Bachelorarbeit, 2025
151 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Ziel der Arbeit und Forschungsfrage
1.3 Abgrenzung der Arbeit
1.4 Aufbau und Argumentationsstruktur
2 ESG-Risiken in der Unternehmensbewertung - Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand
2.1 Begriffsklärung und theoretische Grundlagen
2.1.1 Entstehungsgeschichte
2.1.2 Was ist ESG?
2.1.3 Wofür steht ESG?
2.1.4 Die Identifikation von ESG-Risikofaktoren
2.1.5 Intergration von ESG-Risiken in die Unternehmensbewertung
2.2 Aktueller Forschungsstand
2.2.1 Barrieren von ESG-Risiken in Unternehmensbewertung
2.2.2 Wirkungsmechanismen und Integration von ESG-bezogenen Risiken in Unternehmensbewertung
2.2.3 Kritische Analyse der Forschungslücke zwischen ESG-Risiken ihrer Integration in die Bewertungspraxis
3 Untersuchungsmethodik
3.1 Stakeholder-Theorie
3.2 Interviewleitfaden und qualitative Methodik
3.3 Datenbasis
4 Empirische Untersuchung zur Bewertungspraxis von ESG-Risiken
4.1 Erkenntnisse aus Experteninterviews zur Bewertung von ESG-Risiken
4.1.1 These 1: Fehlende Standardisierung und Quantifizierbarkeit von ESG-Risiken
4.1.2 These 2: Indirekter Einfluss von ESG-Risiken auf Unternehmenswerte
4.1.3 These 3: ESG als Licence-to-Operate - Zugangskriterium für Kapital und Transaktionen
4.1.4 These 4: Kategorisierung statt neuer Risikotypen
4.1.5 These 5 Dominanz des Umweltaspekts in ESG-Bewertungen
4.2 Kritische Reflexion der Ergebnisse
4.2.1 Inhaltliche Reflexion der Ergebnisse
4.2.2 Methodenkritik
4.2.3 Grenzen der Ergebnisse und Implikationen für Forschung und Praxis
5 Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss von ESG-Risiken (Environmental, Social, Governance) auf Unternehmensbewertungen in der Praxis von Fachleuten, mit einem besonderen Fokus auf den deutschen Mittelstand. Im Mittelpunkt steht die Analyse der Wirkungsmechanismen und der spezifischen Herausforderungen, mit denen Unternehmensbewerter und mittelständische Unternehmen konfrontiert sind.
Ziel der Arbeit und Forschungsfrage
Die zunehmende Diskussion um ESG-Risiken in Unternehmensbewertungen deutet auf deren Relevanz hin, doch in Praxis scheint es noch an einer konsistenten und allgemein anerkannten Bewertungsmethodik zu mangeln, wie sich diese Risiken konkret auf den quantitativen Unternehmenswert niederschlagen. Weiterhin fehlt bislang eine einheitliche und widerspruchsfreie wissenschaftliche Antwort auf die Frage, wie genau sich diese Risiken auf den Unternehmenswert sich auswirken.
Die letzte Problematik wird im Forschungsstand später thematisiert. Während zahlreiche Untersuchungen zu ESG-Risiken und deren Implikationen existieren, bleiben zentrale Aspekte wie die konkreten Auswirkungen, die Gewichtung der verschiedenen ESG-Risikoarten sowie deren Einfluss auf unterschiedliche Branchen und Unternehmensgrößen bislang nur unzureichend beleuchtet oder führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die bisherige Forschung deutet zwar darauf hin, dass ESG-Risiken das Risiko-Rendite-Profil und damit auch die Bewertung von Unternehmen beeinflussen, doch variieren die Ergebnisse erheblich in Bezug auf die Art und Intensität dieses Einflusses. Diese heterogenen Erkenntnisse verdeutlichen die Komplexität der Thematik und verweisen auf die Notwendigkeit weitergehender Analysen, um die Mechanismen und Treiber der Wirkungszusammenhänge besser zu verstehen.
Vor diesem Hintergrund verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel, einen Beitrag zum besseren Verständnis der Wirkungsmechanismen von ESG-Risiken auf die Unternehmensbewertung in der Praxis von Fachleuten zu leisten. Im Zentrum steht dabei folgende Forschungsfrage: „Welche Auswirkungen haben ESG-Risiken auf die Unternehmensbewertung, und mit welchen spezifischen Herausforderungen sind dabei Unternehmensbewerter und deutsche mittelständische Unternehmen in der Praxis konfrontiert?“
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung und Motivation ein, definiert das Ziel der Arbeit sowie die Forschungsfrage, klärt die Abgrenzungen und skizziert den Aufbau der Argumentationsstruktur.
2 ESG-Risiken in der Unternehmensbewertung - Theoretische Grundlagen und aktueller Forschungsstand: Dieses Kapitel widmet sich der begrifflichen Einordnung der ESG-Dimensionen (Entstehungsgeschichte, Definitionen, Identifikation von Risikofaktoren) sowie der Integration in Bewertungsmodelle und analysiert ausführlich den aktuellen Forschungsstand.
3 Untersuchungsmethodik: Es werden die methodischen Grundlagen der Arbeit, insbesondere die Stakeholder-Theorie, der Aufbau des Interviewleitfadens für die qualitative Methodik sowie die zugrundeliegende Datenbasis erläutert.
4 Empirische Untersuchung zur Bewertungspraxis von ESG-Risiken: Das Kernkapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Experteninterviews anhand von fünf zentralen Thesen und schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und Methodenkritik ab.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bewertet die Zielerreichung und diskutiert Limitationen sowie weiterführende Forschungsperspektiven.
ESG-Risiken, Unternehmensbewertung, Umwelt Soziales Governance, Discounted-Cashflow-Modell, Multiplikatorenverfahren, Kapitalkosten, Nachhaltigkeit, Experteninterviews, Stakeholder-Theorie, Mittelstand, Risikomanagement, Bewertungsmodell
Die Arbeit untersucht den konkreten Einfluss von ESG-Risiken (Environmental, Social, Governance) auf Unternehmensbewertungen und analysiert, wie diese Faktoren in der Praxis berücksichtigt werden.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen von ESG-Faktoren, bestehende Bewertungsmodelle wie das DCF-Modell oder Multiples, der aktuelle Forschungsstand sowie die praktische Handhabung durch Experten.
Das Hauptziel ist es herauszufinden, welche Auswirkungen ESG-Risiken auf die Unternehmensbewertung haben und mit welchen spezifischen Herausforderungen Bewerter und der deutsche Mittelstand konfrontiert sind.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer strukturierten Literaturanalyse sowie zehn leitfadengestützten Experteninterviews mit Fachleuten aus der Praxis basiert.
Der Hauptteil beleuchtet die Definition und Kategorisierung von ESG-Risiken, diskutiert verschiedene Bewertungsansätze, wertet den internationalen Forschungsstand aus und analysiert die empirischen Interviewergebnisse anhand von fünf konkreten Thesen.
Zentrale Keywords sind unter anderem ESG-Risiken, Unternehmensbewertung, Kapitalkosten, Discounted-Cashflow-Modell, Nachhaltigkeit, Stakeholder-Theorie und Experteninterviews.
Laut der Untersuchung meist indirekt über Risikozuschläge, Kapitalkosten oder Bewertungsabschläge, da eine standardisierte quantitative Modellierung in der Praxis oft noch vor großen Hürden steht.
Der Umweltaspekt dominiert derzeit die ESG-Bewertung, da er besser quantifizierbar ist und durch strengere regulatorische Vorgaben stärker im Fokus steht als soziale oder Governance-Risiken.
Mittelständische Unternehmen kämpfen häufig mit unzureichender Datenqualität, fehlenden standardisierten ESG-Kennzahlen und hohen Kosten für professionelle Datenbanken.
ESG-Kriterien fungieren zunehmend als hartes Zugangskriterium für Kapitalmärkte und Transaktionen; wer hier mangelhafte Standards aufweist, riskiert den Ausschluss von Finanzierungen oder Investoren.
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