Masterarbeit, 2010
200 Seiten, Note: 1,2
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einführung
1.1 Ökonomische Problemstellung
1.2 Ziele
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Management von Markenarchitekturen
2.1 Grundlagen
2.2 Markenstrategien
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Definition Marke
2.2.3 Klassische Markenarchitekturformen
2.2.4 Komplexe Markenarchitekturen
2.3 Branding
2.4 Modelle für Markenarchitekturempfehlungen
2.4.1 Erfassung bereits existierender Modelle
2.4.1.1 Klassifikationsansatz
2.4.1.2 Brand Relationship Spectrum von Aaker und Joachimsthaler
2.4.1.3 BASE-Modell von Strebinger
2.4.2 Erarbeitung von Bewertungskriterien
2.4.3 Stärken und Schwächen der Markenstrategiemodelle
2.4.4 Markenstrategietypologisierung nach Lafort und Saunders
2.4.5 Zwischenfazit
2.5 Szenarien für Markenstrategieentscheidungen
2.5.1 Internes Wachstum
2.5.2 Externes Wachstum
3. Verhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze zur Entstehung von Markenimages
3.1 Kognitive Prozesse zum Aufbau von Markenwissen
3.1.1 Informationsaufnahme- und verarbeitung
3.1.2 Speicherung von Markenwissen
3.1.2.1 Semantische Netzwerke
3.1.2.2 Markenschemata
3.2 Involvement
3.3 Beurteilung von Markenfits
4. Vorforschung
4.1 Markenarchitekturbeurteilung von Verbrauchern
4.1.1 Bildung von Hypothesen und Aufstellung des Untersuchungsdesigns
4.1.2 Vorstudien
4.1.2.1 Identifikation von Produktkategorien
4.1.3.1.1. Fragebogenaufbau
4.1.3.1.2. Darstellung der Ergebnisse
4.1.2.2 Identifikation von starken und schwachen Dachmarken
4.1.3.1.3. Fragebogenaufbau
4.1.3.1.4. Darstellung der Ergebnisse
4.1.2.3 Identifikation von starken und schwachen Produktmarken
4.1.3.1.5. Fragebogenaufbau
4.1.3.1.6. Darstellung der Ergebnisse
4.1.3.1.6.1 Hoher Markenaffinitätsgrad
4.1.3.1.6.2 Niedriger Markenaffinitätsgrad
4.1.2.4 Einordnung der Stimulusmarken in das Untersuchungsdesign
4.1.4 Hauptstudie
4.1.4.1 Fragebogenaufbau
4.1.4.2 Darstellung der Ergebnisse
4.2 Markenstrategieentscheidungen in der Praxis
4.2.1 Treiber von Markenarchitekturen
4.2.2 Aufbau des Fragebogens
4.2.3 Darstellung der Ergebnisse
5. Entwicklung eines Markenarchitekturmodells
5.1. Möglichkeiten und Grenzen einer Ableitung von Markenstrategieempfehlungen
5.2. Aufstellung des Modells
6. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Empfehlungsmodells für Markenverantwortliche, das die Wahl einer geeigneten Markenstrategie auf Basis relevanter, quantifizierbarer Kriterien unterstützt. Die Arbeit zielt darauf ab, die oft subjektiven „Bauchentscheidungen“ durch eine nachvollziehbare und fundierte Methodik zu ersetzen.
2.2.3 Klassische Markenarchitekturformen
Viel Zeit ist vergangen seit der Markenpionier Hans Domizlaff 1939 sein Werk Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens veröffentlichte, in dem er sich der heute als Einzelmarkenstrategie bekannten Produktkennzeichnung verschrieb. Sein Zitat dazu damals war: „Eine Firma hat eine Marke. Zwei Marken sind zwei Firmen“17. Dies war die Zeit der großen Erfolge von Persil, Nivea oder Odol. Die einzigen Marken im entsprechenden Unternehmen. Früh erkannten die damaligen Unternehmen jedoch, dass auch mehrere Marken nebeneinander geführt werden können. Grund waren die vorherrschenden Verkäufermärkte, die den Wettbewerb minimierten und den vollständigen Absatz einfach machten.
Erst der zunehmende Wettbewerb durch Transformation der Verkäufer- zu Käufermärkten rückte die Auseinandersetzung mit den Aspekten von Marken in den Mittelpunkt, die über die Kennzeichnung bzw. Unterscheidbarkeit von Produkten hinausgehen. Unter der ehemaligen Bezeichnung für ein einzelnes Produkt wurden auf einmal mehrere Produkte geführt. So konnten neue Produkte unter dem Dach einer etablierten Marke eingeführt werden. Dies Vereinfachte den Adoptionsprozess und reduzierte die Kosten für Bekanntmachung und Akzeptanzschaffung.
Ebenso gab es Unternehmer, die ihrem Unternehmen einen Namen gaben, unter dem das erste Produkt gestellt wurde wie zum Beispiel Maggi. Nach den ersten Produkten, die zur Firmengründung führten, wurden alle weiteren Produkte ebenfalls unter das gleiche Markendach gestellt.
1. Einführung: Definition der ökonomischen Problemstellung und Zielsetzung der Master Thesis zur Entwicklung eines Markenarchitekturmodells.
2. Management von Markenarchitekturen: Theoretische Herleitung und Analyse existierender Modelle sowie Abgrenzung von Begriffen wie Markenportfolio und Markenarchitektur.
3. Verhaltenswissenschaftliche Erklärungsansätze zur Entstehung von Markenimages: Untersuchung kognitiver Prozesse, der Rolle des Involvements und der Beurteilung von Markenfits bei Konsumenten.
4. Vorforschung: Beschreibung des Untersuchungsdesigns, der Vorstudien zur Markenbeurteilung und der Durchführung der Hauptstudie zur Überprüfung der Hypothesen.
5. Entwicklung eines Markenarchitekturmodells: Beschreibung der semi-quantitativen Methodik und Aufstellung des Modells zur Ableitung von Markenstrategieempfehlungen.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse, kritische Würdigung der Vorgehensweise sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Markenarchitektur, Markenstrategie, Markenportfolio, Konsumentenverhalten, Branding, Markenimage, Markenfit, Involvement, Markenidentität, Markenhierarchie, Unternehmensmarke, Dachmarke, Einzelmarke, Markenpositionierung, Markenerweiterung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Empfehlungsmodells, das Unternehmen bei der strategischen Entscheidung unterstützt, wie sie Produkte innerhalb ihres Markenportfolios optimal kennzeichnen und strukturieren sollten.
Die Arbeit verknüpft klassische Markenstrategie-Theorien mit verhaltenswissenschaftlichen Aspekten, um zu verstehen, wie Konsumenten Markenarchitekturen wahrnehmen und bewerten.
Das Ziel ist die Quantifizierung der qualitativen „Bauchentscheidung“ bei der Markenstrategiewahl, um diese nachvollziehbarer und fundierter zu gestalten.
Es wurde ein zweistufiges Vorgehen gewählt: Zunächst eine theoretische Aufarbeitung und im Anschluss eine empirische Untersuchung (Konsumentenbefragung mit Stimulusmaterial und Expertenbefragung), um die Hypothesen zu verifizieren.
Der Hauptteil analysiert bestehende Markenstrategiemodelle, beleuchtet die kognitive Wahrnehmung von Marken durch den Konsumenten (Involvement, Markenschemata) und stellt die empirische Vor- und Hauptforschung dar.
Markenarchitektur, Markenstrategie, Markenportfolio, Konsumentenverhalten und Markenfit sind die zentralen Begriffe.
Der Autor bemängelt, dass bestehende Modelle oft eine zu feine Untergliederung vornehmen, die vom Konsumenten nicht mehr wahrgenommen wird, oder dass sie rein unternehmensseitig argumentieren, ohne das Konsumentenverhalten ausreichend zu berücksichtigen.
Die Studie zeigt, dass zusätzliche starke Dachmarken unter bestimmten Voraussetzungen (High Involvement) die Produktbeurteilung positiv beeinflussen, unabhängig davon, ob die Dachmarke als dominante Marke oder nur als Endorser fungiert.
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