Bachelorarbeit, 2011
50 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1. Unternehmensethik
2. Die Deutsche Telekom AG
2.1 Das Unternehmen Deutsche Telekom und seine Risiken
2.2 Die Verhaltenskodizes und Prinzipien der Deutschen Telekom
3. Die Telefónica Europe plc
3.1 Die Telefónica Europe und ihre Gefahren
3.2 Maßnahmen der Telefónica Europe zur Überwindung der Risiken
4. Der Vergleich der Deutschen Telekom und Telefónica Europe
4.1 Kunden & Gesellschaft
4.1.1 Datenschutz: Motivation und Einhaltung
4.1.2 Jugendschutz: Schranken und Aufklärung
4.2 Mitarbeiter
4.2.1 Arbeitsbedingungen: Ideen- und Nachwuchsmanagement
4.2.2 Interne Anreizstrukturen: Mitarbeiterkartelle und das Prinzipal-Agenten-Problem
4.2.3 Unternehmenskultur: Trittbrettfahrerproblematik
4.3 Unternehmen
4.3.1 Unlauterer Wettbewerb: Korruption
4.3.2 Kooperation mit Lieferanten: Lieferantenauswahl und -management
Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die betriebliche Praxis der Unternehmensethik, indem sie die Verhaltenskodizes der Deutschen Telekom und der Telefónica Europe vergleichend analysiert. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen soziale Dilemmata durch Selbstbindung erfolgreich überwinden und Moral als wertschöpfenden Produktionsfaktor etablieren können.
4.1.1 Datenschutz: Motivation und Einhaltung
Vor allem für Unternehmen in der ICT-Branche ist der Datenschutz eines der wichtigsten und zugleich auch heikelsten Themen. Dies zeigt sich u.a. daran, dass es unterschiedlichste Probleme in diesem Bereich geben kann. An dieser Stelle wird auf folgende zwei grundlegende Fragen näher eingegangen:
1) „Warum sollten Unternehmen den Datenschutz ernst nehmen?“
2) „Wie ist es möglich den Datenschutz innerhalb eines Unternehmens einzuhalten?“.
Die erste Frage hat die Motivation der Unternehmen zum Gegenstand. Hierbei ergibt sich zunächst ein einseitiges PD. Die Kunden bzw. MA, um deren Daten es geht, haben die Möglichkeit in das Unternehmen zu investieren, d.h. seitens der Kunden, einen Vertrag zu schließen bzw. zu verlängern, und hinsichtlich der MA, bei dem Unternehmen eine Stelle anzunehmen bzw. im Unternehmen zu verbleiben. Das Unternehmen hat dann die Möglichkeit eine getätigte Investition in Form von Datenmissbrauch auszubeuten oder nicht. Im Status quo ist es für das Unternehmen am attraktivsten die Investition auszubeuten, da dies eine unerlaubte Nutzung oder den Verkauf der Daten ermöglicht bzw. aufwendige Schutzvorrichtungen zur Gewährleistung des Datenschutzes nicht erforderlich macht und somit den Gewinn erhöht.
Einleitung: Vorstellung der Relevanz von Unternehmensethik in der ICT-Branche und Definition der zentralen Thesen und Vorgehensweise.
1. Unternehmensethik: Einführung in das ordonomische Forschungsprogramm und methodische Grundlagen zur Überwindung sozialer Dilemmata.
2. Die Deutsche Telekom AG: Analyse des Unternehmensprofils, der spezifischen Risiken und der implementierten Verhaltenskodizes der Deutschen Telekom.
3. Die Telefónica Europe plc: Deskriptive Darstellung der Telefónica Europe, ihrer Herausforderungen und der entsprechenden Maßnahmen zur Risikobewältigung.
4. Der Vergleich der Deutschen Telekom und Telefónica Europe: Anwendung spieltheoretischer Modelle auf konkrete Problemfelder wie Datenschutz, Korruptionsbekämpfung und Lieferantenmanagement.
Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Diskussion der Bedeutung kollektiv entwickelter Kodizes sowie Potenziale für zukünftige Verbesserungen.
Unternehmensethik, Verhaltenskodex, Deutsche Telekom, Telefónica Europe, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Datenschutz, Jugendschutz, Korruptionsbekämpfung, Compliance, Reputation, Selbstbindung, Nachhaltigkeit, Stakeholder, ICT-Branche.
Die Arbeit befasst sich mit der Praxisrelevanz der Unternehmensethik im Telekommunikationssektor und untersucht, wie Unternehmen Verhaltenskodizes nutzen, um ethische Herausforderungen zu bewältigen.
Zu den zentralen Themen zählen Datenschutz, Jugendschutz, Mitarbeiteranreizstrukturen, Unternehmenskultur und die Korruptionsprävention in Lieferketten.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch unternehmerische Selbstbindung Win-Win-Situationen geschaffen werden können, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Reputation zu sichern.
Es wird auf die Spieltheorie, speziell das Modell des Gefangenendilemmas (PD), zurückgegriffen, um Dilemmastrukturen zwischen Akteuren wie Unternehmen, Kunden und Mitarbeitern zu modellieren und zu lösen.
Im Hauptteil erfolgt eine vergleichende Analyse der Verhaltenskodizes der Deutschen Telekom und der Telefónica Europe hinsichtlich verschiedener Risikobereiche und der Wirksamkeit ihrer internen Compliance-Maßnahmen.
Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensethik, Verhaltenskodex, Spieltheorie, Gefangenendilemma, Compliance und Reputation.
Sie ermöglicht eine präzisere Analyse der Anreizstrukturen: Während einseitige Dilemmata oft durch individuelle Selbstbindung gelöst werden können, bedürfen zweiseitige Dilemmata kollektiver Bindungsmechanismen.
Die Analyse zeigt, dass die Deutsche Telekom durch eine Kombination aus expliziten und impliziten Kodizes (z.B. Fraud Policy) in manchen Bereichen effektiver aufgestellt ist als die Telefónica, die primär auf implizite Business Principles setzt.
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