Bachelorarbeit, 2011
46 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen des Musikverlagsgeschäftes
2.1. Die Entwicklung des Musikverlagswesens in Deutschland
2.2. Rahmenbedingungen des Musikverlagsgeschäftes
2.2.1. Die Struktur der Musikindustrie
2.2.2. Wertschöpfungskette der Musikverlage innerhalb der Musikindustrie
2.2.3. Struktur der Musikverlage
2.2.4. Gesetzliche Grundlagen für Musikverlage
2.3. Die Akteure der Musikindustrie
2.3.1. Die Musikrechteinhaber und Musikverwerter
2.3.2. Verwertungsgesellschaften und ihre Bedeutung für Musikverlage
2.3.2.1. GEMA
2.3.2.2. GVL und VG Musikedition
3. Vertragliche Beziehungen im Musikverlagsgeschäft
3.1. Der Musikverlagsvertrag
3.2. Der Autoren-Exklusivvertrag
3.3. Der Editionsvertrag
3.4. Der Co-Verlagsvertrag
4. Aufgaben eines Musikverlages
4.1. A&R Management/Scouting
4.2. Verwertung der erworbenen Rechte
4.2.1. Songmarketing
4.2.2. Lizenzierung an Dritte
4.2.2.1. Lizenzierung im TV- und Filmbereich
4.2.2.2. Lizenzierung im Video-/DVD-Bereich
4.2.2.3. Lizenzierung an Subverlage
4.2.2.4. Lizenzierung im Mobiltelefonbereich
4.2.2.5. Lizenzierung im Multimediabereich
4.2.2.6. Lizenzierung im World Wide Web
4.2.2.7. Lizenzierung an Opern und Musicals
4.2.2.8. Lizenzierung im Bereich Notenblätter
4.3. Administrative Tätigkeiten und Künstlerbetreuung
4.4. Möglichkeit der Inhaltebeschaffung durch produzentische Aktivitäten
5. Zusammenfassung der Ergebnisse
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die veränderten Rahmenbedingungen und das moderne Aufgabenspektrum von Musikverlagen im Kontext des digitalen Medienwandels und der Krisensituation in der Musikindustrie zu analysieren und darzustellen.
4.2.1. Songmarketing
Der Bereich des Songmarketings umfasst das aktive Anbieten der Musikwerke, deren Rechte der Verlag erworben hat, an potentielle Kunden, um GEMA-pflichtige oder selbst lizenzierte Verwertungen zu erschließen. In Frage kommen dafür alle Akteure der Medien- und Musikwirtschaft, die Werke nachfragen. Im einzelnen sind das Produzenten, Werbeagenturen, Künstler, Tonträgerhersteller, Konzertveranstalter, Radio- und Fernsehstationen oder Klingeltonanbieter (vgl. Baierle 2009, 246). Wenn der Urheber des Werks nicht gleichzeitig auch der Interpret ist, hält der Verleger auch nach Interpreten Ausschau, die nach passendem Songmaterial suchen. Daraus folgt, dass im Tätigkeitsbereich des Verlegers vielfältige und gute Kontakte zu Geschäftspartnern und Künstlern von hoher Wichtigkeit sind. Kontakte sind „das wichtigste Kapital des Musikverlegers“ (Fukking 2006, 51). Die Möglichkeit, bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu akquirieren, besteht auf Konzerten, Musikmessen oder Branchenpartys (vgl. Fukking 2006, 51). Bietet der Verleger einen Interpreten bei einem Tonträgerhersteller zur Veröffentlichung seiner Werke an, ist darauf zu achten, dass das präsentierte Gesamtpaket ein überzeugendes Bild ergibt. Der Musikverlag handelt hier als motivierender Berater und Fadenspinner (vgl. Fukking 2006, 52). Unterstützend zu den Werbemaßnahmen eines Tonträgerherstellers können Musikverlage auch im Bereich Rundfunk, Fernsehen und Presse handeln und dabei gute Ergebnisse zur optimalen Werkauswertung erzielen (vgl. Fukking 2006, 53).
Im Bereich Songmarketing eignen sich oben genannte Internetplattformen auch, um einen Song vorzustellen, anzubieten und zu platzieren. Ein Großteil der Verlage nutzt diese Möglichkeit. Die Akzeptanz der Kunden wird von den Musikverlagen allerdings als eher gering eingeschätzt. Außerdem befürchten die Verlage bei dieser Art des Songmarketings Verletzungen des Urheberrechts und Missbrauch der Werke (vgl. Stöhr 2008, 88-89).
1. Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der Krise der Musikindustrie und die Rolle der Musikverlage unter Berücksichtigung des historischen und medientechnologischen Wandels.
2. Grundlagen des Musikverlagsgeschäftes: Darstellung der historischen Entwicklung, der Branchenstruktur sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen und Akteure in der Musikwirtschaft.
3. Vertragliche Beziehungen im Musikverlagsgeschäft: Analyse der verschiedenen Vertragstypen wie Musikverlags-, Autoren-Exklusiv-, Editions- und Co-Verlagsverträge, die das Verhältnis zwischen Urhebern und Verlagen regeln.
4. Aufgaben eines Musikverlages: Detaillierte Untersuchung der Tätigkeiten von der Akquise (A&R) bis hin zur komplexen Lizenzierung in verschiedenen Medienbereichen sowie administrativen Aspekten.
5. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Erkenntnisse über die positive wirtschaftliche Entwicklung der Musikverlage trotz Krise sowie die Bedeutung der Nebenrechteverwaltung im digitalen Zeitalter.
Musikverlag, Musikindustrie, Urheberrecht, GEMA, Verlagsgesetz, A&R Management, Songmarketing, Lizenzierung, Nebenrechte, Digitalisierung, Internet, Tonträgerhersteller, Musikverwertung, Verlagsverträge, Werknutzung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Musikverlagswesen in Deutschland, dessen historische Entwicklung und der Anpassung an moderne, digitale Rahmenbedingungen.
Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, Vertragsbeziehungen zu Urhebern, die Rolle der Verwertungsgesellschaften sowie die Aufgaben der Verlage bei der Rechteverwertung.
Ziel ist es, die Aufgaben moderner Musikverlage aufzuzeigen und zu analysieren, wie sich diese durch den Medienwandel und die Digitalisierung verändert haben.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung existierender Fachliteratur, Statistiken und rechtlicher Grundlagen zur Musikwirtschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Akteure, der vertraglichen Grundlagen und der konkreten Aufgaben wie A&R-Management, Songmarketing und Lizenzierung in Bereichen wie Internet, TV, Film und Multimedia.
Die wichtigsten Schlagworte sind Musikverlag, Musikindustrie, Urheberrecht, Lizenzierung, Digitalisierung und GEMA.
Aufgrund des digitalen Medienwandels sind die Erlöse aus dem Notendruck in den Hintergrund gerückt, während die Verwertung digitaler Nutzungsrechte an Bedeutung gewonnen hat.
Die GEMA übernimmt die kollektive Rechtewahrnehmung für eine Vielzahl von Nutzungen, was den Lizenzierungsprozess für beide Seiten erheblich vereinfacht.
Das Internet bietet neue Verwertungsmöglichkeiten (z.B. Download-Shops, Mediatheken, YouTube), bringt aber auch Herausforderungen wie rechtliche Grauzonen und schwierige Lizenzierungsmodelle mit sich.
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