Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Gegenstand und Fragestellung
1.1.1 Fragestellung
1.1.2 Relevanz des Themas
1.2 Vorgehensweise
1.3 Struktur der Arbeit
2 Homeoffice
2.1 Definition
2.2 Geschichte
2.3 Aktuelle Situation
3 Subjektivierung und Entgrenzung
3.1 Subjektivierung
3.1.1 Doppelte Subjektivierung
3.1.2 Normative Subjektivierung
3.2 Entgrenzung
4 Mikropolitik
4.1 Strategische Organisationsanalyse
4.2 Macht
4.2.1 Der Begriff Macht
4.2.2 Ungewissheitszonen
4.2.3 Machtressourcen
4.3 Spiel
5 Risiken und Chancen von Homeoffice
5.1 Chancen von Homeoffice
5.2 Nachteile und Risiken von Homeoffice
5.3 Mikropolitische Machtressourcen
6 Diskussion
7 Fazit
Das Hauptziel der vorliegenden Bachelorarbeit besteht darin, die Vor- und Nachteile sowie die Chancen und Risiken der Arbeit im Homeoffice spezifisch im Hinblick auf erwerbstätige Frauen zu untersuchen und dabei zu analysieren, inwiefern sich Machtverhältnisse und Karrieremöglichkeiten verändern.
1.1.1 Fragestellung
In der Bachelorarbeit soll deshalb der Frage nachgegangen werden: Ist Arbeiten im Homeoffice Frauensache? Welche Chancen bietet die Arbeit im Homeoffice für Frauen?
Das Ziel der Arbeit ist es, die Vor- und Nachteile von Homeoffice besonders im Hinblick auf erwerbstätige Frauen zu erarbeiten.
Durch das Arbeiten im Homeoffice wird die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von Arbeit und Kinderbetreuung/-erziehung erleichtert. Dadurch erhoffen sich die Beschäftigten eine verbesserte Work-Life-Balance. Da der größte Teil der Kinderbetreuungs- und Pflegearbeit nach wie vor durch Frauen geleistet wird (vgl. u.a. Möhring et al., 2020, S. 13; ; Müller et al., 2020, S. 335), lässt sich daraus Hypothese 1: Durch die bessere Vereinbarkeit von Beruf- und Familienleben stellt das Arbeiten aus dem Homeoffice eine Chance für Frauen dar. ableiten.
Die Arbeit von zuhause kann aber auch zu Prozessen der Entgrenzung, also zur Erosion von bisher bestehenden und gewohnten Grenzen bis hin zu Tendenzen zur Selbstausbeutung führen, da die bisherigen räumlichen und zeitlichen Grenzen im Homeoffice aufgehoben sind bzw. von den Arbeiter*innen selbst gezogen werden müssen. Gerade vor dem oben dargestellten Hintergrund des größeren Anteils der Frauen an der Care-Arbeit, lässt sich Hypothese 2: Die Arbeit im Homeoffice birgt das Risiko der Entgrenzung für Frauen. ableiten.
1 Einleitung: Führt in den Gegenstand und die Relevanz der Untersuchung ein, formuliert die Forschungsfrage sowie die drei zentralen Hypothesen und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Homeoffice: Definiert den Begriff des Homeoffice und der Telearbeit, gibt einen historischen Abriss und beleuchtet die aktuelle Situation der Nutzung anhand diverser Studien.
3 Subjektivierung und Entgrenzung: Erläutert die theoretischen Konzepte der doppelten und normativen Subjektivierung sowie den Wandel hin zum Arbeitskraftunternehmer und beschreibt das Phänomen der Entgrenzung.
4 Mikropolitik: Stellt den strategischen Organisationsansatz nach Crozier und Friedberg vor, wobei die Begriffe Macht, Ungewissheitszonen, Machtressourcen und Spiel im Fokus stehen.
5 Risiken und Chancen von Homeoffice: Analysiert anhand aktueller Studienergebnisse die konkreten Chancen, Nachteile, Risiken sowie die veränderten mikropolitischen Machtressourcen bei der Arbeit im Homeoffice.
6 Diskussion: Diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse und gleicht die empirischen Befunde kritisch mit den eingangs aufgestellten Hypothesen ab.
7 Fazit: Zieht ein abschließendes Resümee zur Beantwortung der Forschungsfrage und gibt Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Homeoffice, erwerbstätige Frauen, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Subjektivierung, Entgrenzung, Mikropolitik, Machtressourcen, Care-Arbeit, Work-Life-Balance, Organisationstheorie, COVID-19-Pandemie, Arbeitssoziologie
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des verstärkten Arbeitens im Homeoffice auf erwerbstätige Frauen und beleuchtet dabei sowohl die potenziellen Chancen als auch die damit verbundenen Risiken.
Im Zentrum stehen die Themenbereiche Homeoffice, die soziologischen Theorien der Subjektivierung und Entgrenzung sowie der mikropolitische Ansatz zur Analyse von Machtverhältnissen in Organisationen.
Die zentrale Fragestellung lautet: "Ist Arbeiten im Homeoffice Frauensache? Welche Chancen bietet die Arbeit im Homeoffice für Frauen?"
Die Untersuchung erfolgt auf Basis einer umfassenden Sekundäranalyse zahlreicher nationaler und aktueller wissenschaftlicher Studien, Forschungsberichte sowie Umfragedaten aus der Zeit der Corona-Pandemie.
Der Hauptteil beleuchtet die Definition und Geschichte des Homeoffice, erarbeitet die theoretischen Grundlagen zu Subjektivierung, Entgrenzung und Mikropolitik und analysiert detailliert die Chancen, Risiken sowie veränderten Machtressourcen.
Prägende Keywords sind insbesondere Subjektivierung, Entgrenzung, strategische Organisationsanalyse, Machtressourcen, Care-Arbeit und Work-Life-Balance.
Durch die räumliche und zeitliche Flexibilisierung können Frauen, insbesondere mit betreuungspflichtigen Kindern, ihre Arbeitszeit oft aufstocken oder in den Beruf zurückkehren, was ihre Karrierechancen und Rentenansprüche verbessern kann.
Der Ansatz der strategischen Organisationsanalyse wird genutzt, um zu untersuchen, wie sich durch die Homeoffice-Nutzung Machtbeziehungen, Unsicherheitszonen und der Zugriff auf Machtressourcen wie Expertenwissen und Kommunikationskanäle verschieben.
Zwar bringt das Homeoffice das Risiko der zeitlichen und räumlichen Entgrenzung mit sich, jedoch zeigt sich, dass Männer im Durchschnitt mehr Überstunden machen, während Frauen vor allem unter unzureichenden räumlichen Bedingungen leiden; viele Beschäftigte entwickeln zudem erfolgreiche Routinen dagegen.
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