Diplomarbeit, 2003
95 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
2. Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland
2.1. Begriffliche Definition
2.2. Verkehrsentwicklung
2.3. Derzeitige Finanzierung und Bereitstellung der Verkehrsinfrastruktur
3. Ansatz des Public Private Partnership
3.1. Begriffliche Definition
3.2. Ziele und Potentiale des Public Private Partnerships
3.3. Public Private Partnership als Alternative zur staatlichen Realisierung
4. PPP- Modelle für den Bereich der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland
4.1. Leasingmodell
4.2. Konzessionsmodell
4.3. Mischmodell
4.4. Betreibermodell
4.5. Beispiel Warnowquerung
4.5.1. Pilotprojekt
4.5.2. Erfahrungen aus dem Pilotprojekt
5. Ausländische Erfahrungen mit PPP- Konzepten im Bereich der Verkehrsinfrastruktur am Beispiel Frankreich
5.1. Entwicklung von öffentlicher und privater Zusammenarbeit in Frankreich
5.2. PPP- Modell in Frankreich
6. Untersuchung der Übertragbarkeit des französischen PPP- Konzeptes auf Deutschland
6.1. Anforderungen an PPP- Modelle für die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland
6.2. Beurteilung der vorgestellten Modelle
6.3. Übertragbarkeit des französischen Lösungsansatzes auf Deutschland
7. Konzeption eines Modells für Deutschland am Beispiel Autobahn
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeption eines für Deutschland geeigneten Public Private Partnership (PPP) Modells im Bereich der Verkehrsinfrastruktur. Angesichts knapper öffentlicher Kassen und wachsender Anforderungen an die Verkehrswege untersucht die Arbeit, wie private Kooperationspartner effizienter in Planung, Finanzierung, Erstellung und Betrieb eingebunden werden können, wobei insbesondere Erfahrungen aus Frankreich als Vergleichsmaßstab dienen.
3.1. Begriffliche Definition
Der Begriff des Public Private Partnership, kurz PPP genannt, welcher ursprünglich aus dem angloamerikanischen Raum stammt, wird in der Literatur sehr vielfältig und häufig auch unscharf verwendet. Aus diesem Grund soll hier eine eindeutige Definition hergeleitet werden, welche der vorliegenden Arbeit zugrunde liegt.
Ganz allgemein versteht man unter PPP die unterschiedlichsten Formen eines Zusammenwirkens von Trägern öffentlicher Aufgaben und privaten Wirtschaftssubjekten, die komplementäre Ziele verfolgen und durch ihre Zusammenarbeit Synergiepotentiale erschließen. Dabei bietet der private Sektor vor allem die finanziellen Mittel und das technische Know-how um bislang staatlich erbrachte Leistungen durch eine Kooperation bereitzustellen.
Man unterscheidet in diesem Zusammenhang grundsätzlich zwei Kooperationsformen. Zum einen die formelle und zum anderen die informelle Kooperation. Innerhalb der formellen Kooperation ist die Zusammenarbeit der Beteiligten vertraglich geregelt. Innerhalb der informellen Kooperation ist hingegen eine schriftliche Vertragsabsprache nicht gegeben. Diese Form kann zwar auch erfolgreich sein, ist jedoch für die Beteiligten mit größeren Unsicherheiten verbunden als die formelle Kooperation. Im weiteren Verlauf der Arbeit wird mit dem Begriff des PPP die formalisierte Kooperation verbunden, d.h. es ist immer ein Vertag zu Grunde gelegt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Finanzlage der deutschen Verkehrsinfrastruktur und führt das Public Private Partnership als potenziellen Lösungsansatz ein.
2. Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland: Dieses Kapitel definiert Infrastruktur begrifflich, analysiert die Verkehrsentwicklung und skizziert die derzeitige staatliche Finanzierungsproblematik.
3. Ansatz des Public Private Partnership: Hier erfolgt eine Definition des PPP-Begriffs sowie eine Erläuterung der Ziele, Potenziale und der Rolle von PPP als Alternative zur rein staatlichen Realisierung.
4. PPP- Modelle für den Bereich der Verkehrsinfrastruktur in Deutschland: Das Kapitel stellt verschiedene Modelle wie das Leasing-, Konzessions-, Misch- und Betreibermodell vor und illustriert diese anhand des Praxisbeispiels der Warnowquerung.
5. Ausländische Erfahrungen mit PPP- Konzepten im Bereich der Verkehrsinfrastruktur am Beispiel Frankreich: Die Darstellung der französischen Erfahrungen beleuchtet die erfolgreiche Entwicklung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit in Frankreich.
6. Untersuchung der Übertragbarkeit des französischen PPP- Konzeptes auf Deutschland: Die Untersuchung prüft Anforderungen an deutsche PPP-Modelle und bewertet die Anwendbarkeit der französischen Ansätze unter Berücksichtigung deutscher Rahmenbedingungen.
7. Konzeption eines Modells für Deutschland am Beispiel Autobahn: Dieses Kapitel leitet aus der vorangegangenen Analyse ein konkretes Konzept für ein praktikables PPP-Modell in Deutschland ab.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung von PPP-Modellen für die Verkehrsinfrastruktur.
Public Private Partnership, PPP, Verkehrsinfrastruktur, Deutschland, Frankreich, Konzessionsmodell, Betreibermodell, Finanzierung, Risikoallokation, Effizienzsteigerung, Infrastrukturinvestitionen, Warnowquerung, Lebenszyklusansatz, Konzessionsvertrag, Eigenkapitalrendite.
Die Arbeit untersucht, wie das Modell des Public Private Partnership (PPP) genutzt werden kann, um den hohen Investitionsbedarf in der deutschen Verkehrsinfrastruktur angesichts angespannter öffentlicher Haushalte zu decken.
Die Untersuchung deckt die begrifflichen Grundlagen der Infrastruktur, die Analyse existierender Finanzierungsmodelle, einen internationalen Vergleich mit Frankreich sowie die Entwicklung eines angepassten Konzepts für Deutschland ab.
Das Ziel ist die Konzeption eines für Deutschland praktikablen PPP-Modells, das die Effizienzvorteile der privaten Wirtschaft nutzt, ohne die staatliche Verantwortung und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu vernachlässigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer Untersuchung und Bewertung bestehender PPP-Modelle, ergänzt durch eine vergleichende Analogiebetrachtung zum französischen System.
Der Hauptteil analysiert verschiedene PPP-Modelltypen, stellt die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt "Warnowquerung" dar und untersucht detailliert, inwieweit das französische Konzessionsmodell auf den deutschen Rechtsraum übertragbar ist.
Kernbegriffe sind insbesondere PPP, Verkehrsinfrastruktur, Risikoallokation, Konzessionsvertrag, Eigenkapitalrendite und Effizienzsteigerung.
Das französische Modell dient als erfolgreiches Vorbild für Flexibilität und Risikoallokation; die Arbeit zeigt jedoch auf, dass eine direkte Übernahme aufgrund divergierender rechtlicher und fiskalischer Rahmenbedingungen in Deutschland nicht ohne Modifikationen möglich ist.
Als eines der ersten deutschen Pilotprojekte im Bereich PPP liefert die Warnowquerung wertvolle Erkenntnisse über die spezifischen Hemmnisse, den Pilotcharakter und die Herausforderungen bei der Umsetzung solcher Projekte in Deutschland.
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