Masterarbeit, 2010
140 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen und Risikomanagement bei Offshore-Wind Projektfinanzierungen
2.1 Charakteristische Merkmale von Projektfinanzierungen
2.1.1 Definition und Charakterisierung
2.1.2 Darstellung der beteiligten Parteien
2.1.3 Überblick und Grundzüge der Cash Flow Modellierung
2.1.4 Ablaufstruktur einer Projektfinanzierung aus Banksicht
2.2 Risikomanagement bei Offshore-Wind Projektfinanzierungen
2.2.1 Definition des Risikobegriffs
2.2.2 Prozesskette des Risikomanagements
2.2.3 Klassifizierung von Projektfinanzierungsrisiken
2.2.4 Übersicht der projektendogenen Risiken
2.2.5 Erläuterung der projektexogenen Risiken
2.2.6 Quantifizierung und Bewertung der Risiken
2.2.7 Maßnahmen zur Reduzierung und Zuteilung von Projektfinanzierungsrisiken
3 Analyse eines fiktiven Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee
3.1 Charakterisierung des Windparks
3.1.1 Festlegung der wichtigsten Standortfaktoren
3.1.2 Technische Ausstattung
3.1.3 Zeitliche und ökonomische Rahmenbedingungen
3.2 Aufbau des Cash Flow Modells
3.2.1 Konzeption und Architektur
3.2.2 Definition der Risikotreiber
3.2.3 Definition der Ergebnisvariablen
3.3 Monte-Carlo Simulation des Windpark Cash Flows
3.3.1 Zielsetzung
3.3.2 Aufbau des Simulationsdesigns und softwareseitige Realisation
3.3.3 Quantifizierung der Risikovariablen
3.3.4 Weitere Simulationsannahmen im Cash Flow Modell
3.3.5 Simulationsverfahren und -ablauf
3.4 Darstellung und Interpretation der Simulationsergebnisse
3.4.1 Kapitaldienstdeckungsrelationen
3.4.2 Liquiditätsperspektive
3.4.3 Investorenorientierte Perspektive
3.4.4 Schlussfolgerungen aus der Risiko- und Kennzahlenanalyse
4 Beurteilung sowie Management der Risiko- und Chancenpotenziale im Rahmen der Projektfinanzierung
4.1 Kritische Würdigung der Risikopotenziale
4.1.1 Exogene Faktoren
4.1.2 Endogene Faktoren
4.1.3 (Kredit-) Risiken im Cash Flow Modell
4.2 Kritische Würdigung der Chancenpotenziale
4.2.1 Exogene Faktoren
4.2.2 Endogene Faktoren
4.2.3 Monte-Carlo basierte Cash Flow Simulation
5 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Projektfinanzierbarkeit und den Risikogehalt von Offshore-Windparks in der Nordsee mittels einer quantitativen Cash Flow Analyse und Monte-Carlo Simulation zu untersuchen, um Kreditinstituten eine Bewertungsgrundlage für die Kreditwürdigkeit solcher Vorhaben zu bieten.
2.1.2 Darstellung der beteiligten Parteien
Aufgrund der Komplexität von Projektfinanzierungen sind mehrere beteiligte Parteien an dem zu erstellenden und zu finanzierenden Vorhaben beteiligt, wobei die direkte Kreditbeziehung in aller Regel nur zwischen Bank(en) und Projektgesellschaft besteht. Neben den Projektinitiatoren – auch Sponsoren genannt – sind weitere Parteien indirekt in die Projektfinanzierung eingebunden. Die nachfolgende schematische Darstellung gibt einen Überblick.
Die Sponsoren sind die Projektentwickler und häufig auch die Eigenkapitalgeber sowie die Betreiber des Vorhabens. Bei einer Vielzahl von Projektfinanzierungen treten die Lieferanten von Vorleistungen bzw. die Endprodukte als Sponsoren auf, um sich vertikal zu integrieren, indem sie ihre Absatz- oder Beschaffungsseite sichern. Bei der Finanzierung von Windparks (Onshore als auch Offshore) haben sich in Deutschland mittelständische Firmen aber auch Großkonzerne als Sponsoren etabliert. Die mittelständischen Firmen sind in aller Regel Projektgesellschaften, deren Geschäftszweck es ist erneuerbare Energieprojekte zu entwickeln, zu errichten sowie zu betreiben.
Als Fremdkapitalgeber (FK-Geber) kommen für Projektfinanzierungen in aller erster Linie Geschäftsbanken, supranationale Entwicklungsbanken sowie Exportfinanzierungsinstitute oder Leasinggesellschaften in Frage, wobei das benötigte Fremdkapital auch innerhalb eines Finanzierungskonsortiums aufgeteilt werden kann, dessen rechtliche Ausgestaltung hier jedoch nicht näher betrachtet werden soll.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Energiewende durch Offshore-Windenergie und die damit verbundenen Herausforderungen bei der Finanzierung durch Banken.
2 Theoretische Grundlagen und Risikomanagement bei Offshore-Wind Projektfinanzierungen: Dieses Kapitel definiert die Charakteristika von Projektfinanzierungen und erläutert die Prozesskette sowie die Klassifizierung spezifischer Risiken für Offshore-Projekte.
3 Analyse eines fiktiven Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee: Der Hauptteil beschreibt die Erstellung eines Cash Flow Modells und die Anwendung der Monte-Carlo Simulation zur Quantifizierung von Risikofaktoren.
4 Beurteilung sowie Management der Risiko- und Chancenpotenziale im Rahmen der Projektfinanzierung: Dieses Kapitel analysiert kritisch die identifizierten Risiken und Chancen und bewertet deren Auswirkungen auf die Finanzierungsstruktur.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bankfähigkeit von Offshore-Windpark-Projekten unter Berücksichtigung der untersuchten Szenarien.
Offshore-Windpark, Projektfinanzierung, Risikomanagement, Cash Flow Modellierung, Monte-Carlo Simulation, DSCR, LLCR, Eigenkapitalquote, Kreditrisiko, Energiewende, Investitionskosten, technische Verfügbarkeit, Finanzierungskonsortium, Risikoquantifizierung, Erneuerbare Energien Gesetz (EEG).
Die Arbeit analysiert die Finanzierbarkeit von Offshore-Windpark-Projekten und untersucht, wie Banken die damit verbundenen technischen und wirtschaftlichen Risiken bewerten und steuern können.
Neben den theoretischen Grundlagen der Projektfinanzierung stehen insbesondere das Risikomanagement, die Modellierung von Zahlungsströmen (Cash Flows) und die quantitative Risikoanalyse mittels Simulation im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu schaffen, ob und unter welchen Bedingungen (z.B. Eigenkapitalanteil, Kreditlaufzeit) ein Offshore-Windprojekt für fremdkapitalgebende Banken "bankable", also finanzierungswürdig, ist.
Die Autorin verwendet eine quantitative Risikoanalyse durch ein in Excel erstelltes Cash Flow Modell, das durch die Monte-Carlo Simulation ergänzt wird, um stochastische Zusammenhänge zu erfassen.
Im Hauptteil wird ein fiktiver Windpark in der Nordsee definiert, die Annahmen für das Cash Flow Modell festgelegt und schließlich die Ergebnisse der Monte-Carlo Simulation für verschiedene Szenarien interpretiert.
Zu den zentralen Begriffen zählen Offshore-Windparks, Projektfinanzierung, Monte-Carlo Simulation, Cash Flow Analyse sowie Kennzahlen wie DSCR und LLCR.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Qualität der Winddaten (Brutto-Volllaststunden) einen der kritischsten Faktoren darstellt, da sie direkt auf die Cash Flows und somit auf die Rückzahlungsfähigkeit des Projekts wirken.
Die Analyse zeigt, dass eine solide Eigenkapitalbasis (typischerweise zwischen 40 % und 50 %) in Kombination mit angemessenen Kreditlaufzeiten entscheidend ist, um die strengen Deckungskriterien der Banken zu erfüllen.
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