Fachbuch, 2011
92 Seiten
Vorwort / Seite 9
Die Mittelbronzezeit in Österreich
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen / Seite 13
Das große Gräberfeld von Pitten
Die Hügelgräber-Kultur
von etwa 1600 bis 1300/1200 v. Chr. / Seite 17
Waffenimport aus Bayern
Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur
von etwa 1600 bis 1300/1200 v. Chr. / Seite 55
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die Urgeschichte in Österreich während der Mittelbronzezeit (ca. 1600 bis 1200 v. Chr.). Ziel ist es, die soziokulturellen Strukturen, die Lebensweise der Menschen sowie technologische und religiöse Entwicklungen der damaligen Kulturgruppen anhand archäologischer Funde und Befunde fundiert darzustellen.
Die ältere Hügelgräber-Bronzezeit (Der Typus Mistelbach-Regelsbrunn)
Im östlichen Teil Österreichs südlich der Donau war in der älteren Hügelgräber-Bronzezeit von etwa 1600 bis 1500 v. Chr. eine Kulturerscheinung verbreitet, die 1954 vom Direktor des Urgeschichtlichen Instituts der Universität Wien, Richard Pittioni (1906–1985), als »Typus Mistelbach-Regelsbrunn« bezeichnet wurde. Dieser Begriff erinnert an die beiden niederösterreichischen Fundorte Mistelbach und Regelsbrunn.
Der Siedlungsschwerpunkt südlich der Donau in Niederösterreich, am Steinfeld und auf angrenzendem burgenländischen Gebiet westlich des Neusiedler Sees konnte erst in der jüngsten Vergangenheit erfasst werden. Dabei haben besonders östliche Bronzetypen wichtige Hinweise für die Verbreitung dieses Typus gegeben.
Das nördlich der Donau gelegene Mistelbach befindet sich interessanterweise im ehemaligen Siedlungsgebiet der Veterov-Kultur (etwa 1800 bis 1500 v. Chr.). Der berühmte »Rollerfund« von Mistelbach, von dem später noch die Rede sein wird, beinhaltet möglicherweise auch eine Form der späten Veterov-Keramik. Nach gängiger Ansicht der Prähistoriker steht der Typus Mistelbach-Regelsbrunn am Beginn der Entwicklung der Hügelgräber-Kultur an der mittleren Donau.
Die Hügelgräber-Bronzezeit beziehungsweise -Kultur verdankt den typischen Hügelgräbern aus jenem Abschnitt ihren Namen. Den Begriff »Hügelgräber-Kultur« hat der damals in Mainz tätige deutsche Prähistoriker Paul Reinecke (1872–1958) eingeführt.
Vorwort: Einleitende Worte zum zeitlichen Rahmen und zum Inhalt des Buches sowie eine Vorstellung des Autors und der wissenschaftlichen Graphikerin.
Die Mittelbronzezeit in Österreich: Darstellung der zeitlichen Einteilung in Stufen (Bronzezeit B und C) sowie der geografischen Verbreitung der Hügelgräber-Kultur und verwandter Gruppen.
Das große Gräberfeld von Pitten: Detaillierte Betrachtung der Hügelgräber-Kultur, der Siedlungsfunde, der Bestattungssitten sowie der materiellen Kultur dieser Epoche.
Waffenimport aus Bayern: Untersuchung der Inneralpinen Bronzezeit-Kultur, ihrer spezifischen Siedlungsformen, Bestattungsriten und der belegten Handelsbeziehungen durch Waffenimporte.
Mittelbronzezeit, Hügelgräber-Kultur, Österreich, Archäologie, Pitten, Mistelbach-Regelsbrunn, Inneralpine Bronzezeit, Bestattungsriten, Bronzeartefakte, Siedlungsarchäologie, Prähistorik, Kupferbergbau, Keramik, Handelsbeziehungen, Grabbeigaben.
Das Buch bietet einen Überblick über die Urgeschichte in Österreich während der Mittelbronzezeit zwischen etwa 1600 und 1200 v. Chr.
Zentrale Themen sind die kulturelle Gliederung der Bronzezeit in Österreich, die spezifischen Merkmale der Hügelgräber-Kultur, Siedlungsweisen, Bestattungssitten und technologische Entwicklungen wie die Metallurgie.
Das Ziel ist die fundierte Rekonstruktion der Lebenswelt der damaligen Bevölkerung basierend auf archäologischen Befunden und wissenschaftlichen Analysen.
Der Autor stützt sich auf archäologische Fundanalysen, kulturgeschichtliche Einordnung und die Auswertung von Forschungsberichten zu Grabungen.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der Hügelgräber-Kultur, insbesondere dem Fundkomplex von Pitten, sowie der Inneralpinen Bronzezeit-Kultur und deren Besonderheiten.
Begriffe wie Hügelgräber-Kultur, Pitten, Mistelbach-Regelsbrunn, Inneralpine Bronzezeit und verschiedene Bronzetypen stehen im Zentrum der Untersuchung.
Es wird auf die Löbben-Schwankung eingegangen, eine Phase zwischen 1500 und 1300 v. Chr., in der feuchtere und kühlere Meeresluft zu einer Verschlechterung der Witterungsbedingungen führte.
Die Untersuchungen gaben Aufschluss über Bevölkerungsstruktur, durchschnittliches Sterbealter, Krankheiten und körperliche Beschwerden der damaligen Menschen.
Dies ist ein bedeutendes Depot, das 1903 in Mistelbach entdeckt wurde und charakteristische Siedlungskeramiken sowie Reste von Getreide und Tieren enthielt.
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