Masterarbeit, 2010
61 Seiten
1 Einleitung
1.1 Frage- und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Theorie der Markteffizienz
2.1.1 Markteffizienz Hypothese
2.1.2 Empirische Untersuchungen der RWH und EMH
2.1.3 News-Ansatz
2.2 Preisbildung und Bewertung von Aktien aus theoretischer Sicht
2.2.1 Preisbildung einer börsennotierten Aktie
2.2.2 Aktienbewertungsmodell
2.3 Wirkungszusammenhänge zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg im Fussballgeschäft
2.3.1 Einnahmequellen eines Fussballclubs
2.3.2 Einnahmen aus den europäischen Clubwettbewerben
2.3.3 Zusammenhänge zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlichem Erfolg
2.4 Zusammenführung der theoretischen Aktienbewertung mit den Wirkungszusammenhängen von sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg im Fussballgeschäft
3 Hypothesen
3.1 Hypothese 1
3.2 Hypothese 2
4 Daten und Vorgehen
4.1 Daten
4.1.1 Auswahl der börsennotierten Fussballclubs
4.1.2 Aktienindizes
4.1.3 Sportliche Resultate und Wettquoten
4.2 Vorgehen
4.2.1 Test der Hypothese 1
4.2.2 Test der Hypothese 2
5 Resultate und Interpretation
5.1 Resultatübersicht
5.2 Interpretation
5.2.1 Hypothese 1
5.2.2 Hypothese 2
6 Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss sportlicher Resultate auf die Aktienkurse börsennotierter Fussballclubs. Dabei wird primär analysiert, ob diese Effekte nur durch den "unerwarteten Teil" eines Spielausgangs entstehen, was als Test der Hypothese effizienter Märkte (EMH) dient.
2.1.1 Markteffizienz Hypothese
Die EMH ist eine der meist untersuchten und ebenso kontrovers diskutierten Hypothesen der Sozialwissenschaften. Der Ursprung der EMH geht auf SAMUELSON zurück, welcher zum Schluss kommt, dass in einem informationseffizienten Markt die Preisveränderungen unvorhersehbar sind, sofern diese alle Erwartungen und Informationen aller Marktteilnehmer mit einbeziehen und somit antizipiert werden können. SAMUELSON folgert daraus, dass neue Informationen zufällig eintreten und folglich auch die Bewegungen eines Aktienpreises zufällig sind. FAMA, welcher die EMH in ihrer heute weit verbreiteten Form aufgestellt hat, prägte unter anderem die folgende Aussage:
„A market in which prices always "fully reflect" available information is called "efficient."”
FAMA war es auch, der die EMH in drei Effizienz-Levels, welche sich im zur Verfügung stehenden Informationsset unterscheiden, unterteilte:
1 Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach dem Einfluss sportlicher Resultate auf Aktienkurse und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Bietet ein Fundament zur Markteffizienz, Aktienpreisbildung und den ökonomischen Zusammenhängen im Fussballgeschäft.
3 Hypothesen: Formuliert die zu testenden Hypothesen bezüglich des generellen Einflusses auf Aktienkurse und der Konsistenz zur Markteffizienz-Hypothese.
4 Daten und Vorgehen: Beschreibt die Datensätze, die Auswahl der Vereine und die angewandten ökonometrischen Regressionsmodelle.
5 Resultate und Interpretation: Präsentiert die statistischen Ergebnisse der Hypothesentests und interpretiert deren Bedeutung im Kontext der Effizienztheorie.
6 Schlussfolgerungen: Fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Informationseffizienz, Markteffizienz, EMH, Fussballaktien, Sportlicher Erfolg, Aktienkurs, News-Modell, Event Study, Regressionsanalyse, Wettquoten, Kapitalmarkt, Finanzmarktökonomie, Sportökonomie, Aktienbewertung, Zufallspfad
Die Arbeit untersucht, ob sportliche Ereignisse (Sieg, Niederlage, Unentschieden) von börsennotierten Fussballclubs einen messbaren Einfluss auf deren Aktienkurse am nächsten Handelstag ausüben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie effizienter Märkte, der ökonomischen Bewertung von Aktien sowie dem direkten Wirkungszusammenhang zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlichem Unternehmenserfolg.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung der Effizienzhypothese am Beispiel von 14 internationalen Fussballclubs, basierend auf dem sogenannten "News-Modell".
Es wird eine Event-Study-Methodik eingesetzt, bei der mittels statistischer Regressionsmodelle die Kursreaktionen auf unerwartete Spielausgänge (gemessen über Wettquoten) quantifiziert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Zusammenhänge, eine detaillierte Beschreibung der Datengrundlage (inklusive der Wettquoten-Konvertierung) und die Durchführung der Regressionsanalysen.
Markteffizienz, Fussballaktien, EMH, News-Ansatz, Regressionsanalyse und Event-Study sind die prägenden Fachbegriffe der Untersuchung.
Da die Börsen meist geschlossen sind, wenn Spiele stattfinden, lassen sich Kursveränderungen am Folgetag direkt als Verarbeitung der "neuen" Information (des Spielausgangs) interpretieren.
Die Arbeit nutzt Wettquoten von Buchmachern, die als Indikator für die im Markt vorherrschenden Erwartungen an den Ausgang einer Partie dienen.
Die Untersuchung konnte statistisch keinen signifikanten Unterschied zwischen dem Einfluss von nationalen und europäischen Spielen feststellen, vermutlich aufgrund der hohen finanziellen Bedeutung beider Wettbewerbe.
Ja, die Resultate liefern Evidenz, dass lediglich der unerwartete Teil des Spielausgangs einen Einfluss auf den Aktienkurs hat, was die Hypothese effizienter Märkte stützt.
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