen auf das Verhalten.
5. Zum Leistungsproblem im Basketball: Hier werden das Anforderungsprofil und die spezifischen physischen, psychischen und technischen Anforderungen der Sportart Basketball dargestellt.
6. Leistungsmotivation in einer Basketballtrainingsgruppe: Die Autorin präsentiert eine empirische Untersuchung mit einem Fragebogen in einer Basketball-AG und reflektiert die erzielten Ergebnisse.
7. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der theoretischen Erkenntnisse und der Beantwortung der einleitenden Fragestellungen ab.
Leistungsmotivation, Basketballtraining, Attributionstheorie, Erfolg, Misserfolg, Motivationstheorien, pädagogische Psychologie, Sportmotorik, Leistungsbewertung, Anforderungsprofil, Kausalattribuierung, Jugendtraining, Leistungssteigerung, Sportunterricht, Selbstkonzept.
Die Hausarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Motivation und Leistungssteigerung im Sport und überträgt theoretische psychologische Modelle auf den praktischen Trainingsalltag im Basketball.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Leistung, verschiedene Motivationstheorien (insbesondere kognitive Theorien), die Wirkung von Erfolg und Misserfolg sowie die Kausalattribuierung nach Weiner.
Ziel ist es, pädagogische Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Übungsleiter Kinder zu einer gesteigerten Leistungsmotivation anregen können, indem sie die Bedingungen im Training psychologisch fundiert gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer praxisorientierten empirischen Erhebung in Form einer Fragebogenbefragung innerhalb einer Basketball-Trainingsgruppe.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Leistung und Motivation, die theoretische Fundierung der Leistungsmotivation (u.a. nach Atkinson und Weiner) und die spezifische Anwendung auf die Sportart Basketball.
Wesentliche Begriffe sind Leistungsmotivation, Kausalattribuierung, Erfolg, Misserfolg, Attribution, Sportpädagogik und Motivationspsychologie.
Die Autorin stellt fest, dass die 6- bis 8-jährigen Kinder Schwierigkeiten hatten, komplexe Behauptungen kognitiv zu verarbeiten, was zu teils widersprüchlichen Ergebnissen führte und die Eignung der Methode für diese Altersstufe infrage stellt.
Die Attribution ist entscheidend: Erfolgreiche Sportler führen Erfolge eher auf eigene Fähigkeiten zurück. Die Trainerin/der Trainer sollte daher eine internal-variable Attribuierung (z.B. Anstrengung) fördern, um die Motivation langfristig zu stabilisieren.
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