Diplomarbeit, 2011
98 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsvorhaben
2. Untersuchungsmethodik
2.1 Das Instrument der Inhaltsanalyse
2.2 Untersuchungsmethode
3. Ergebnisse der Untersuchung
3.1 Allgemeine Häufigkeiten
3.2 Ressortverteilung
3.3 Journalistische Darstellungsform
3.4 Themen
3.5 Bezug zu Spanien
3.6 Wann wurde über Hugo Chávez am häufigsten berichtet?
3.6.1 Jahresstichprobe 2000: Neuwahlen und internationale Ölpolitik
3.6.2 Jahresstichprobe 2001: Vladimiro Montesinos und Produktionssenkung der OPEC
3.6.3 Jahresstichprobe 2002: Putsch, Generalstreik und BBVA Affäre
3.6.4 Jahresstichprobe 2003: Generalstreik und Referendum
3.6.5 Jahresstichprobe 2004: Abwahl-Referendum und Moratinos diplomatische Krise
3.6.6 Jahresstichprobe 2005: Zapateros Außenpolitik
3.6.7 Jahresstichprobe 2006
3.6.8 Jahresstichprobe 2007: Chávez als Vermittler und «¿Por qué no te callas?»
3.6.9 Jahresstichprobe 2008: Diplomatische Krise mit Kolumbien
3.6.10 Jahresstichprobe 2009
3.6.11 Jahresstichprobe 2010: „Crisis Etarra“
3.7 Vergleich der Artikelhäufigkeiten im Zeitverlauf
3.8 Hugo Chávez Darstellung in der spanischen Presse
3.8.1 Außenpolitisches Handeln von Hugo Chávez
3.8.2 Chávez als Demokrat oder Diktator?
3.8.3 Hugo Chávez Ölpolitik
3.8.4 Hugo Chávez Umgang in den Medien
3.8.5 Milizen und Agrarreform
3.8.6 Andere Themen
3.8.7 Darstellung von Chávez ohne thematische Differenzierung
4. Interpretation der Ergebnisse
4.1 Wie wird Hugo Chávez durch sein außenpolitisches Handeln bewertet?
4.2 Wird Hugo Chávez als Demokrat oder Diktator dargestellt?
4.3 Wie wird Hugo Chávez durch seine Ölpolitik dargestellt?
4.4 Wie wird Hugo Chávez durch seinen Umgang in den Medien dargestellt?
4.5 Wie wird Hugo Chávez durch andere Themen in der Berichterstattung dargestellt?
4.6 Wie ist die allgemeine Darstellung von Hugo Chávez in der spanischen Presse?
5. Autorenbefragung
6. Fazit
Anhang 1: Codebuch
Anhang 2: Befragungsbögen
Diese Arbeit untersucht die Darstellung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in spanischen Leitmedien zwischen 2000 und 2010. Ziel ist es, durch eine Medieninhaltsanalyse sowie Experteninterviews mit Journalisten zu verstehen, wie die Berichterstattung über Chávez in Spanien geprägt ist, welche Themen dominieren und ob eine tendenzielle Bewertung der Person stattfindet.
1. Einleitung
Hugo Rafael Chávez Frías ist seit langem einer der weltbekanntesten politischen Persönlichkeiten Lateinamerikas. Kein anderer lateinamerikanischer Präsident war in den letzten zehn Jahren in den Berichten der europäischen Presse präsenter als der Venezolaner. Sein deutscher Biograf Christoph Twickel beschreibt die Berichterstattung der internationalen Medien über den venezolanischen Präsidenten als „fast ausnahmslos befremdet, besorgt, belustigt, abschätzig und sogar unschlüssig“. So sehen die meisten Menschen in Europa in Chávez nichts weiter als einen verrückten Diktator. Als Anlass für die vorliegende Forschungsarbeit gilt die negative Wahrnehmung von Hugo Chávez. Diese scheint im Zusammenhang mit seiner Darstellung in den Medien zu stehen.
Im Zeitalter der Globalisierung können wir Nachrichten aus aller Welt schneller als je zuvor empfangen. Jedoch haben wir selten die Ereignisse in der aktuellen Berichterstattung selbst erlebt. Nur Themen und Ereignisse aus dem eigenen Land oder Kulturkreis können wir wegen dem vorhandenen Hintergrundwissen oder unseren Erfahrungen gut verstehen und nachvollziehen. Bei Berichterstattungen aus anderen Ländern oder Kulturen erschwert sich das Verständnis der berichteten Sachverhalte beträchtlich. So sind Mediennutzer bei Auslandsberichterstattungen abhängiger von Medieninformationen, als in der Berichterstattung aus dem Inland. Dies deutet darauf hin, dass nur wenige Menschen in Europa einen direkten Bezug zu Venezuela oder dessen Präsidenten besitzen und die Wahrnehmung von Hugo Chávez durch Informationen aus den Medien geprägt wird.
Die vorliegende Untersuchung bedient sich des Instruments einer Medieninhaltsanalyse, um die Darstellung von Hugo Chávez in ausgewählten Printmedien zu beobachten. Aufgrund von sprachlichen Möglichkeiten wurden für die Analyse Tageszeitungen aus Spanien, Deutschland und des Vereinigten Königreichs (UK) untersucht. Zugunsten der Qualität der Untersuchung und um detaillierte Ergebnisse zur erlagen wurde die Analyse auf die spanische Presse beschränkt. Für die Wahl der geografischen Medienlandschaft wurden verschiedene Kriterien in Betracht gezogen. Durch Studien zur Nachrichtengeografie kann herausgefunden werden, mit welcher Häufigkeit und über welche Länder sich die Auslandsberichterstattung eines Landes beschäftigt. Der Grad der Intensität in der Berichterstattung definiert das Interesse der Medien an einer Region.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Relevanz der Medienberichterstattung über Hugo Chávez, wobei Forschungsfragen und die methodische Vorgehensweise skizziert werden.
2. Untersuchungsmethodik: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Inhaltsanalyse sowie das konkrete Vorgehen bei der Stichprobenerhebung und Codierung der spanischen Printmedien dargelegt.
3. Ergebnisse der Untersuchung: Dieses Kapitel präsentiert die quantitativen Daten zur Artikelhäufigkeit, zu den behandelten Themen und zur Tendenz der Darstellung in den untersuchten Zeitungen.
4. Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten analysiert, um die Forschungsfragen zu beantworten und die Darstellung von Hugo Chávez in verschiedenen inhaltlichen Dimensionen einzuordnen.
5. Autorenbefragung: Dieses Kapitel ergänzt die Inhaltsanalyse durch Interviews mit Journalisten, um Einblicke in die redaktionellen Entstehungsprozesse und die subjektive Sicht der Autoren zu gewinnen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der Berichterstattung auf das Image des Präsidenten.
Hugo Chávez, Medieninhaltsanalyse, spanische Presse, El País, El Mundo, ABC, Außenpolitik, Venezuela, Diktatur, Ölpolitik, Nachrichtengeografie, Medienberichterstattung, politische Kommunikation, Journalismus, Lateinamerika.
Die Arbeit untersucht, wie Hugo Chávez, der ehemalige Präsident Venezuelas, in führenden spanischen Tageszeitungen zwischen 2000 und 2010 dargestellt wurde.
Die wichtigsten Themenfelder sind Chávez' Außenpolitik, seine Ölpolitik, sein Verhältnis zur Demokratie sowie der Umgang der Medien mit seiner Person und seinem Regierungsstil.
Das Ziel ist es, die Tendenz der Berichterstattung (eher negativ, neutral oder positiv) zu bestimmen und zu verstehen, ob und wie historische Ereignisse – etwa Putschversuche oder diplomatische Krisen – diese Darstellung beeinflusst haben.
Die Arbeit nutzt primär die Methode der computergestützten Inhaltsanalyse von Printmedien, ergänzt durch eine qualitative Expertenbefragung (Autorenbefragung) von Journalisten, die über Chávez berichtet haben.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die detaillierte Darstellung der Analyseergebnisse anhand verschiedener Kategorien und Zeiträume sowie deren anschließende Interpretation.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören neben dem Namen Hugo Chávez Begriffe wie Inhaltsanalyse, spanische Leitmedien, Agenda Setting, außenpolitisches Handeln und das Narrativ von Demokrat oder Diktator.
Spanien fungiert als Bezugspunkt, da sowohl historische, wirtschaftliche als auch politische Beziehungen (z.B. der «¿Por qué no te callas?»-Vorfall) eine intensive und oft kritische Berichterstattung in der spanischen Presse hervorriefen.
Die meisten befragten Journalisten bestätigen eine kritische Haltung ihrer Medien gegenüber Chávez und führen dies auf seinen undemokratischen Regierungsstil sowie seine kontroversen politischen Entscheidungen zurück.
Ja, die Arbeit identifiziert klare Korrelationen: Turbulente Ereignisse wie der Putsch 2002, das Abwahl-Referendum oder die diplomatischen Krisen lösten jeweils signifikante Spitzen in der Artikelhäufigkeit und oft eine Verschärfung der negativen Darstellung aus.
Die Untersuchung zeigt, dass tatsachenbetonte Nachrichtenartikel mehrheitlich neutral codiert wurden, während Meinungsbeiträge (Kommentare, Leitartikel) deutlich häufiger eine eindeutig negative Tendenz aufwiesen.
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