Examensarbeit, 2008
80 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 GESCHLECHTSPEZIFISCHER ARBEITSMARKT
2.1 Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt
2.2 Tätigkeitsbereiche von Frauen
2.3 Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt
3 BERUFSWAHL VON MÄDCHEN
3.1 Bildungsabschlüsse von Mädchen
3.2 Bildungswege von Mädchen am Ende der Sekundarstufe I
3.2.1 Mädchen in der dualen Ausbildung
3.2.2 Mädchen im schulischen Ausbildungswesen
3.2.3 Mädchen in der Sekundarstufe II
3.3 Mädchen in frauenuntypischen Berufsfeldern
4 BERUFSWAHLVERHALTEN VON MÄDCHEN
4.1 Lerninteresse und Fähigkeiten von Mädchen
4.2 Geschlechtsstereotype
4.3 Lebensplanung und Lebensentwürfe
4.4 Äußere Einflüsse auf die Berufswahl
4.4.1 Eltern
4.4.2 Schule
4.4.3 Berufsberatung
5 MAßNAHMEN ZUR ERWEITERUNG BERUFLICHER PERSPEKTIVEN VON MÄDCHEN
5.1 Schule
5.2 Girls' Day
6 FAZIT
Die Arbeit untersucht die Gründe für das eingeschränkte Berufswahlspektrum von Mädchen und analysiert, wie dieses auf den geschlechtsspezifisch segmentierten Arbeitsmarkt wirkt sowie welche Maßnahmen zur Erweiterung ihrer beruflichen Perspektiven beitragen können.
3.2.1 Mädchen in der dualen Ausbildung
Das duale Ausbildungssystem besteht aus der fachpraktischen Ausbildung in einem Betrieb sowie dem fachtheoretischen Unterricht an einer Berufsschule. Junge Menschen werden in „qualifizierter und standardisierter Weise von der Praxis für die Praxis ausgebildet“. Dieses duale Ausbildungssystem ist durch die Handwerksordnung (HwO) sowie das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt und weist nach diesem (im Jahr 2005) 350 Ausbildungsberufe auf. Die duale Ausbildung gilt häufig als „der Königsweg“ der beruflichen Bildung, da sie mit einer entsprechenden Vergütung einhergeht und anschließend nicht selten in ein Arbeitsverhältnis mündet.
An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass die duale Ausbildung in früheren Jahren überwiegend von Haupt- und RealschulabsolventInnen gewählt worden ist. Inzwischen drängen jedoch auch vermehrt AbiturientInnen in diese Form der Berufsbildung, wodurch ein „Gefälle zwischen Auszubildenden und Ausbildungsberufen“ erkennbar wird. Denn Absolventen der verschiedenen Schulformen ergreifen - unabhängig von dem jeweiligen Geschlecht - unterschiedliche Berufe. So wählen HauptschülerInnen überwiegend Berufe im Handwerk oder Einzelhandel und RealschülerInnen erlernen Berufe im Handels-, Gesundheits- oder Gewerbebereich. AbiturientInnen sind dagegen vielmehr in kaufmännischen Berufsfeldern zu finden. Weiterhin zeigt sich eine geschlechtsspezifische Segregation im dualen Ausbildungswesen, da Mädchen deutlich unterrepräsentiert sind: Im Jahr 2006 liegt ihre Ausbildungsbeteiligung bei 43,4 %, die der männlichen Jugendlichen dagegen bei 63,4 %.
1 EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der eingeschränkten Berufswahl von Mädchen und Darlegung der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit.
2 GESCHLECHTSPEZIFISCHER ARBEITSMARKT: Bestandsaufnahme der Situation von Frauen am Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung von Beschäftigungsstrukturen und Benachteiligungen.
3 BERUFSWAHL VON MÄDCHEN: Darstellung der Bildungswege von Mädchen nach der Sekundarstufe I, unterteilt in duale und schulische Ausbildung sowie deren Repräsentation in verschiedenen Berufsfeldern.
4 BERUFSWAHLVERHALTEN VON MÄDCHEN: Analyse individueller, kultureller und äußerer Einflussfaktoren auf das Berufswahlverhalten, inklusive der Rolle von Interessen, Stereotypen und Beratung.
5 MAßNAHMEN ZUR ERWEITERUNG BERUFLICHER PERSPEKTIVEN VON MÄDCHEN: Erörterung schulischer Ansätze sowie des Girls' Day als Projekt zur Erweiterung des beruflichen Spektrums.
6 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur notwendigen Erweiterung der beruflichen Orientierung für Mädchen.
Berufswahl, Mädchen, geschlechtsspezifische Segregation, duale Ausbildung, schulische Ausbildung, Arbeitsmarkt, Geschlechtsstereotype, Lerninteresse, Berufsorientierung, Girls' Day, Benachteiligung, Berufsberatung, Lebensplanung, Bildungsabschlüsse.
Die Arbeit analysiert, warum das Berufswahlspektrum von Mädchen eingeschränkt ist und welche Faktoren dazu führen, dass sie sich häufig für typische Frauenberufe entscheiden, obwohl sie hohe Bildungsabschlüsse erzielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitsmarktsituation für Frauen, den Bildungsentscheidungen nach der Sekundarstufe I sowie den Einflussfaktoren Schule, Eltern und Berufsberatung.
Ziel ist es, die Ursachen für das Berufswahlverhalten von Mädchen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie durch gezielte Maßnahmen (z.B. schulische Förderung, Girls' Day) die beruflichen Perspektiven erweitert werden können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken zu Bildungsabschlüssen und Ausbildungswegen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme des Arbeitsmarktes, eine detaillierte Untersuchung der Bildungswege, die Analyse psychologischer und gesellschaftlicher Einflussfaktoren und die Vorstellung praktischer Lösungsansätze.
Die zentralen Begriffe sind Berufswahl, geschlechtsspezifische Segregation, duale Ausbildung, Lebensplanung und Berufsorientierung.
Trotz guter Noten führen ihre bevorzugten Berufsfelder häufig in Bereiche mit geringeren Aufstiegschancen, geringerer Vergütung und einer schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der Girls' Day dient als praxisnahes Projekt, um Mädchen Einblicke in technische und handwerkliche Berufe zu ermöglichen und sie zu motivieren, ihr Berufswahlspektrum über traditionelle Rollenbilder hinaus zu erweitern.
Eltern wirken durch Vorbildfunktion, Erwartungshaltungen und unbewusste Zuschreibungen von Kompetenzen maßgeblich auf die Berufsorientierung ein, wobei sie Mädchen oft eher zu frauen- als zu männerdominierten Berufen lenken.
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