Diplomarbeit, 2003
163 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Mentale Repräsentationen
2.1.1 Funktionen mentaler Repräsentationen aus Sicht der Informationsverarbeitungstheorie
2.1.2 Modelle mentaler Repräsentationen
2.1.2.1 Schemata
2.1.2.2 Mentale Modelle
2.1.2.3 Semantische Raummodelle und semantische Netze
2.1.2.4 Produktionssysteme
2.1.2.5 Modellintegration
2.1.3 Entstehung und Entwicklung mentaler Repräsentationen
2.1.4 Methoden zur Erfassung mentaler Repräsentationen
2.1.5 Zusammenfassung
2.2 Geteilte mentale Repräsentationen in Teams
2.2.1 Inhalt und Form geteilter mentaler Repräsentationen
2.2.2 Team Mental Models
2.2.2.1 Aufgabenspezifisches Wissen
2.2.2.2 Teamspezifisches Wissen
2.2.3 Funktion von Team Mental Models
2.2.4 Optimale Ausprägung von TMMs
2.2.5 Entwicklungsprozesse von TMMs und deren Barrieren
2.2.6 Unterstützungsmöglichkeiten für TMMs
2.2.7 Methoden zur Erfassung von TMMs
2.2.8 Zusammenfassung
2.3 Änderungsdiagnostik und Aktionsforschung
2.3.1 Aktionsforschung
2.3.1.1 Abgrenzung der Aktionsforschung
2.3.1.2 Phasen der Aktionsforschung
2.3.1.3 Chancen und Probleme der Aktionsforschung
2.3.2 Gruppenfeedback
2.3.2.1 Geschichte und Erkenntnisse von Datenfeedbackverfahren
2.3.2.2 Gruppen-Feedback-Analyse
2.3.3 Zusammenfassung
2.4 Zusammenfassung und Ableitung der Forschungsfragen
3. STUDIENDESIGN
3.1 Beschreibung des Projektteams
3.2 Planung und Durchführung
3.2.1 Vorbereitungsphase
3.2.2 Diagnose
3.2.3 Datenfeedback
3.2.4 Gruppen-Feedback-Sitzung
3.2.5 Evaluation
4. EMPIRIE
4.1 TMMs zum teamspezifischen Wissen
4.1.1 Methode
4.1.1.1 Itemselektion
4.1.1.2 Fragebogen
4.1.1.3 Operationalisierung der Fragestellungen und Hypothesenbildung
4.1.2 Ergebnisse
4.1.2.1 Deskriptive Statistik
4.1.2.2 Gruppeneffekte
4.1.2.3 Veränderung des Team Mental Models
4.2 TMMs zum projektspezifischen Wissen
4.2.1 Methode
4.2.1.1 Überblick über Struktur-Lege-Techniken
4.2.1.2 Methodenintegration
4.2.1.3 Operationalisierung der Fragestellungen und Hypothesenbildung
4.2.2 Ergebnisse
4.2.2.1 Begriffszentralität
4.2.2.2 Korrespondenzkoeffizienten
4.3 Teamklima
4.3.1 Methode
4.3.2 Ergebnisse
5. DISKUSSION UND AUSBLICK
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.1.1 Eignung der Unterstützungsmethode
5.1.2 Eignung der Diagnosemethoden
5.1.3 Auswirkungen des Teamentwicklungszyklus auf das Teamklima
5.2 Kritische Reflexion der Untersuchung
5.2.1 Untersuchungsdesign
5.2.2 Durchführbarkeit der Methoden
5.2.3 Ergebnisinterpretation
5.3 Ausblick
6. LITERATURVERZEICHNIS
Die Arbeit verfolgt das Ziel, mentale Wissensrepräsentationen in einem realen Projektteam zu diagnostizieren, abzubilden und auf Gruppenebene anzugleichen, um die Teameffektivität durch eine gemeinsame Sichtweise auf Ziele und Vorgehensweisen zu steigern.
2.1 Mentale Repräsentationen
Als Repräsentation bezeichnet man die Abbildung bzw. das Modell eines Originals. Nach Dutke (1994) gibt es drei Klassen von Originalen. Dazu zählen Ereignisse und Phänomene der Außenwelt, mentale bzw. innerpsychische Sachverhalte sowie gesellschaftliche Makrophänomene wie Sprache und Recht. Soweit Daten über Originale wahrgenommen werden, führt deren kognitive Verarbeitung zu internen oder externen Repräsentationen. Dabei bildet die interne Repräsentation eine notwendige Voraussetzung für externalisierte Abbildungen in Form von Skizzen, Graphiken, technischen Zeichnungen oder Schriftsprache. Trotz aller methodischen Neuerungen (vgl. Kapitel 2.1.4) bleibt der empirische Zugang zu internen Repräsentationen unbefriedigend.
Während in der Kognitionspsychologie Einigkeit darüber herrscht, dass Wissen über die Welt im menschlichen Gedächtnis repräsentiert ist, wird die Frage nach der Repräsentationsform meist sehr unterschiedlich beantwortet. Somit handelt es sich bei den mentalen Repräsentationen bisher um ein rein hypothetisches Konstrukt (Dutke, 1994; Wender, 1988). Die methodische Unzugänglichkeit kognitiver Prozesse macht es darüber hinaus schwer, die Abbildung psychischer Phänomene zu erforschen. Nach dem Paradigma der Informationsverarbeitungstheorien wird ein beobachtbarer Input vom kognitiven System im Verborgenen einer „Black Box“ verarbeitet, und anhand des Produktes (Output) lassen sich Schlüsse über die Struktur und Arbeitsweise der „Black Box“ ziehen (Wender, 1988).
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Forschungskontext des [my:PAT.org]-Projekts und Darlegung des Problems mangelnder gemeinsamer Wissensrepräsentationen in Projektteams.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Umfassende Aufarbeitung der Forschung zu mentalen Repräsentationen auf individueller Ebene, bei geteilten Modellen in Teams sowie der Methodik der Aktionsforschung.
3. STUDIENDESIGN: Detaillierte Beschreibung des Untersuchungsobjekts (Projektteam) sowie der methodischen Phasen der Fallstudie basierend auf dem Aktionsforschungsansatz.
4. EMPIRIE: Darstellung der Diagnoseinstrumente (Fragebogen, Struktur-Lege-Technik, TKI) sowie der Ergebnisse der durchgeführten Interventionen und statistischen Analysen.
5. DISKUSSION UND AUSBLICK: Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der Eignung der eingesetzten Methoden sowie Reflexion der Untersuchung und Ableitung zukünftiger Forschungsperspektiven.
Mentale Repräsentationen, Team Mental Models, Aktionsforschung, Gruppenfeedback, Teamklima, Wissensdiagnose, Struktur-Lege-Technik, Informationsverarbeitung, Projektteams, Interdisziplinarität, Urteilerübereinstimmung, Teamklima-Inventar, Wissensmanagement, Kognitionspsychologie, Organisationsentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie mentale Wissensrepräsentationen in Projektteams erfasst und gezielt unterstützt werden können, um eine gemeinsame Basis für die Zusammenarbeit zu schaffen.
Die zentralen Themen sind individuelle und geteilte mentale Modelle, die Aktionsforschung als Forschungsparadigma, die Messung von Teamwissen sowie die Analyse des Teamklimas.
Das primäre Ziel ist die explorative Erprobung und Evaluation spezifischer Diagnose- und Interventionsmethoden zur Verbesserung gemeinsamer mentaler Repräsentationen in einem realen, interdisziplinären Projektteam.
Die Studie nutzt einen Aktionsforschungsansatz, der durch eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Methoden, wie Fragebögen und der Struktur-Lege-Technik, sowie die Durchführung von Gruppen-Feedback-Sitzungen (GFS) geprägt ist.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, ein detailliertes Studiendesign und den empirischen Teil, in dem die Erhebung und Auswertung von teamspezifischem und projektspezifischem Wissen sowie des Teamklimas erfolgt.
Wichtige Begriffe sind TMMs (Team Mental Models), Datenfeedback, kognitive Repräsentationen, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Urteilerübereinstimmung und Organisationsentwicklung.
Teamspezifisches Wissen bezieht sich auf Rollen, Fähigkeiten und Einstellungen der Teamkollegen, während projektspezifisches Wissen das inhaltliche Wissen über Projektziele, Erfolgskriterien und Systemzusammenhänge umfasst.
Die GFA dient als zentrales Interventionsinstrument, um durch die Spiegelung von Daten in Gruppensitzungen Lernprozesse anzustoßen und die Übereinstimmung der mentalen Modelle im Team zu fördern.
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