Examensarbeit, 2011
88 Seiten, Note: 1,5
I. Einleitung
II. Instrumentales Klassenmusizieren
2.1 Erwartungen und Ziele des instrumentalen Klassenmusizierens
2.2 Klassenorchester versus Klassenmusizieren nach einem Lehrgangsprinzip
Zwei Formen des Klassenmusizierens im Vergleich
III. Das Keyboard
3.1 Die technische Entwicklung des Keyboards
3.2 Begriffsklärung
IV. Das Keyboard im Musikunterricht
4.1 Das Keyboard als Klasseninstrument
4.1.1 Vorzüge des Keyboardeinsatzes
4.1.1.1 Vorteile, die sich für die Spielpraxis und deren Methodik ergeben
4.1.1.2 Technische Vorteile
4.1.1.3 Wirtschaftliche und logistische Vorteile
4.1.2 Probleme des Keyboardeinsatzes
4.2 Das Keyboard innerhalb der Rahmenrichtlinien des Landes Sachsen Anhalt
4.3 Methodisch-Inhaltlich Aspekte
V. Die Yamaha KeyboardClass
5.1 Die Methode
5.2 Lerninhalte
VI. Technische Voraussetzungen
6.1 Das Keyboard für den Lehrer
6.2 Das Keyboard für die Schüler/innen
6.3 Aufbau eines Keyboardkabinetts
VII. Das Keyboard in der Musiklehrerausbildung
VIII. Erfahrungsberichte
8.1 Interview mit Gerd Rohde
8.2 Erfahrungsberichte im Vergleich
Firke, Firla, Grunz, Meyer, Wanjura-Hübner
IX. „Simmed“ - Das Keyboard in der innovativen Musikausbildung
X. Schlussbemerkungen
XI. Literatur- und Abbildungsverzeichnis
Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht das Potenzial und die didaktisch-methodische Einbindung des Keyboards als Klasseninstrument im Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Frage, wie elektronische Tasteninstrumente zur Förderung musikalisch-praktischer Kompetenzen eingesetzt werden können, ohne dabei den Anspruch an einen fundierten Musikunterricht aufzugeben oder eine rein mechanische Instrumentalausbildung zu forcieren.
4.1.1.1 Vorteile, die sich für die Spielpraxis und deren Methodik ergeben
Zu 1.) Viele Instrumente haben die Eigenart, dass der Spieler seine Spieltechnik ändern muss, wenn er in bestimmten Tonlagen spielen will (z.B.: das Verändern der Lippenspannung bei Klarinette, Horn, u.a. Blasinstrumenten; bei Streichinstrumenten werden die Abstände zwischen den Tönen kleiner, je höher die Lage ist). Bei elektronischen Tasteninstrumenten hingegen hat die Tonhöhe keine Auswirkung auf die Spieltechnik (vgl. Wanjura-Hübner/Draegert 1991, S. 80).
Die für den Schulunterricht in Frage kommenden Keyboards, sogenannte „Homekeyboards“, besitzen eine Kunststofftastatur, die in allen Lagen die Töne gleich anspricht (im Gegensatz zum Klavier oder Flügel, bei denen die Tasten unterschiedlich gewichtet sind). Keyboards, auch im unteren Preissegment, sind heute mit einer regulierbaren Anschlagdynamik ausgestattet. Diese erlaubt es, innerhalb der zu erlernenden Stücke, dynamisch zu differenzieren. Allerdings sollte die Anschlagdynamik, auch wenn Klavierpädagogen an dieser Stelle entschieden anderer Ansicht sind, in der Anfangszeit ausgeschaltet bleiben. Je vertrauter die Schüler mit dem Instrument werden, desto höher kann man die Empfindlichkeit der Tastatur einstellen (Bei vielen Keyboards ist ein Wert zwischen 0 (Anschlagdynamik ausgestellt) und 9 einstellbar. Ziel ist es, nach sechs bis sieben Wochen auf Stufe 6 angelangt zu sein.) und desto besser lassen sich Dynamikakzente realisieren. Die Differenzierung der Lautstärke ist ein wichtiges und unverzichtbares musikalisches Gestaltungsmittel. Damit einzelne Töne aber nicht „herausknallen“ oder evtl. nicht zu hören sind, sollten ungeübte Hände (v.a. der vierte und fünfte Finger) schrittweise trainiert bzw. gewöhnt werden.
I. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation des Autors zur Auseinandersetzung mit dem Keyboard im Musikunterricht und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
II. Instrumentales Klassenmusizieren: Dieses Kapitel definiert Klassenmusizieren als handlungsorientierten Ansatz und vergleicht das Orchester-Modell mit lehrgangsbasierten Konzepten.
III. Das Keyboard: Hier werden die technische Entwicklung sowie wichtige Begriffe wie Klangsynthese und diverse Geräteklassen behandelt.
IV. Das Keyboard im Musikunterricht: Dieses Kapitel analysiert die Vor- und Nachteile des Keyboardeinsatzes und setzt ihn in den Kontext der landesspezifischen Rahmenrichtlinien.
V. Die Yamaha KeyboardClass: Der Autor stellt hier die spezifische Lehrmethode von Yamaha vor, inklusive ihrer musikpädagogischen Ziele und Lerninhalte.
VI. Technische Voraussetzungen: Es erfolgt eine detaillierte Erörterung der benötigten Hard- und Software sowie der räumlichen Gestaltung eines Keyboardkabinetts.
VII. Das Keyboard in der Musiklehrerausbildung: Der Autor kritisiert die mangelnde Verankerung der Keyboardpädagogik in der universitären Ausbildung in Deutschland.
VIII. Erfahrungsberichte: Dieses Kapitel enthält ein Interview mit Gerd Rohde sowie eine vergleichende Analyse verschiedener Fallbeispiele aus der Schulpraxis.
IX. „Simmed“ - Das Keyboard in der innovativen Musikausbildung: Hier wird ein innovativer holländischer Ansatz (Maas) als Ausblick für moderne Unterrichtskonzepte vorgestellt.
X. Schlussbemerkungen: Der Autor resümiert die Notwendigkeit einer kompetenzorientierten Musikpädagogik, die das Keyboard sinnvoll als Mittel zur Ausdrucksfähigkeit nutzt.
XI. Literatur- und Abbildungsverzeichnis: Zusammenstellung der verwendeten Quellen und des Bildmaterials.
Klassenmusizieren, Keyboard, Musikunterricht, Elektronische Tasteninstrumente, Yamaha KeyboardClass, Instrumentalspiel, Musikpädagogik, Musiktheorie, Schulpraxis, Didaktik, Keyboardkabinett, Anschlagdynamik, Begleitautomatik, Instrumentenbau, Musikerziehung.
Die Arbeit untersucht, wie das Keyboard als Instrument in den Musikunterricht integriert werden kann, um handlungsorientiertes Musizieren zu fördern und die Akzeptanz des Schulfachs Musik zu steigern.
Zu den Schwerpunkten zählen die Vorzüge und Probleme des Keyboardeinsatzes, die didaktische Einbettung in Lehrpläne, die technische Ausstattung für den Unterricht und die aktuelle Situation in der Musiklehrerausbildung.
Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Keyboard als Universalinstrument in allgemeinbildenden Schulen für eine umfassende musikalische Bildung genutzt werden kann, ohne dabei eine einseitige Instrumentalausbildung zu forcieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der Fachliteratur, den Vergleich bestehender Lehrmethoden (wie der Yamaha KeyboardClass) sowie auf eigene Praxiserfahrungen und Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zum Klassenmusizieren, eine technische Einführung in das Keyboard, eine Analyse von Vor- und Nachteilen, die methodische Umsetzung im Unterricht sowie Erfahrungsberichte aus der Schulpraxis.
Die zentralen Schlagworte sind: Klassenmusizieren, Keyboard, Musikdidaktik, Schulpraxis und Elektronische Tasteninstrumente.
Die Anschlagdynamik ist ein entscheidendes technisches Feature, das laut Autor nach einer gewissen Eingewöhnungszeit unverzichtbar ist, um die für musikalische Gestaltung notwendige Differenzierung der Lautstärke zu ermöglichen.
Dieses System wird genannt, um Schüler intensiver für die musikalische Botschaft eines Werkes zu sensibilisieren, indem sie gezielte Strategien des Hörens und Analysierens erlernen.
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