Diplomarbeit, 2011
105 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
I. Thema
II. Begriffsklärung
1. Tagging
2. Instant Messaging
3. Client
4. IP-Adresse
5. URL
6. Apps/Applikationen
7. Personalisierte Werbung
8. Plugin
9. Gefällt-mir-Button
10. Definition Web 2.0
a) Web 2.0 als Service-Plattform
b) Web 2.0 als Live Space
c) Web 2.0 – das Mitmachweb
d) Web 2.0 – der soziale Raum
e) Web 2.0 – die intelligente Maschine
11. Definition sozialer Netzwerke
B. Die zu untersuchenden sozialen Netzwerke
I. Facebook
II. Xing
C. Interessen hinter sozialen Netzwerken
I. Marketingstrategien im Web 2.0 – Marketing 2.0
1. Virales Marketing
2. Word-of-Mouth-Marketing
3. Influencer-Marketing
4. Crowdsourcing (Schwarmintelligenz) und Social Commerce
5. Long-Tail-Business
6. Shop-Spreading
7. Suchmaschinen-Optimierung (SEO)
8. Social Graph
9. Bewertung der Marketingstrategien
II. Marketingmöglichkeiten in Facebook und Xing
1. Facebook – Aufteilung nach Gebieten
a) Pages – Profil
b) Pages – Fanpage
c) Community Pages
d) Gruppen
e) Facebook-Ads
f) Apps
g) OpenGraph
h) Facebook Places
i) Facebook Deals
j) Verknüpfung von Facebook mit externen Diensten wie Skype oder ICQ
2. Xing
a) Privatprofil
b) Unternehmenspräsentation
c) Gruppen
d) Termine
e) Jobs
f) Applikationen
g) Best Offers
h) Xing Mobile
i) Verknüpfung mit Xing
D. Persönlichkeitsrechte
I. Allgemeines zum Persönlichkeitsschutz
II. Entstehung des Persönlichkeitsrechts
III. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht als Grundrecht
1. Träger des APR als Grundrecht
2. Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
a) Die Schutzsphären
(i) Intimsphäre
(ii) Privatsphäre
(iii) Sozialsphäre
(iv) Öffentlichkeitssphäre
b) Die Darstellung der eigenen Person in der Öffentlichkeit
c) Recht auf informationelle Selbstbestimmung
IV. Staatliche Schutzpflichten
V. Abwägung Persönlichkeitsrecht gegenüber Freiheitsrechten
1. Spannungsverhältnis Persönlichkeitsrecht und Meinungs-, Pressefreiheit, Art. 5 I GG
2. Spannungsverhältnis Rundfunk- und Pressefreiheit und Persönlichkeitsrecht
3. Spannungsverhältnis Persönlichkeitsrecht und Kunstfreiheit
E. Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz im Zusammenhang mit möglichen Verletzungen im Rahmen der Nutzung von Social Networks
I. Abgrenzung APR als Grundrecht und im Zivilrecht
II. Entstehung des zivilrechtlichen Persönlichkeitsrechts
III. Verhältnis des allgemeinen APR zu den besonders ausformulierten Teilaspekten des Persönlichkeitsrechts im Zivilrecht
IV. Allgemeines Persönlichkeitsrecht – Inhalt
V. Träger des zivilrechtlichen APR
VI. Verletzungen des zivilrechtlichen APR
VII. Disposition des APR
VIII. Niederschlag des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung im Datenschutzrecht
1. Personalisierte Werbung
a) Facebook
(i) Verwendung der Nutzerdaten für Personalisierte Werbung auf Facebook
(ii) Weitergabe an Dritte zum Zwecke der personalisierten Werbung unabhängig von Facebook
b) Xing
2. Applikationen
a) Facebook
(1) Erheben der Daten durch Facebook
(2) Übermitteln der Daten von Facebook an externe Betreiber von Applications
(3) Verletzung durch Datenerhebung seitens der App-Betreiber
(4) Übermitteln an Datensammlungsagenturen
(5) Betroffenenrechte
b) Xing
3. Der Gefällt-mir-Button
4. Facebook Places
5. Verknüpfung mit Skype und Adresssynchronisation
a) Facebook
b) Xing
6. Status arbeitssuchend bei Xing
7. Informationelle Selbstbestimmung als Auffangrecht
a) § 823 BGB
(aa) Prüfung der Voraussetzungen des § 823 BGB
(bb) Rechtsfolgen
b) Eingriffskondiktion gem. § 812 I 1 Alt. 2 BGB
IX. Besondere Persönlichkeitsrechte im Zivilrecht
1. § 12 BGB – das Namensrecht
a) Inhalt und Bedeutung
b) Schutzumfang des § 12 BGB
c) Übertragbarkeit der Namensrechtsverletzung
d) Verletzungen des § 12 BGB
(i) Namensleugnung (Namensbestreitung)
(ii) Namensanmaßung
e) Voraussetzung einer Verletzung von § 12 BGB
(i) Zuordnungsverwirrung
(ii) Recht der Gleichnamigen
(iii) Interessenverletzung
f) Mögliche Verletzungen des Namensrechts im Zusammenhang mit virtuellen sozialen Netzwerken durch Fakeprofile mit falschen/fremden Namen
g) Rechtsfolgen einer Namensrechtsverletzung
h) Sonstige Beeinträchtigungen
2. §§ 22 ff. KUG – Recht am eigenen Bild
a) Inhalt und Bedeutung
b) Voraussetzungen des § 22 KUG
(i) Bildnis
(ii) Zurschaustellen
(iii) Verbreiten
c) Einwilligung des Abgebildeten und Ausnahmen der §§ 23, 24 KUG
d) Verletzung des KUG durch Onlinestellen von Fotos und durch Verlinken
e) Rechtsfolgen der Verletzung des Rechts am eigenen Bild
f) Sonstige Beeinträchtigungen des eigenen Bildes
3. §§ 12 ff UrhG – Urheberpersönlichkeitsrecht
a) Comic-Bilder/Bilder von Prominenten als Profilbild
b) Links und Zitate im Status oder als öffentliche Nachrichten
c) Übertragung von Urheber-/Nutzungsrechten in den AGB
d) Urheberrechtsverletzung durch Sichtbarkeit in (Personen-)Suchmaschinen
e) Rechtsfolge von Verletzungen des Urheberpersönlichkeitsrechts
F. Anwendbarkeit des deutschen Rechts
G. Zusammenfassung
Diese Diplomarbeit analysiert die Problematik des Persönlichkeitsschutzes in virtuellen sozialen Netzwerken am Beispiel von Facebook und Xing, wobei der Fokus auf der Abwägung zwischen wirtschaftlichen Interessen der Plattformbetreiber und den Grundrechten der Nutzer liegt.
I. Thema
Im März 2010 waren in Deutschland bereits über 30 Millionen Menschen ab 14 Jahren Mitglied in mindestens einem sog. Social Network. Die Tendenz zur Nutzung von Social Communities steigt. Beweggründe hierfür sind das Kontakthalten mit Freunden im In- und Ausland, das Knüpfen neuer Bekanntschaften, aber auch das Pflegen geschäftlicher Kontakte und die Suche nach Karrieremöglichkeiten. Demgegenüber häufen sich Negativmeldungen bzgl. des Datenschutzes und der Wahrung von Persönlichkeitsrechten. Beispielsweise weil es Anhaltspunkte dafür gibt, dass Nutzerdaten für Werbezwecke verkauft werden oder scheinbar grundlos immer mehr und privatere Informationen über Nutzer abgefragt und gesammelt werden.
Diese Arbeit soll einerseits den Nutzen der Netzwerke für Privatleute, Unternehmen und Wirtschaft demgegenüber Widersprüche mit Persönlichkeits- und Datenschutzrecht vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Interessen aufzeigen.
Exemplarisch für soziale Netzwerke untersucht diese Arbeit Facebook und Xing.
Facebook ist das am schnellsten wachsende virtuelle soziale Netzwerk und hatte weltweit im November 2010 rund 647,5 Millionen Nutzer. Diese verbringen circa ein Zehntel ihrer Onlinezeit auf der Plattform. Die Nutzung von Facebook ist kostenlos.
Xing ist ein Business-orientiertes soziales Netzwerk, das bislang größtenteils im deutschsprachigen Raum genutzt wird. Zur vollumfänglichen Nutzung von Xing benötigt man eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft.
Diese sozialen Netzwerke wurden gewählt, um die Interessen hinter den Communitys und die Problematik des Persönlichkeitsrechtsschutzes an zwei Plattformen zu untersuchen, die typische Funktionen für soziale Netzwerke beherbergen und aufgrund der Unterschiede bzgl. Zielgruppen, Zweck und Kosten ein weites Feld abdecken.
A. Einleitung: Einführung in das Thema, Erläuterung der Relevanz sozialer Netzwerke und Formulierung der Zielsetzung der Arbeit.
B. Die zu untersuchenden sozialen Netzwerke: Detaillierte Vorstellung der Plattformen Facebook und Xing, ihrer Strukturen und spezifischen Funktionen.
C. Interessen hinter sozialen Netzwerken: Analyse der Geschäftsmodelle und Marketingstrategien im Web 2.0 sowie deren Umsetzung in den untersuchten Netzwerken.
D. Persönlichkeitsrechte: Darstellung der verfassungsrechtlichen Grundlagen und Schutzzwecke des Persönlichkeitsrechts in Deutschland.
E. Zivilrechtlicher Persönlichkeitsschutz im Zusammenhang mit möglichen Verletzungen im Rahmen der Nutzung von Social Networks: Tiefgehende Untersuchung zivilrechtlicher Schutzmechanismen gegen datenschutzrechtliche Verletzungen und Urheberrechtskonflikte.
F. Anwendbarkeit des deutschen Rechts: Erörterung der territorialen Geltung des deutschen Datenschutzrechts bei global agierenden Plattformen.
G. Zusammenfassung: Fazit zur aktuellen Rechtslage und den Herausforderungen für den Persönlichkeitsschutz in sozialen Netzwerken.
Soziale Netzwerke, Facebook, Xing, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Web 2.0, Marketing 2.0, Informationelle Selbstbestimmung, BDSG, TMG, BGB, Urheberrecht, Datensicherheit, Nutzerdaten, Social Commerce.
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und dem Persönlichkeitsschutz der Nutzer im Hinblick auf wirtschaftliche Interessen der Plattformbetreiber.
Die zentralen Themen sind das Web 2.0, moderne Marketingstrategien, das allgemeine Persönlichkeitsrecht, das Datenschutzrecht (BDSG/TMG) sowie Urheberrechtsfragen bei der Nutzung von sozialen Netzwerken.
Das Ziel ist es, den Nutzen sozialer Netzwerke den potenziellen Gefahren für die Persönlichkeitsrechte und den Datenschutz gegenüberzustellen und die Rechtslage für Nutzer und Unternehmen kritisch zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer rechtlichen Analyse der gesetzlichen Bestimmungen (BGB, BDSG, TMG, UrhG) im Kontext aktueller Web 2.0-Entwicklungen, gestützt durch Literatur und Rechtsprechung.
Der Hauptteil umfasst die Vorstellung von Facebook und Xing, die Analyse von Geschäftsmodellen, eine detaillierte rechtliche Herleitung des Persönlichkeitsschutzes und die Untersuchung konkreter Datenschutz- und Urheberrechtsverletzungen.
Soziale Netzwerke, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Web 2.0, Marketing 2.0, Informationelle Selbstbestimmung, BDSG, TMG, Urheberrecht.
Die Autorin sieht erhebliche Mängel, insbesondere bei den Informationspflichten, der Transparenz der AGB und der Wirksamkeit von Einwilligungen bei der Datennutzung für Werbezwecke.
Die Arbeit problematisiert die Durchsetzung des deutschen Datenschutzes gegenüber US-Unternehmen (wie Facebook) und erörtert die Anwendbarkeit des Territorialprinzips und des BDSG.
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