Bachelorarbeit, 2010
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Finanzkrise und die Zahlen der Insolvenzen von 2003 bis 2009
2.1. Die Entwicklung der Insolvenzen in Deutschland im Gastgewerbe
2.2. Insolvenzen im Gastgewerbe nach Rechtsform und Forderungsgröße
3. Krisen im Unternehmen
3.1. Krisenarten und -phasen
3.2. Das Vier-Phasen-Modell nach Ulrich Krystek
3.3. Symptome der Unternehmenskrise
3.4. Die Ursachen der Unternehmenskrise
4. Die Eigenschaften des touristischen Produktes
5. Sanierungsmanagement
5.1. Besonderheiten des hotelspezifischen Sanierungsmanagements
5.2. Sanierungsabsicht
5.3. Gründe und Anlässe für eine Sanierung
5.4. Die Sanierungsfähigkeit
5.5. Die Sanierungswürdigkeit
5.6. Bedeutung der Pachtzahlungsfähigkeit
5.7. Sanierungsarten
5.8. Formen der Sanierung
5.9. Ablauf des Sanierungsprozesses mit Hilfe des Sanierungskonzeptes
6. Insolvenzmanagement
6.1. Der Ablauf der Insolvenz
6.2. Die Entwicklung des Insolvenzplanverfahrens
6.3. Der Insolvenzplan
6.4. Vor- und Nachteile der Handlungsalternativen
7. Szenario: Die Sanierung der Tourismus GmbH
8. Schlussfolgerungen und Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, wie touristische Unternehmen in wirtschaftlichen Krisenzeiten durch gezieltes Sanierungsmanagement nachhaltig bestehen können. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob eine Insolvenz zwangsläufig das Ende eines Unternehmens bedeuten muss und welche alternativen Handlungsspielräume existieren, um durch Restrukturierung wieder wettbewerbsfähig zu werden.
3.2 Das Vier-Phasen-Modell nach Ulrich Krystek
Ulrich Krystek hat seinerseits ein Krisenmodell erstellt, welches sich auf vier wesentliche Krisenphasen bezieht. Eine ähnliche Gliederung ist im Großteil der wissenschaftlichen Literatur zu finden. Das Hauptmerkmal der Krisenphasen, auf das sich Krystek bezieht, ist der immer größer und dringender werdende Zeit und damit auch Handlungsdruck, der sich für das Unternehmen in der Krise ergibt. Laut Krystek durchläuft das Unternehmen folgende vier Phasen: die potenzielle Krise, die latente, die akute, aber noch beherrschbare Krise sowie die akute, aber nicht mehr beherrschbare Krise.
Die potenzielle Krise bezeichnet einen Zustand, in dem sich ein Unternehmen nach der Ansicht von Krystek ständig befindet. Für ein Unternehmen besteht ständig das Risiko (wenn auch die Wahrscheinlichkeit einer Krise nicht immer gleich hoch ist), durch gewisse Umstände in Krisensituationen zu rutschen. Dementsprechend ist in dieser Phase die Krise für das Unternehmen auch noch nicht wahrnehmbar. Durch speziell dafür eingerichtete Vorsichtsmaßnahmen kann hier die Krise noch abgewendet bzw. verhindert werden, da der Handlungsspielraum alle Möglichkeiten zulässt und das Unternehmen keinen wahrnehmbaren Zeitdruck verspürt.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, die Möglichkeiten der Sanierung insbesondere für touristische Unternehmen aufzuzeigen und die wirtschaftliche Relevanz durch Insolvenzdaten zu untermauern.
2. Die Finanzkrise und die Zahlen der Insolvenzen von 2003 bis 2009: Dieses Kapitel analysiert die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe durch die Auswertung statistischer Daten zu Insolvenzen und deren Ursachen im Kontext der Finanzkrise.
3. Krisen im Unternehmen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Krisenarten, Phasenmodellen der Unternehmenskrise nach Krystek sowie Symptome und Ursachen für wirtschaftliche Schieflagen beleuchtet.
4. Die Eigenschaften des touristischen Produktes: Dieses Kapitel beschreibt die Besonderheiten von Dienstleistungen im Tourismus, wie Intangibilität und das uno-actu-Prinzip, und deren Einfluss auf die Sanierungsfähigkeit.
5. Sanierungsmanagement: Es werden Methoden und Instrumente des Sanierungsmanagements vorgestellt, inklusive hotelspezifischer Besonderheiten, der Sanierungsfähigkeit und der Bedeutung von Pachtverträgen.
6. Insolvenzmanagement: Dieses Kapitel erläutert rechtliche Rahmenbedingungen der Insolvenzordnung, den Ablauf des Insolvenzverfahrens und die Chancen des Insolvenzplans als Sanierungsinstrument.
7. Szenario: Die Sanierung der Tourismus GmbH: Ein anonymisiertes Praxisbeispiel verdeutlicht die konkrete Anwendung eines Sanierungskonzeptes und die notwendigen Schritte zur Wiederherstellung der Marktfähigkeit.
8. Schlussfolgerungen und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit differenzierter Handlungsstrategien, um touristische Unternehmen durch Krisen zu führen.
Sanierungsmanagement, Insolvenzrecht, Tourismuswirtschaft, Unternehmenskrise, Insolvenzplan, Gastgewerbe, Turnaround, Restrukturierung, Finanzkrise, Dienstleistungsmarketing, Krisenprävention, Sanierungskonzept, Pachtmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Unternehmensführung
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten zur Sanierung von touristischen Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Krisen befinden, um deren Fortbestehen nachhaltig zu sichern.
Die zentralen Themen umfassen Krisenmodelle in Unternehmen, die Besonderheiten touristischer Produkte, das Sanierungsmanagement und das rechtliche Insolvenzmanagement.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Lösungen für die Sanierung touristischer Unternehmen aufzuzeigen und zu klären, welche Handlungsalternativen bei einer Krise oder drohenden Insolvenz zur Verfügung stehen.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, Statistiken des Statistischen Bundesamtes sowie auf ein geführtes Experteninterview und eine Fallstudie (Szenario).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Krisenanalysen, die Charakterisierung touristischer Produkte, die verschiedenen Arten des Sanierungsmanagements sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Insolvenzplanverfahren.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sanierungsmanagement, Insolvenzplan, Tourismuswirtschaft, Unternehmenskrise und Restrukturierung charakterisiert.
Das Humankapital ist essenziell, da touristische Dienstleistungen maßgeblich durch menschliche Arbeit und soziale Kompetenz erbracht werden, was eine gute Mitarbeiterführung zur Qualitätssteigerung unverzichtbar macht.
Die Auffanggesellschaft ermöglicht die Fortführung des Geschäftsbetriebs unter neuen, unbelasteten Strukturen, während die alte Gesellschaft die Altlasten abwickelt, was die Sanierung der "Tourismus GmbH" erst ermöglichte.
Die Arbeit führt hierfür vor allem die Komplexität und die hohen Kosten des Verfahrens sowie die verbreitete Wahrnehmung der Insolvenz als "Makel" an.
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