Fachbuch, 2011
176 Seiten
Vorwort
Die Spätbronzezeit in Österreich
Abfolge und Verbreitung der Kulturen und Gruppen
Die große Zeit der Wallburgen
Die Urnenfelder-Kultur
von etwa 1300/1200 bis 800 v. Chr.
Golden glänzten die Helden in der Sonne
Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur
von etwa 1300/1200 bis 800 v. Chr.
Grabhügel, Bronzepanzer, Sonnensymbole
Die Caka-Kultur
von etwa 1300 bis 1200 v. Chr.
Das Heiligtum auf dem Schlern
Die Laugen-Melaun-Gruppe
von etwa 1200 bis 800 v. Chr.
Die vorliegende Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Urgeschichte Österreichs in der Spätbronzezeit (ca. 1300/1200 bis 800 v. Chr.). Ziel ist es, die kulturelle Entwicklung, die sozialen Strukturen sowie die Lebensweise der Menschen in dieser Epoche, basierend auf archäologischen Funden wie Siedlungen, Gräberfeldern und Metallobjekten, detailliert darzustellen und zu analysieren.
Die große Zeit der »Wallburgen«
Im Burgenland, in Niederösterreich, in Kärnten, der Steiermark, in Oberösterreich, im Land Salzburg und teilweise in Vorarlberg ist ab etwa 1300/1200 v. Chr. bis 800 v. Chr. – wie in Deutschland – die Urnenfelder-Kultur nachweisbar. Dieser Begriff geht auf den süddeutschen Prähistoriker Ernst Wagner (1832–1920) zurück. Er bezieht sich auf die Bestattungen der Knochenreste von auf Scheiterhaufen verbrannten Toten, die in Urnen und in Süddeutschland auf großen Gräberfeldern beigesetzt wurden.
Der Wiener Prähistoriker Richard Pittioni (1906–1985) meinte 1938, im 13. Jahrhundert v. Chr. habe im Gebiet der Lausitz zwischen Sachsen, Brandenburg und Schlesien eine massenhafte Abwanderung der dortigen Bevölkerung begonnen. Nach dem Aufeinandertreffen dieser umherziehenden Völker mit einheimischen Kulturen in verschiedenen Teilen Europas seien durch Vermischung lokale Urnenfelder-Gruppen hervorgegangen.
Von heutigen Prähistorikern wird die Entstehung der Urnenfelder-Kultur in Österreich unterschiedlich erklärt. Die einen glauben an Unruhen und Wanderungen als Ursachen, andere dagegen halten die Urnenfelder-Kultur lediglich für ein Ergebnis des Austausches von kulturellen und religiösen Ideen zwischen damaligen Kulturen.
Die Spätbronzezeit in Österreich: Einführung in die zeitliche Einteilung und die regionale Verbreitung der verschiedenen Kulturen und Gruppen im spätbronzezeitlichen Österreich.
Die große Zeit der »Wallburgen«: Detaillierte Untersuchung der Urnenfelder-Kultur, ihrer Siedlungsformen, Bestattungssitten, materiellen Kultur und religiösen Praktiken.
Golden glänzten die Helden in der Sonne: Fokus auf die spezifische Ausprägung der Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, ihre Entstehung, Handelsbeziehungen und archäologischen Fundstätten.
Grabhügel, Bronzepanzer, Sonnensymbole: Darstellung der Caka-Kultur, gekennzeichnet durch monumentale Grabhügel und den Nachweis von Schutzwaffen wie dem Bronzepanzer.
Das Heiligtum auf dem Schlern: Analyse der Laugen-Melaun-Gruppe, ihrer geografischen Ausdehnung und der Bedeutung von Bergheiligtümern und kultischen Praktiken.
Spätbronzezeit, Österreich, Urnenfelder-Kultur, Wallburgen, Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Caka-Kultur, Laugen-Melaun-Gruppe, Archäologie, Bestattungsriten, Metallhandwerk, Bergbau, Bronzedepots, Siedlungsarchäologie, Religion, Bronzezeit.
Die Arbeit befasst sich mit der spätbronzezeitlichen Urgeschichte Österreichs und den verschiedenen Kulturen, die in dieser Zeit (ca. 1300/1200 bis 800 v. Chr.) in dieser Region ansässig waren.
Zu den Schwerpunkten gehören die Siedlungsgeschichte, insbesondere der Wallburgen, die verschiedenen Stufen der Urnenfelder-Kultur, sowie die Entwicklung von Handwerk, Handel und religiösen Vorstellungen.
Das Ziel ist eine fundierte Übersicht in Wort und Bild über die Entwicklung der Kulturen und Gruppen, basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und archäologischen Fundberichten.
Es handelt sich um eine prähistorische Übersichtsarbeit, die archäologische Quellen, Grabungsberichte und kulturhistorische Analysen von Experten nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Urnenfelder-Kultur, die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, die Caka-Kultur und die Laugen-Melaun-Gruppe.
Die zentralen Schlagworte sind Spätbronzezeit, Urnenfelder-Kultur, archäologische Funde, Siedlungsgeschichte und kultische Praktiken.
Sie ist besonders durch die Errichtung großer Grabhügel sowie den Fund von speziellen Schutzwaffen wie Bronzepanzern bekannt.
Sie dienten als Siedlungszentren, vermutlich auch als Machtzentren lokaler Herrscher, und belegen eine strategische Auseinandersetzung mit der Umgebung durch Befestigungsanlagen.
Auf der Gipfelfläche des Schlern wurden Brandopferplätze entdeckt, die aufgrund ihrer exponierten Lage auf eine überregionale religiöse Bedeutung als Bergheiligtum hindeuten.
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